Wohnen · Paris

Gewerkschaften und Mieterorganisationen in sieben europäischen Ländern rufen zu Protesten vom 20. bis 22. November auf

Organisatoren, die am Dienstag, 3. November, in Paris zusammenkamen, wollen am 20., 21. und 22. November europaweit koordinierte Demonstrationen. Zudem ist für den 20. November ein Jugendstreik in zwanzig Ländern geplant.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von 20minutes, Le Monde.fr, Jornal Expresso und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Paris · Frankreich
Wie es dazu kam
  1. 20.11.Beginn der koordinierten Proteste, mit einem Jugendstreik in zwanzig Ländern
  2. 22.11.Geplantes Ende der koordinierten Proteste
  3. 29.11.Vorgezogene Parlamentswahlen in Spanien

Koordinierter Aufruf aus Paris

Gewerkschaften und Mieterorganisationen aus sieben europäischen Ländern trafen sich am Dienstag, 3. November, in Paris und kündigten koordinierte Demonstrationen für den 20., 21. und 22. November an. Die Vertreterinnen und Vertreter kamen aus Belgien, Spanien, Frankreich, Griechenland, Italien, Portugal und dem Vereinigten Königreich. Das Treffen wurde von der spanischen Konföderation der Mietergewerkschaften einberufen, deren Sprecherin Carme Arcarazo den gemeinsamen Aufruf vorstellte. Die Organisatoren hoffen, Millionen Menschen auf die Straßen des Kontinents zu bringen. Arcarazo begründete die Entscheidung, gemeinsam zu handeln, mit diesen Worten.

„Wir haben beschlossen, uns zu koordinieren, um gemeinsam voranzukommen.“

Carme Arcarazo

Forderungen zu Wohnen, Ernährung und Energie

Die Gruppen fordern eine Garantie des Rechts auf Wohnen und Kontrolle über die Preise für Wohnen, Lebensmittel und Energie. Zu ihren Forderungen gehören außerdem höhere Löhne und Renten, öffentliche Dienste wie Bildung, Gesundheit und öffentlicher Wohnungsbau sowie das Recht auf Arbeit, ohne Migranten auszuschließen. Sie verlangen eine stärkere Besteuerung der Vermögenden und ein Ende der Aufrüstungspolitik sowie der Erschließung fossiler Brennstoffe. Der Aufruf stützt sich auf europäische Wohnungszahlen: Die Hauspreise stiegen zwischen 2010 und 2025 um mehr als 60 Prozent, die Mieten um rund 29 Prozent. Im Jahr 2024 gaben mehr als 16,5 Millionen Haushalte – 8,2 Prozent der europäischen Haushalte – mehr als 40 Prozent ihres Einkommens für das Wohnen aus.

Hauspreise und Mieten in der EU, Veränderung 2010 bis 2025%
Hauspreise (mehr als 60 %)
60 %
Mieten (rund 29 %)
29 %

Daten aus dem Artikeltext

Nationale Bewegungen hinter dem Aufruf

In Spanien löste die Räumung der Wohnung eines 87-jährigen Rentners im September, der wenige Tage später starb, Proteste aus und rückte das Wohnen wieder in den Mittelpunkt der nationalen Debatte. Für den 29. November sind vorgezogene Parlamentswahlen angesetzt, und die großen spanischen Gewerkschaften haben für den 11. November einen Generalstreik ausgerufen. In Frankreich ist für Donnerstag, 5. November, ein landesweiter Streik geplant, und zu den Schülerinnen und Schülern, die gegen die Bildungsfinanzierung und Parcoursup protestierten, sind Gruppen der Gelbwesten gestoßen. In Portugal entstanden im Oktober Camps in Lissabon und Porto, und ein Camp besetzt die Praça D. Pedro IV in Lissabon. In Italien begann die Bewegung mit Hafenarbeitern und mündete nach Angaben der USB-Gewerkschaftsvertreterin Chiara Capretti in einen Generalstreik am 30. Oktober.

Jugendstreik und Teilnehmende

Für den 20. November ist ein Jugendstreik in zwanzig Ländern geplant, initiiert von einem portugiesischen Studierendenverband, der sich gegen fossile Brennstoffe wendet. Auf französischer Seite haben sich die CGT, Solidaires, der Verein Droit au logement und die Union Syndicale Lycéenne dem Aufruf angeschlossen. Benjamin Ball, ein Sprecher der Gelbwesten-Koordination, sagte eine sehr große Beteiligung voraus.

„Zu Millionen werden wir auf die Straße gehen und zeigen, dass die Völker regieren müssen, nicht die Milliardäre.“

Benjamin Ball, Sprecher

Portugal war beim Pariser Treffen nicht mit Gewerkschaftsstrukturen vertreten, doch die Lissabonner Mietergruppe Sindicato de Moradoras de Lisboa (ein Name, der sie nicht zu einer formellen Gewerkschaft macht), das Kollektiv Climáximo und Estudantes pelo Fim ao Fóssil nahmen teil. Teresa Mamede, eine Sprecherin des Lissabonner Camps, sagte, der Aufruf zum Handeln habe sich erheblich ausgeweitet.

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