Regierung · Lissabon

Portugals Parlament setzt zwei Untersuchungsausschüsse während der Haushaltsdebatte 2027 aus

Die Ausschüsse zur Bewertung der nationalen Prüfungen und zu Luís Neves' Amtszeit bei der Kriminalpolizei beschlossen am 27. Oktober, ihre Arbeit während der Haushaltsdebatte 2027 zu unterbrechen. Nur Chega stimmte gegen die Aussetzung der Prüfungsuntersuchung, und das Wiederaufnahmedatum des Neves-Ausschusses wird von den Medien unterschiedlich angegeben.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Observador, Notícias ao Minuto und Jornal Expresso. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Lissabon · Portugal
Wie es dazu kam
  1. 25.11.Feierlichkeiten zum Jahrestag des 25. November
  2. 26.11.Neves-Untersuchung wird laut den meisten Berichten wieder aufgenommen
  3. 2.12.Prüfungsuntersuchung wird wieder aufgenommen

Zwei Ausschüsse beschließen Unterbrechung

Am Dienstag, 27. Oktober 2026, billigte der parlamentarische Untersuchungsausschuss zur digitalen Bewertung der nationalen Prüfungen von 2025 und 2026 die Aussetzung seiner Arbeit, während das Parlament den Staatshaushalt 2027 (OE2027) berät. Nur Chega stimmte dagegen und argumentierte, der Ausschuss solle weiterarbeiten. Der Ausschuss, der Luís Neves' Amtszeit als Leiter der Kriminalpolizei (PJ) untersucht, billigte dieselbe Unterbrechung, wobei Chega und die Liberale Initiative (IL) dagegen stimmten. Im Neves-Ausschuss war zuvor ein erster Vorschlag seines Vorsitzenden André Ventura, die Arbeit fortzusetzen, abgelehnt worden, bevor die Unterbrechung angenommen wurde. Derzeit laufen vier Untersuchungen im Parlament – zu ländlichen Bränden, INEM, den nationalen Prüfungen und Luís Neves –, und das Plenum soll am Mittwoch, 28. Oktober, über die Aussetzungen abstimmen.

Zeitpunkt der Rückkehr

Der Prüfungsausschuss soll seine Arbeit am 2. Dezember wieder aufnehmen, eine Woche nach der abschließenden Gesamtabstimmung über den Haushalt 2027 am 24. November, wobei die Feierlichkeiten zum Jahrestag des 25. November dazwischenfallen. Für den Neves-Ausschuss nennen die Quellen unterschiedliche Daten. Die meisten Berichte geben eine Unterbrechung vom 28. Oktober bis 26. November an, während Notícias ao Minuto und ein Bericht von Observador den 28. November als Wiederaufnahmedatum nennen. Der Neves-Ausschuss wurde am 14. Oktober eingesetzt, um Neves' Arbeit als PJ-Direktor in seinen Amtszeiten von 2018 bis 2026 zu bewerten sowie eine mögliche Verantwortung der Regierungsmitglieder zu prüfen, die ihn ernannt und beaufsichtigt haben. Chega hatte die Untersuchung erzwungen, nachdem Kontroversen über Bauarbeiten auf einem Anwesen von Neves, heute Innenminister, durch ein Unternehmen aufgekommen waren, das Verträge mit der PJ hielt, sowie über einen Anhänger mit beschlagnahmten Chemikalien, der auf dem Gelände dieses Unternehmens abgestellt war.

Anhörungen gebilligt und abgelehnt

Der Ausschuss billigte schriftliche Anhörungen von Premierminister Luís Montenegro und Ex-Premierminister António Costa; bei Montenegro enthielten sich PSD und CDS-PP, Costas Anhörung wurde ohne Abstimmung gebilligt. Ein von IL beantragter Anhörungstermin für Altpräsident Marcelo Rebelo de Sousa wurde abgelehnt, wobei PS und PSD dagegen stimmten. Der Ausschuss lehnte zudem Anträge für die Journalistinnen Felícia Cabrita und Sandra Felgueiras ab, die die Recherchen zu den Neves-Kontroversen geleitet hatten, ebenso wie für den Berufungsrichter Carlos Alexandre und den Bürgermeister von Odemira, Hélder Guerreiro. Venturas eigene Anhörung wurde auf Vorschlag von Livre gebilligt, obwohl PSD argumentierte, sie falle nicht in die Zuständigkeit des Ausschusses, weil Chega erklärte, Unterlagen über die Arbeit des Ausschusses seien bei einem mutmaßlichen Einbruch in sein Büro im Parlament verschwunden.

Als Paulo Muacho von Livre fragte, ob Ventura nach dieser Entscheidung den Vorsitz behalten werde, antwortete er:

„Zum Zeitpunkt der Anhörung werden wir diese Position bewerten, sowohl rechtlich als auch politisch.“

André Ventura

Die Antwort öffnete die Tür dafür, dass Ventura den Ausschussvorsitz abgibt.

Chegas Drängen auf Weiterarbeit

Chega wollte, dass beide Ausschüsse parallel zur Haushaltsdebatte weiterarbeiten, doch die Mehrheit stimmte nicht zu. Ventura hatte zuvor erklärt, er befürworte keine Unterbrechung, und wiederholte diese Haltung am Montag, 26. Oktober, nach einer nichtöffentlichen Sitzung des Ausschussvorstands und der Koordinatoren, in der der Zeitplan erörtert wurde. Nach der Sitzung sagte er gegenüber Journalisten, ohne Unterstützung für seinen Vorschlag solle die am 27. Oktober gebilligte Option zur Abstimmung gestellt werden. Die Aussetzung von Ausschüssen während der Haushaltsdebatten ist eine parlamentarische Tradition, und das Plenum hatte dieselbe Unterbrechung bereits für die ständigen Ausschüsse und die Untersuchung zu den ländlichen Bränden gebilligt. Die Abstimmung im Plenum am Mittwoch, 28. Oktober, entscheidet darüber, ob die Aussetzungen der beiden Untersuchungen formell wirksam werden.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen