Stromnetz · Kiew
Selenskyj und Klitschko geben sich gegenseitig die Schuld – Kiew nach russischen Angriffen ohne Strom und Wasser
Kiew, Heimat von mehr als drei Millionen Menschen, erlebt nach russischen Angriffen lange Strom- und Wasserausfälle – Präsident und Bürgermeister geben sich gegenseitig die Schuld. Die Angriffe trafen auch Brücken über den Dnipro, erstmals seit Februar 2022.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Mediafax.ro, Notícias ao Minuto, rmf24.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
In verschiedenen Bezirken einer Stadt mit mehr als drei Millionen Einwohnern wird die Wasserversorgung für mehrere Stunden abgestellt, und Stromunterbrechungen haben wiederholt den Metrobetrieb gestört.
Am Freitag, 6. November, nannte Wolodymyr Selenskyj die Energielage Kiews die schlechteste im Land und machte nicht umgesetzte Beschlüsse zur Vorbereitung der Heizsaison verantwortlich.
Vitali Klitschko nannte Selenskyjs Vorwürfe wiederholte Manipulation und sagte, die zentralen Behörden hätten die Genehmigung eines Resilienzplans für die Hauptstadt fast ein halbes Jahr lang verzögert.
Der Mangel an Luftverteidigungssystemen und Munition schränkt die Ukraine bei der Abwehr russischer Raketen und Drohnen ein; Klitschko zufolge ist ohne sie die Wiederherstellung zentraler Anlagen infrage gestellt.

- 17.10.Demonstration auf dem Chreschtschatyk fordert die Entlassung von Bürgermeister Vitali Klitschko
- 4.11.Selenskyj sagt im TSN-Interview, die Führung von Kyivvodokanal müsse schneller arbeiten oder ausgetauscht werden
- 6.11.Selenskyj und Klitschko geben sich wegen der Strom- und Wasserausfälle in Kiew öffentlich gegenseitig die Schuld
Ausfälle in der ganzen Hauptstadt
Russische Angriffe auf die Energieinfrastruktur haben Kiew, eine Stadt mit mehr als drei Millionen Einwohnern, mit schweren Strom- und Wasserausfällen zurückgelassen. Bewohner und Unternehmen leben mit langen Unterbrechungen, und Generatoren sind wieder ein vertrauter Anblick auf Straßen, auf denen die Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt liegen. In verschiedenen Bezirken wird die Wasserversorgung für mehrere Stunden abgestellt, und solche Vorfälle häufen sich häufiger als in früheren Jahren. Stromausfälle haben wiederholt den Metrobetrieb gestört. Die Angriffe galten auch Brücken über den Dnipro – die ersten solchen Treffer seit Beginn des umfassenden Einmarsches im Februar 2022, was die Verkehrsprobleme verschärfte. Der Mangel an Luftverteidigungssystemen und Munition schränkt die Ukraine in ihrer Fähigkeit ein, russische Raketen und Drohnen abzufangen.
Selenskyj zeigt auf die Stadtverwaltung
Am Freitag, 6. November, bezeichnete Präsident Wolodymyr Selenskyj die Energielage in Kiew als die schlechteste im Land. Er machte sowohl die russischen Angriffe als auch die fehlende Umsetzung von Beschlüssen zur Vorbereitung der Heizsaison durch die Stadtverwaltung verantwortlich und äußerte dies in einem Beitrag in den sozialen Medien.
„Die schlechteste Lage herrscht in Kiew: Menschen und Unternehmen haben lange Strom- und Wasserausfälle, und die Herausforderungen sind sehr ernst.“
Selenskyj sagte, die Zentralregierung stelle zusätzliche Ausrüstung und Ressourcen bereit, um die Reparaturen zu beschleunigen, und es seien Vereinbarungen mit Deutschland und Spanien über Generatoren, Kabel und andere Ausrüstung getroffen worden. Für die Arbeiter, die die betroffenen Systeme wiederherstellen, wurden Zulagen eingeführt, und Premierminister Serhij Korezkyj sagte, auch Teile der Streitkräfte sollten beim Wiederaufbau des Stromnetzes helfen. Selenskyj erklärte, er habe zudem mit staatlichen und privaten Energieunternehmen über die Entsendung zusätzlicher Trupps in die Hauptstadt gesprochen.
