Wirtschaft · Makerfield

Poundland reicht Anzeige auf Bestellung von Insolvenzverwaltern ein – 12.000 Arbeitsplätze in Großbritannien gefährdet

Eigentümer Gordon Brothers lehnte vor der Anzeige ein von der Geschäftsführung unterstütztes Rettungsangebot ab. Die Anzeige verschafft der Discountkette zehn Werktage Schutz vor den Gläubigern, während Käufer für das gesamte Geschäft oder Teile davon gesucht werden.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Bloomberg Business, LBC, The Independent und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Makerfield · Vereinigtes Königreich
Wie es dazu kam
  1. Juni 2025Gordon Brothers kauft Poundland für 1 Pfund von Pepco
  2. September 2026Gordon Brothers startet Anfang September einen Verkaufsprozess
  3. Oktober 2026Die Geschäftsführung benennt die Martin Property Group als bevorzugten Bieter
  4. Ende Oktober 2026Anzeige der Absicht zur Bestellung von Insolvenzverwaltern am High Court eingereicht

Anzeige eingereicht und Schutzfrist

Poundland hat nach Angaben aus Gerichtsdokumenten am High Court eine Anzeige der Absicht eingereicht, Insolvenzverwalter zu bestellen. Die Anzeige verschafft dem Unternehmen zehn Werktage Schutzfrist vor den Gläubigern, um einen möglichen Rettungsdeal zu sichern. Eine Gerichtsentscheidung über die Anzeige wurde für Donnerstag erwartet, ein Bericht meldete jedoch, sie sei noch nicht genehmigt. Die Kette beschäftigt rund 12.000 Menschen und betreibt etwa 600 Filialen in ganz Großbritannien, darunter Dealz-Filialen in Irland, wobei die Financial Times die Zahl der Filialen mit 640 angibt. Geschäftsführer Barry Williams sagte in einem Memo an die Belegschaft, die Lage sei „unerwartet, unerwünscht und völlig vermeidbar“ und der Eigentümer habe den Zugang der Kette zu Finanzmitteln eingeschränkt. AlixPartners soll als Insolvenzverwalter bereitstehen, während Alvarez & Marsal im August beauftragt wurde, den Verkauf zu begleiten.

Wie der Verkauf scheiterte

Gordon Brothers kaufte Poundland im Juni 2025 für 1 Pfund von der polnischen Einzelhandelsgruppe Pepco und startete Anfang September einen Verkaufsprozess. Die Geschäftsführung benannte Anfang Oktober die Martin Property Group als bevorzugten Bieter, doch Gordon Brothers lehnte dieses Angebot ab. Martins Gebot lag unter den 30 Mio. Pfund Schulden, die Gordon Brothers beim Kauf der Kette übernommen hatte. Gordon Brothers verlangt zudem, dass Bieter ein von Pepco geerbtes Gesellschafterdarlehen kostenlos übernehmen – eine Forderung, die laut Financial Times Interessenten abschreckt. Der Eigentümer hat außerdem eine wichtige Kreditlinie eingeschränkt, die er dem Einzelhändler gewährte. In einer Erklärung teilte Gordon Brothers mit, der Verkauf habe Angebote für bedeutende lebensfähige Geschäftsbereiche erbracht:

„Diese Optionen werden nun objektiv bewertet, um die Unsicherheit für die Beschäftigten von Poundland und alle relevanten Beteiligten zu minimieren.“

Gordon Brothers

Käufer für Teile und Arbeitsplätze

Mehrere Einzelhändler sollen Interesse am Kauf von Teilen des Geschäfts haben. CDS Superstores, Eigentümer von Wilko und The Range, Fortress, Eigentümer von Poundstretcher, und Modella, Eigentümer von TG Jones, sollen interessiert sein, während B&M Berichten zufolge ebenfalls einige Filialen prüft. Fortress soll weniger als die Hälfte der Poundland-Filialen übernehmen wollen, um seine bestehende Kette zu ergänzen. Gordon Brothers glaubt laut Berichten, durch eine Zerschlagung von Poundland mehr erlösen zu können als durch das Martin-Angebot. Andy Bond, ehemaliger Asda-Chef, der Poundland ab 2016 führte und später für die Muttergesellschaft arbeitete, nahm an Verhandlungen über die Übernahme des Geschäfts an der Seite von Williams teil.

Prüfung durch die Regierung und wie es weitergeht

Minister sollen versucht haben, klären zu lassen, ob Gordon Brothers Poundland unnötig in die Insolvenz treibt. Der Zusammenbruch wäre in Makerfield, dem Wahlkreis von Premierminister Andy Burnham, deutlich zu spüren, wo der Einzelhändler ein Verteilzentrum betreibt. Die zehn Werktage entscheiden, ob ein Rettungskäufer für das gesamte Geschäft gefunden wird. Kommt kein Deal für das Gesamtunternehmen zustande, würde AlixPartners als Insolvenzverwalter tätig, und Teile des Filialbestands könnten unter anderen Einzelhändlern aufgeteilt werden. Die Beschäftigten in den Filialen blicken einem ungewissen Weihnachtsgeschäft entgegen; Filialverkäufe könnten einige Arbeitsplätze sichern.

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