Regierung · Tirana, Vlora und Rrjoll

Demonstranten reißen Zäune an Luxusbauprojekt in Albanien nieder – Protestbewegung weitet sich aus

Rund 200 Dorfbewohner haben am Samstag Absperrungen an einem Resort-Gelände in Rrjoll niedergerissen und damit wochenlange Proteste gegen ein Projekt im Umfeld von Jared Kushner nahe Vlora nachgeahmt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL PAÍS, 7sur7, The Guardian und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Tirana, Vlora, Rrjoll · Albanien

Proteste dehnen sich von Vlora auf Rrjoll aus

An der Aktion in Rrjoll am Samstag waren rund 200 Menschen beteiligt, die Metall- und Stacheldrahtzäune um ein Fünf-Sterne-Luxusresort niederissen. Das Projekt, dem die Regierung den Status eines „Investors mit Sonderstatus“ verliehen hat, spiegelt die größere Kontroverse um ein von Kushner unterstütztes Resort nahe der geschützten Halbinsel Zvernec wider. Die Demonstranten schwenkten albanische Flaggen und skandierten „Revolution“. Es kam zu Rangeleien mit der Polizei, doch die Beamten verhinderten den Abriss des Zauns nicht.

Landrechte schüren lokale Wut

Die Dorfbewohner sagen, ihr Land sei ohne Entschädigung für das Bauprojekt enteignet worden.

„Die Proteste werden nicht aufhören, bis die Bewohner des Dorfes Rrjoll entschädigt werden. Wir sind 200 Familien, deren Land enteignet wurde.“

Zeke Nikolle Shullani, Grundbesitzer aus Rrjoll
Ein anderer Anwohner, Nikolin Markpalaj (60), bezeichnete die Situation als „Wahnsinn“ und sagte, die Investoren hätten sich geweigert, die Anwohner zu konsultieren. Im Gebiet Zvernec erklärte der 81-jährige Kostaq Konomi gegenüber Reuters, er sei bereit, zu den Waffen zu greifen, nachdem er entdeckt hatte, dass sein Familienland eingezäunt worden war.

„Ich war ein kleiner Junge, als ich meine Füße in dieses Wasser tauchte. Jetzt bin ich ein alter Mann, und sie sagen, ich darf nicht.“

Kostaq Konomi, 81-jähriger Bauer aus Zvernec
Reuters berichtete, Grundbuchauszüge und Steuerunterlagen von einem Dutzend Anwohnern gesehen zu haben, obwohl die Eigentumsverhältnisse Gegenstand eines Rechtsstreits sind.

Umweltbedenken und EU-Aufmerksamkeit

Die breitere Protestbewegung, die als „Flamingo-Revolution“ bezeichnet wird, begann Anfang Juni und hat täglich Tausende nach Tirana gezogen. Das südliche Gelände liegt in einem geschützten Feuchtgebiet, das Flamingos, Robben und Meeresschildkröten beheimatet. Die Europäische Union hat ihre Besorgnis über die Auswirkungen auf die Tierwelt geäußert.

„Unser Ziel ist einfach: die natürliche Schönheit Albaniens feiern, Arbeitsplätze schaffen und etwas bauen, auf das zukünftige Generationen stolz sein können.“

Asher Abehsera, Vorsitzender
Die Sazan-Entwicklung im Wert von 1,2 Milliarden Euro ist eines von mehreren Luxusprojekten, die von der Regierung von Ministerpräsident Edi Rama vorangetrieben werden.

Politische Folgen und nächste Schritte

Rama hat das Kushner-Projekt als legal und vorteilhaft für die albanische Wirtschaft verteidigt, doch die Demonstranten fordern seinen Rücktritt. Der Vorfall in Rrjoll zeigt, dass die Bewegung geografisch an Boden gewinnt; die Einwohner nennen identische Missstände bei Landenteignungen. Reuters fand zwar keine Hinweise auf Fehlverhalten von Kushner, doch die Kontroverse hat Albaniens schwerste politische Krise der letzten Jahre vertieft.

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