Chegas erstes Paket nennt 40 identifizierte Personen und zehn noch zu identifizierende, darunter der frühere Premierminister António Costa und der amtierende PJ-Direktor Carlos Cabreiro.
Livres Liste mit 25 Personen beginnt mit Luís Neves und regt an, dass André Ventura wegen Dokumenten, die bei einem Einbruch entwendet worden sein sollen, auf den Zeugenstuhl wechselt.
Die PCP will Luís Neves, Luísa Proença, Carlos Cabreiro und Álvaro Pires anhören und hat bislang keine Dokumente angefordert.
Die Parteien haben bis Sonntag, 25. Oktober, Zeit für ihre Anträge; die Kommission tagt am 26. und 27. Oktober vor der Debatte über den Staatshaushalt.
Der parlamentarische Untersuchungsausschuss zu den Mandaten von Luís Neves an der Spitze der Polícia Judiciária (PJ) hat am 14. Oktober seine Arbeit aufgenommen, nachdem er im dritten Anlauf über ein von Chega beantragtes Potestativvotum gebilligt worden war. André Ventura, der Vorsitzende von Chega, leitet die Kommission, der 24 Abgeordnete angehören: acht von der PSD, fünf von Chega, fünf von der PS, zwei von Livre und je einer von Iniciativa Liberal, PCP, CDS-PP und Juntos pelo Povo. Die Untersuchung umfasst Neves' Zeit als PJ-Direktor von 2018 bis 2026, bevor er der derzeitige Minister für innere Verwaltung wurde, sowie eine mögliche Verantwortung der Regierungsmitglieder, die ihn ernannt und beaufsichtigt haben. Zu den geprüften Vorgängen gehören das Verschwinden von Bitcoins und rund 200 beschlagnahmten Waffen, der Umgang mit Material aus der Operação Pacoba, öffentliche Aufträge an das Bauunternehmen Construbarcelos und mögliche Interessenkonflikte im Zusammenhang mit Arbeiten an Neves' Immobilien. Die Kommission soll zudem mögliche Weitergaben vertraulicher Informationen der PJ und des SIS an das Büro des damaligen Premierministers António Costa prüfen.
Chega hat am Freitag, 23. Oktober, sein erstes Paket von Beweisanträgen beim Parlament eingereicht, unterzeichnet von sechs Abgeordneten. Die Partei verlangt, dass mindestens 50 Personen angehört werden, 40 davon namentlich benannt und zehn, deren Identität der Ausschuss erst ermitteln soll. Die Liste stellt Spitzenvertreter der Regierung Polizeiführern, Richtern, Anwälten und Beamten gegenüber. Auf politischer Seite nennt sie den früheren Premierminister António Costa, dessen früheren Stabschef Vítor Escária, den früheren Generalsekretär des Innenministeriums Ricardo Carrilho sowie drei Justizministerinnen und -minister: Francisca Van Dunem, Catarina Sarmento e Castro und die amtierende Ministerin Rita Alarcão Júdice. Innerhalb der PJ nennt sie den amtierenden nationalen Direktor Carlos Cabreiro und dessen Vorgänger Almeida Rodrigues sowie den Richter Carlos Alexandre und mehrere frühere und aktuelle PJ-Verantwortliche. In ihrer Begründung beschreibt die Partei die Untersuchung als Prüfung einer mutmaßlichen Absprache zwischen staatlichen Gewalten und dem Schutznetzwerk um Neves.
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Livre hat 25 Personen vorgeschlagen, mit Luís Neves an der Spitze seiner Liste. Die Partei regt zudem an, dass André Ventura vom Vorsitz auf den Zeugenstuhl wechselt, weil er nach eigenen Angaben über relevante Dokumente verfügt, die nie veröffentlicht wurden und bei einem Einbruch in sein Büro entwendet worden sein sollen. Livre will João Santos Carvalho anhören, den Leiter von Construbarcelos, das Arbeiten in PJ-Gebäuden und an einer Immobilie von Neves im Alentejo ausgeführt hat, außerdem Justizministerin Rita Alarcão Júdice und ihre beiden Vorgänger. Die Dokumentenanträge betreffen die Kommunikation zur Operation Pacoba, einschließlich der Verwahrung und Übergabe beschlagnahmter Chemikalien, die Verwaltung beschlagnahmter Güter und der PJ-Fahrzeuge, Verträge mit Construbarcelos, das Verschwinden von Waffen und Kryptowährung sowie die Kommunikation zwischen Regierung und PJ. Das Parlament stellt einen abgeschirmten Raum zur Einsicht in die sensibelsten Dokumente bereit. Der Antrag der PCP, unterzeichnet von der Abgeordneten Paula Costa, ist deutlich kürzer: vier Namen, nämlich Neves, die frühere stellvertretende nationale Direktorin Luísa Proença, Carlos Cabreiro und Álvaro Pires, Direktor der Abteilung für Finanz- und Vermögensverwaltung. Die PCP hat bislang keine Dokumente angefordert und erklärt, dies hänge vom Verlauf der Anhörungen ab.
Die Parteien haben bis Sonntag, 25. Oktober, Zeit, ihre Anhörungsanträge bei der Kommission einzureichen. Das Präsidium und die Koordinatoren der Kommission treffen sich am Montag, 26. Oktober, die ordentliche Sitzung folgt am Dienstag, 27. Oktober. Für diese Dienstagssitzung sind zwei Stunden vorgesehen, bevor im Parlament die Generaldebatte über den Staatshaushalt 2027 beginnt. Die Zahl der Zeugen dürfte über die von Chega vorgeschlagenen 50 hinauswachsen, da dessen Liste zehn noch nicht identifizierte Personen umfasst.
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Chega, Livre und PCP haben jeweils Zeugenanträge an den parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu Luís Neves' Jahren an der Spitze der Justizpolizei geschickt; die Anträge müssen bis Sonntag, 25. Oktober, vorliegen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Observador, Notícias ao Minuto, PÚBLICO und weiteren Medien. Veröffentlicht .