Lokal · Porto

Stadtrat von Porto lehnt PS-Antrag zu Polizeieinsätzen im Wohnungsprotest-Camp ab

Der Stadtrat hat einen Antrag der Sozialisten abgelehnt, der die Polizei aufforderte, bei dem Protestcamp für Wohnraum auf gewaltsame Einsätze zu verzichten. Die Abstimmung erfolgte, nachdem in den frühen Morgenstunden des Sonntags, 1. November, ein Bildreporter von CMTV von der Polizei angegriffen worden war.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Notícias ao Minuto, PÚBLICO, Observador und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Porto · Portugal
Wie es dazu kam
  1. 10.10.Wohnungsproteste in Porto beginnen
  2. 1.11.Am frühen Sonntag zeigt ein Beamter in Zivil seine Waffe, und ein Bildreporter von CMTV wird von der Polizei angegriffen
  3. 3.11.Stadtrat lehnt PS-Antrag zu Polizeieinsätzen ab

Die Abstimmung im Stadtrat

Der Stadtrat von Porto hat am Dienstag, 3. November, einen Antrag der Sozialistischen Partei (PS) abgelehnt, der Regierung und Polizei aufforderte, bei dem Protestcamp für Wohnraum in der Stadt auf „gewaltsame Einsätze“ zu verzichten. Die Abstimmung fand in einer nichtöffentlichen Sitzung des Stadtvorstands statt. Die Koalition aus PSD/CDS-PP/IL unter Bürgermeister Pedro Duarte stimmte dagegen, gemeinsam mit dem einzigen Chega-Stadtrat Miguel Corte-Real und mit Jorge Sobrado, der auf der PS-Liste gewählt wurde und inzwischen unabhängig ist, nachdem er das Kulturressort übernommen und sich Duartes Team angeschlossen hat. Durch Sobrados Wechsel verfügt die Seite des Bürgermeisters über eine Mehrheit im Stadtrat.

Was der Antrag forderte

Der PS-Text bezeichnete drei Polizeieinsätze im Camp in den Tagen vor der Abstimmung als „unverhältnismäßig und ungerecht gegenüber der Stadt“ und erklärte, das „repressive und gewaltsame Vorgehen“ habe „neue und schwerwiegende Probleme bei der Achtung der Menschenrechte“ verursacht. Er forderte den Stadtrat auf, Regierung und Polizei zu mehr Dialog und zum Verzicht auf gewaltsame Einsätze aufzurufen. Der Antrag verlangte zudem, dass der Stadtrat seine Besorgnis über einen Polizeibeamten in Zivil zum Ausdruck bringt, der in den frühen Morgenstunden des Sonntags, 1. November, seine Waffe zeigte, und dass die Generalinspektion für innere Verwaltung (IGAI) und die Provedoria de Justiça dieses Verhalten in ihre bereits laufende Prüfung einbeziehen. Weiterhin sollte der Stadtrat seine Solidarität mit einem Bildreporter von CMTV bekunden, der in denselben frühen Morgenstunden bei seiner Arbeit von der Polizei angegriffen wurde.

Polizeivorfälle und die frühere Empfehlung

Die Wohnungsproteste in der Stadt begannen am 10. Oktober, und das Protestcamp war in den Tagen vor der Abstimmung Schauplatz mehrerer Polizeieinsätze. Der erste davon fand auf der Praça D. João I statt; der Stadtrat hatte die Provedoria de Justiça bereits etwa zwei Wochen vor der Sitzung am Dienstag gebeten, dessen Verhältnismäßigkeit zu prüfen. Diese frühere Empfehlung, eingebracht von der PS, wurde mit den Stimmen der Mehrheit angenommen. Die folgende Zeitleiste führt die datierten Ereignisse des Streits auf.

Duartes Position

Am Rande der Sitzung verteidigte Duarte die Abstimmung des Stadtrats und warf der PS vor, Öl ins Feuer zu gießen, während der Stadtrat für einen Dialog mit den Protestierenden offen sei. Er bedauere die Vorfälle und verurteile die Verantwortlichen, sagte er, und fügte hinzu:

„Das ist nicht die Stadt Porto. Die Stadt Porto erkennt sich in diesen Verhaltensweisen nicht wieder, und ich verurteile, wer auch immer für diese Haltungen verantwortlich war.“

Pedro Duarte, Bürgermeister von Porto

Duarte argumentierte, die PS habe zwischen zwei Sitzungen ihre Position geändert, ohne dass Ergebnisse der Prüfung vorlägen, und sagte:

„Die PS hat ihre Position etwas verändert und nun, ohne irgendwelche Schlussfolgerungen, einen Vorschlag vorgelegt, der eindeutig Schlussfolgerungen auf der Grundlage isolierter Bilder zieht.“

Pedro Duarte, Bürgermeister von Porto

Er stimmte mehreren Erwägungen des Antrags zu, sagte aber, er schüre die Gemüter in einer Zeit des Dialogs.

Reaktionen der Opposition

Der sozialistische Stadtrat Manuel Pizarro beklagte nach der Sitzung die Ablehnung und sagte, die im Antrag beschriebenen Ereignisse müssten die Entscheidungsträger beunruhigen und bedrücken. Auch Chegas Miguel Corte-Real stimmte dagegen, allerdings aus einem anderen Grund. Er sagte, die Polizei müsse Konsequenzen tragen, und fügte hinzu:

„Die Polizei muss offensichtlich Konsequenzen tragen und muss bewertet werden.“

Miguel Corte-Real, Einziger Chega-Stadtrat im Stadtrat von Porto

Er argumentierte jedoch, die Stadträte der Gemeinde sollten nicht diejenigen sein, die diese Bewertung vornehmen.

Nächste Schritte

Duarte sagte, die Tür zu einem Treffen mit den Protestierenden bleibe offen, sei es im Paços do Concelho oder in einem anderen Gebäude der Stadt. Die Organisatoren des Camps lehnten seine Einladung zu einem Treffen am späten Nachmittag des Dienstag, 3. November, ab. Duarte erklärte dennoch, er werde diese Option nach der Abstimmung offenhalten. Die im Antrag geforderten Prüfungen liegen weiterhin bei der Provedoria de Justiça und bei der IGAI, wo sie bereits liefen.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Orte
Porto

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen