Stromnetz · Kiew

Selenskyj und Klitschko geben sich gegenseitig die Schuld – Kiew nach russischen Angriffen ohne Strom und Wasser

Kiew, Heimat von mehr als drei Millionen Menschen, erlebt nach russischen Angriffen lange Strom- und Wasserausfälle – Präsident und Bürgermeister geben sich gegenseitig die Schuld. Die Angriffe trafen auch Brücken über den Dnipro, erstmals seit Februar 2022.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Mediafax.ro, Notícias ao Minuto, rmf24.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: European People's Party, CC BY 2.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt). Archivbild, 2025
Wie es dazu kam
  1. 17.10.Demonstration auf dem Chreschtschatyk fordert die Entlassung von Bürgermeister Vitali Klitschko
  2. 4.11.Selenskyj sagt im TSN-Interview, die Führung von Kyivvodokanal müsse schneller arbeiten oder ausgetauscht werden
  3. 6.11.Selenskyj und Klitschko geben sich wegen der Strom- und Wasserausfälle in Kiew öffentlich gegenseitig die Schuld

Ausfälle in der ganzen Hauptstadt

Russische Angriffe auf die Energieinfrastruktur haben Kiew, eine Stadt mit mehr als drei Millionen Einwohnern, mit schweren Strom- und Wasserausfällen zurückgelassen. Bewohner und Unternehmen leben mit langen Unterbrechungen, und Generatoren sind wieder ein vertrauter Anblick auf Straßen, auf denen die Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt liegen. In verschiedenen Bezirken wird die Wasserversorgung für mehrere Stunden abgestellt, und solche Vorfälle häufen sich häufiger als in früheren Jahren. Stromausfälle haben wiederholt den Metrobetrieb gestört. Die Angriffe galten auch Brücken über den Dnipro – die ersten solchen Treffer seit Beginn des umfassenden Einmarsches im Februar 2022, was die Verkehrsprobleme verschärfte. Der Mangel an Luftverteidigungssystemen und Munition schränkt die Ukraine in ihrer Fähigkeit ein, russische Raketen und Drohnen abzufangen.

Selenskyj zeigt auf die Stadtverwaltung

Am Freitag, 6. November, bezeichnete Präsident Wolodymyr Selenskyj die Energielage in Kiew als die schlechteste im Land. Er machte sowohl die russischen Angriffe als auch die fehlende Umsetzung von Beschlüssen zur Vorbereitung der Heizsaison durch die Stadtverwaltung verantwortlich und äußerte dies in einem Beitrag in den sozialen Medien.

„Die schlechteste Lage herrscht in Kiew: Menschen und Unternehmen haben lange Strom- und Wasserausfälle, und die Herausforderungen sind sehr ernst.“

Wolodymyr Selenskyj

Selenskyj sagte, die Zentralregierung stelle zusätzliche Ausrüstung und Ressourcen bereit, um die Reparaturen zu beschleunigen, und es seien Vereinbarungen mit Deutschland und Spanien über Generatoren, Kabel und andere Ausrüstung getroffen worden. Für die Arbeiter, die die betroffenen Systeme wiederherstellen, wurden Zulagen eingeführt, und Premierminister Serhij Korezkyj sagte, auch Teile der Streitkräfte sollten beim Wiederaufbau des Stromnetzes helfen. Selenskyj erklärte, er habe zudem mit staatlichen und privaten Energieunternehmen über die Entsendung zusätzlicher Trupps in die Hauptstadt gesprochen.

Klitschko weist die Vorwürfe zurück

Bürgermeister Vitali Klitschko wies die Kritik am Freitag in zwei Stellungnahmen zurück, nannte Selenskyjs Vorwürfe wiederholte Manipulation und sagte, die Präsidialverwaltung versuche, seine Position zu untergraben. Er warf den zentralen Behörden vor, die Genehmigung eines Plans zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Hauptstadtinfrastruktur zu verzögern – ein Plan, der seit fast einem halben Jahr feststecke. Seit dem Frühjahr betreibe die Stadt einen Energiestab, in dem Experten, Energieingenieure, Praktiker und Wissenschaftler zusammenkämen und Reaktionen für verschiedene Szenarien ausgearbeitet hätten. Er warnte, bei derart intensiven Angriffen und ohne Luftverteidigung zum Schutz zentraler Anlagen seien deren Wiederherstellung und stabiler Betrieb infrage gestellt. In einem Interview mit Suspilne sagte er, Wasserunterbrechungen in diesem Herbst und Winter kämen häufiger vor als in jedem früheren Jahr des umfassenden Krieges, und die Stadt habe Wasserreserven und Notstrom für Krankenhäuser, Schulen und Wasserentnahmestellen aufgebaut. Das Ausmaß des Stromproblems bezifferte er konkret.

„Kiew braucht 2 GW Strom, und es ist völlig unmöglich, diesen Bedarf mit Generatoren zu decken.“

Vitali Klitschko, Bürgermeister von Kiew

Klitschko betonte, Generatoren könnten die zentrale Stromversorgung einer Stadt dieser Größe nicht vollständig ersetzen.

Wasserversorger und Proteste

In einem am 4. November veröffentlichten Interview mit TSN sagte Selenskyj, die Führung von Kyivvodokanal, dem städtischen Wasserversorger, arbeite nicht gut genug und müsse schneller arbeiten. Wenn die Führung ausgetauscht werden müsse, solle sie ausgetauscht werden, und Versprechen, rund um die Uhr zu arbeiten, reichten nicht aus. Er schilderte zudem einen Fall, in dem Anwohner nach einem langen Stromausfall eine Straße blockierten, und sagte, er habe den Innenminister angerufen, der berichtet habe, die Polizei habe die Situation bereits unter Kontrolle gebracht, und es seien nicht genügend Arbeitskräfte vor Ort gewesen. Am 17. Oktober forderte eine Demonstration auf dem Chreschtschatyk vor dem Gebäude der Kiewer Stadtverwaltung Klitschkos Entlassung; die Demonstranten verwiesen auf einen Mangel an mobilen und stationären Schutzräumen. Selenskyj hatte den Stadtbehörden zuvor vorgeworfen, die notwendigen Schritte zur Umsetzung der Resilienzpläne der Stadt nicht zu unternehmen.

Neuester Stand des Streits

Mehrstündige Wasserabstellungen und Stromausfälle wurden am Freitag, 6. November, weiterhin aus dem gesamten Stadtgebiet Kiews gemeldet – an dem Tag, an dem beide Spitzenvertreter ihre jüngsten Erklärungen abgaben.

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Quellen und Kontext

Kiew · Ukraine

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