Regierung · Urda und Madrid
Spaniens Verkehrsminister Óscar Puente tritt nach tödlichem Zugunglück von Urda zurück
Puente, der am 30. Oktober einen Rücktritt abgelehnt hatte, verzichtet auch auf seinen Platz auf der PSOE-Liste für Valladolid bei der Parlamentswahl am 29. November. Die vorläufige Bilanz von Urda liegt bei 69 Toten.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von La Razón, PÚBLICO, Spiegel Online und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Puente gab seinen Rücktritt am 3. November am Ende seines Auftritts im Kongress bekannt und wird bei der Wahl am 29. November nicht auf der PSOE-Liste für Valladolid kandidieren.
Die spanische Eisenbahnunfallkommission nennt eine vorläufige Bilanz von 69 Toten; 15 Schwerverletzte liegen noch im Krankenhaus, eine große Zahl von Verletzten wartet noch auf Bestätigung.
Der Verkehr auf der Strecke Madrid–Sevilla wird reduziert, ein zweiter Fahrdienstleiter soll Entscheidungen bestätigen, und für die Opfer und Angehörigen wurde ein Hilfspaket von 30 Millionen Euro gebilligt.
Puente sagte, die Ausführung bei Adif im Hochgeschwindigkeitsverkehr habe 91 % erreicht, und das Ministerium arbeite mit einem Haushalt aus dem Jahr 2023, weil kein neuer Staatshaushalt verabschiedet worden sei.

- 28.10.Zwei Hochgeschwindigkeitszüge stoßen nahe Urda zusammen, in der vorläufigen Zählung 69 Tote
- 30.10.Puente lehnt einen Rücktritt ab
- 3.11.Puente kündigt seinen Rücktritt an und verzichtet auf die Liste für Valladolid
- 29.11.Angesetzte Parlamentswahl
Puente tritt zurück
Am Dienstag, dem 3. November, gab Óscar Puente am Ende seines Auftritts vor der Ständigen Deputation des Kongresses zum Unglück von Urda bekannt, dass er das Amt des Verkehrsministers aufgibt. Er erklärte zudem, dass er bei der Parlamentswahl am 29. November nicht auf der PSOE-Liste für Valladolid kandidieren werde. Puente hatte am Freitag, dem 30. Oktober, Rücktrittsforderungen zurückgewiesen, und auch Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte einen Rücktritt in den Tagen zuvor ausgeschlossen. Laut La Vanguardia hatten alle Oppositionsparteien seinen Rücktritt gefordert, ebenso die Koalitionspartner mit Ausnahme von Bildu. Puente sagte, er habe sich zum Rücktritt entschlossen, sobald er von dem Unglück erfahren habe, habe aber den Beginn der Ermittlungen abwarten wollen – eine Darstellung, die seinen früheren Äußerungen widersprach.
Der Zusammenstoß von Urda
Zwei Hochgeschwindigkeitszüge stießen am Mittwoch, dem 28. Oktober, nahe Urda in der Provinz Toledo zusammen. Público berichtet, dass sich mehr als 500 Menschen in den beiden Zügen befanden, und verortet die Unfallstelle etwa 150 km von Madrid entfernt, während Spiegel sie rund 130 km südlich der Hauptstadt angibt. Laut Spiegel fuhr ein Zug von Renfe auf einen stehenden Zug von Iryo auf. Die spanische Untersuchungskommission für Eisenbahnunfälle gab eine vorläufige Bilanz von 69 Toten bekannt und erklärte, die Zahl der Verletzten, die noch bestätigt werden müsse, sei sehr hoch; 15 Schwerverletzte befänden sich noch im Krankenhaus. Die Ermittler konzentrieren sich auf ein Versagen des Zugsicherungssystems LZB und auf mögliche Fehler bei Anweisungen aus dem Kontrollzentrum von Adif. Im Januar waren in Adamuz in Andalusien zwei Hochgeschwindigkeitszüge zusammengestoßen, 46 Menschen starben – das zweite schwere Bahnunglück binnen neun Monaten.
- Adamuz, Januar 2026
- 46 Tote
- Urda, 28. Oktober 2026
- 69 Tote
Daten aus dem Artikeltext
Sicherheitsmaßnahmen und Entschädigung
Die Madrider Regierung billigte in ihrer wöchentlichen Sitzung des Ministerrats ein Hilfspaket von 30 Millionen Euro für die Opfer und ihre Angehörigen, wie Spiegel berichtet. Vor seiner Anhörung kündigte Puente an, dass der Zugverkehr auf der Strecke Madrid–Sevilla reduziert werde; Público nennt die ersten Wochen des Jahres 2027 als Zeithorizont, Spiegel verknüpft dies mit dem Start des Signalsystems ERTMS. Mehr Züge sollten als Doppelkompositionen verkehren, um die Sitzplatzkapazität zu erhalten. Er kündigte außerdem neue Software für das Kontrollzentrum mit automatischen Warnmeldungen an sowie Protokolle, nach denen jede Entscheidung des Kontrollzentrums von einem zweiten Fahrdienstleiter bestätigt werden muss. Bei einem Ausfall des LZB-Systems müsse ein zweiter Mitarbeiter die an die Triebfahrzeugführer erteilten Anweisungen prüfen und bestätigen. Das Personal von Adif erhalte längere Ruhezeiten, Ermüdungskontrollen und mehr Schulungen.
Haushaltsstreit im Kongress
In der Anhörung wies Puente die Kritik zurück, die Instandhaltungsausgaben seien zu niedrig. El Confidencial zitiert ihn mit den Worten, mit denen er seine Bilanz verteidigte:
„Ich investiere alles, was ich habe.“
Puente sagte, sein Ministerium gebe nahezu seinen gesamten Jahresetat aus, die Ausführung bei Adif Alta Velocidad habe 91 % erreicht, und das Ministerium arbeite mit einem Haushalt aus dem Jahr 2023, der nie aktualisiert worden sei. Ohne ein neues Haushaltsgesetz, argumentierte er, habe er keinen Spielraum, die Investitionen in die Instandhaltung weiter zu erhöhen. El Confidencial merkt an, dass die Regierung in dieser Legislaturperiode keinen Haushaltsentwurf in den Kongress eingebracht hat.
Politische Reaktionen
Während der Anhörung sagte der katalanische Abgeordnete Gabriel Rufián zu Puente, er sei eine Ablenkung vom Umgang der Regierung mit dem Unglück; die Worte wurden im Sitzungsprotokoll festgehalten:
„Sie sind eine Ablenkung.“
Joaquín Prat kritisierte Puente in der Sendung El tiempo justo auf Telecinco dafür, dass er sechs Tage nach dem Unglück die exakte Entschädigungssumme für die Familien der Opfer wiederholt habe. Gonzalo Miró hatte den Minister am Vorabend in der Sendung verteidigt. Juan Miguel Becerra, Geschäftsführer von SW Demoscopia, sagte, die Mehrheit der PSOE-Wähler unterstütze einen Verbleib Puentes im Amt, während eine beträchtliche Gruppe seinen Rücktritt als Erleichterung empfinden würde.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- La RazónÓscar Puente, mit 77.831 Euro brutto als Minister im Jahr 2025 und vier deklarierten Wohnungen: „Wählen mit V für Wohnung oder mit B für Geier“Óscar Puente, con 77.831 euros brutos como ministro en 2025 y cuatro viviendas declaradas: "Votar con V de vivienda o con B de Buitre" · Original auf Spanisch
- PÚBLICOSpaniens Verkehrsminister tritt zurück, Tage nach Unfall in ToledoMinistro dos Transportes de Espanha demite-se, dias após acidente em Toledo · Original auf Portugiesisch
- Spiegel OnlineSpaniens Verkehrsminister Óscar Puente tritt nach tödlichem Zugunglücken zurück
- PÚBLICOSpanischer Verkehrsminister kündigt Maßnahmen zur „Risikominimierung“ auf der Schiene anMinistro dos Transportes espanhol anuncia medidas para "minimizar risco" na ferrovia · Original auf Portugiesisch
- Óscar Puente
- Spaniens Verkehrsminister, der am 3. November 2026 nach dem Unglück von Urda zurücktrat
- Pedro Sánchez
- Spanischer Ministerpräsident, der Puente zunächst im Amt hielt
- Gabriel Rufián
- Abgeordneter im Kongress, der Puente während der Anhörung sagte, er sei eine Ablenkung
- Joaquín Prat
- Telecinco-Moderator, der Puente in El tiempo justo kritisierte
- Gonzalo Miró
- Journalist, der Puente am Vorabend der Kritik von Prat im Fernsehen verteidigte
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