Klitschko weist die Vorwürfe zurück
Bürgermeister Vitali Klitschko wies die Kritik am Freitag in zwei Stellungnahmen zurück, nannte Selenskyjs Vorwürfe wiederholte Manipulation und sagte, die Präsidialverwaltung versuche, seine Position zu untergraben. Er warf den zentralen Behörden vor, die Genehmigung eines Plans zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Hauptstadtinfrastruktur zu verzögern – ein Plan, der seit fast einem halben Jahr feststecke. Seit dem Frühjahr betreibe die Stadt einen Energiestab, in dem Experten, Energieingenieure, Praktiker und Wissenschaftler zusammenkämen und Reaktionen für verschiedene Szenarien ausgearbeitet hätten. Er warnte, bei derart intensiven Angriffen und ohne Luftverteidigung zum Schutz zentraler Anlagen seien deren Wiederherstellung und stabiler Betrieb infrage gestellt. In einem Interview mit Suspilne sagte er, Wasserunterbrechungen in diesem Herbst und Winter kämen häufiger vor als in jedem früheren Jahr des umfassenden Krieges, und die Stadt habe Wasserreserven und Notstrom für Krankenhäuser, Schulen und Wasserentnahmestellen aufgebaut. Das Ausmaß des Stromproblems bezifferte er konkret.
„Kiew braucht 2 GW Strom, und es ist völlig unmöglich, diesen Bedarf mit Generatoren zu decken.“
Klitschko betonte, Generatoren könnten die zentrale Stromversorgung einer Stadt dieser Größe nicht vollständig ersetzen.
Wasserversorger und Proteste
In einem am 4. November veröffentlichten Interview mit TSN sagte Selenskyj, die Führung von Kyivvodokanal, dem städtischen Wasserversorger, arbeite nicht gut genug und müsse schneller arbeiten. Wenn die Führung ausgetauscht werden müsse, solle sie ausgetauscht werden, und Versprechen, rund um die Uhr zu arbeiten, reichten nicht aus. Er schilderte zudem einen Fall, in dem Anwohner nach einem langen Stromausfall eine Straße blockierten, und sagte, er habe den Innenminister angerufen, der berichtet habe, die Polizei habe die Situation bereits unter Kontrolle gebracht, und es seien nicht genügend Arbeitskräfte vor Ort gewesen. Am 17. Oktober forderte eine Demonstration auf dem Chreschtschatyk vor dem Gebäude der Kiewer Stadtverwaltung Klitschkos Entlassung; die Demonstranten verwiesen auf einen Mangel an mobilen und stationären Schutzräumen. Selenskyj hatte den Stadtbehörden zuvor vorgeworfen, die notwendigen Schritte zur Umsetzung der Resilienzpläne der Stadt nicht zu unternehmen.
Neuester Stand des Streits
Mehrstündige Wasserabstellungen und Stromausfälle wurden am Freitag, 6. November, weiterhin aus dem gesamten Stadtgebiet Kiews gemeldet – an dem Tag, an dem beide Spitzenvertreter ihre jüngsten Erklärungen abgaben.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Mediafax.roKiew in Dunkelheit und ohne Wasser nach russischen Angriffen. Selenskyj und Bürgermeister Klitschko beschuldigen sich gegenseitigKievul, în beznă și fără apă după atacurile Rusiei. Zelenski și primarul Klitschko se acuză reciproc · Original auf Rumänisch
- Notícias ao MinutoSelenskyj warnt, dass Kiew in einer Krise steckt und kritisiert den Bürgermeister der StadtZelensky alerta que Kyiv está em crise e critica autarca da cidade · Original auf Portugiesisch
- rmf24.plScharfer Konflikt zwischen Selenskyj und Klitschko. Kälte und Dunkelheit in KiewOstro między Zełenskim a Kliczką. Chłód i mrok w Kijowie · Original auf Polnisch
- Deutsche WelleSelenskyj kritisierte die Kiewer Behörden: Schlimmste Situation bei der EnergieЗеленський розкритикував владу Києва: Найгірша ситуація з енергетикою · Original auf Ukrainisch
- Volodymyr Zelensky
- Präsident der Ukraine, der die Kiewer Stadtverwaltung beschuldigte, die Vorbereitung auf den Winter versäumt zu haben
- Vitali Klitschko
- Bürgermeister von Kiew, der den zentralen Behörden vorwarf, einen Resilienzplan für die Hauptstadt zu verzögern
- Serhii Koretskyi
- Premierminister der Ukraine, der sagte, Teile der Streitkräfte sollten beim Wiederaufbau des Stromnetzes helfen
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