Mehrere Hundert Menschen versammelten sich am 17. Oktober im Zentrum von Kyjiw, um den Rücktritt von Vitali Klitschko als Bürgermeister zu fordern. Die Kundgebung war im Vorfeld von der Initiative „Marsch für Kyjiw“ und dem Veteranen Dmytro Kosjatynskyj angekündigt worden. Die Demonstranten trugen Schilder mit Aufschriften wie „Kyjiw ohne Klitschko“, „Wo sind die Schutzräume?“, „Rücktritt“ und „12 Jahre Verantwortungslosigkeit“. Auf einem Schild hieß es, Kyjiw sei nicht einmal auf den Herbst vorbereitet, auf einem anderen, es sei für Klitschko zu spät, jetzt mit der Arbeit zu beginnen.
Ein Gegendemonstrant hielt ein Schild mit der Aufschrift „Selenskyj, hör auf. Fass Klitschko nicht an“ und argumentierte, nur eine Wahl könne einen Bürgermeister absetzen. Klitschkos Fraktion Udar hatte die Einwohner aufgerufen, der Veranstaltung fernzubleiben, und dabei auf die Sicherheitslage verwiesen sowie davor gewarnt, dass eine große Menschenmenge von einer Drohne vom Typ Shahed mit Düsenantrieb getroffen werden könnte.
Laut Reuters betreffen die Vorwürfe die schleppende Installation mobiler Schutzräume, illegale Bauprojekte in geschützten Grünflächen und die Verteilung der städtischen Haushaltsmittel während des Krieges. Seit dem 30. September kommt es in Kyjiw zu Strom- und Wasserausfällen, da Russland seine Angriffe auf die Energieinfrastruktur verstärkt. Klitschko hatte am 11. September angekündigt, an Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs mobile Schutzräume zu installieren, doch bis zum 15. Oktober war nur einer in Betrieb – weit weniger als ursprünglich versprochen.
In einem Interview mit Ukrainska Prawda sagte Serhij Gorkutsenko, stellvertretender Leiter des städtischen Wasserversorgers Kyjiwwodokanal, das elektrische System des Versorgers stamme aus den 1970er Jahren und versage bei Spannungsschwankungen. Er warnte, ohne funktionierendes Abwassersystem könne die Stadt innerhalb von drei Tagen mit einer epidemiologischen Katastrophe konfrontiert sein.
Am 13. Oktober sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj, die Resilienzpläne seien in fast allen Regionen der Ukraine – einschließlich der Grenz- und Frontgebiete – wirksamer umgesetzt worden als in der Hauptstadt. Eine Absetzung des Bürgermeisters wird durch die besondere Verwaltungsstruktur Kyjiws und den rechtlichen Rahmen der Kriegszeit erschwert.
Nicht alle Demonstranten befürworteten die Forderung nach einem Rücktritt. Eine Frau bei der Kundgebung argumentierte, Selenskyj habe kein Recht, Klitschko abzusetzen, und ein Bürgermeister könne sein Amt nur nach einer Wahl verlassen. Die Demonstranten verspotteten zudem den Vorschlag des Bürgermeisters, die Einwohner sollten erwägen, die Stadt vor einem schwierigen Winter zu verlassen.
In der am Tag vor der Kundgebung veröffentlichten Erklärung legten die Organisatoren die Verantwortung klar dem Bürgermeister zur Last.
„Zwölf Jahre lang hatte Klitschko die entsprechenden Befugnisse und Mittel. Er sollte die politische Verantwortung tragen und sein Amt verlassen.“
Die Organisatoren erklärten, der Bürgermeister könne zurücktreten, sein Amt durch ein Gerichtsurteil oder eine Wahl verlieren, seine Befugnisse an eine Militärverwaltung abgeben oder der Armee beitreten. Bewohner des Bezirks Teremky hatten bereits am 7. Oktober gegen das massenhafte Fällen von Bäumen für eine Fernwärmeleitung protestiert. Der Veteran Oleh Symoros warf einer „Baumafia“, deren Hauptgesicht er Klitschko nannte, die Zerstörung von Parks wie dem Ökopark Osokorky vor. Weitere Vorwürfe betreffen Korruption, die Bevorzugung von Bauträgern, fehlende Entscheidungen zum Schutz historischer Gebäude, ein heruntergekommenes System des öffentlichen Nahverkehrs und ignorierte Petitionen. Libertatea hielt einen Rücktritt des Bürgermeisters für unwahrscheinlich.
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Mehrere Hundert Menschen haben am 17. Oktober im Zentrum von Kyjiw demonstriert und Bürgermeister Vitali Klitschko vorgeworfen, die Hauptstadt nicht auf den Winter vorbereitet zu haben, während russische Angriffe auf die Energieinfrastruktur andauern und es seit dem 30. September zu Stromausfällen kommt.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Mediafax.ro, The Telegraph, Digi24 und weiteren Medien. Veröffentlicht .