Wirtschaft · Stuttgart

Porsche verkauft weniger Autos, doch der Gewinn erholt sich in den ersten neun Monaten 2026

Der operative Gewinn von Porsche ist im dritten Quartal auf 387 Millionen Euro zurückgekehrt, obwohl Umsatz und Auslieferungen deutlich sanken – vor allem in China. Das Unternehmen bestätigte am Dienstag, 27. Oktober, seine Prognose für 2026.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von DIE WELT, Handelsblatt, Bloomberg Business und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Stuttgart · Deutschland

Umsatzrückgang im dritten Quartal, Gewinn wieder positiv

Die Porsche AG teilte am Dienstag, 27. Oktober 2026, mit, dass der Umsatz im dritten Quartal um 7,5% auf 8,05 Milliarden Euro gesunken sei und damit leicht unter den Erwartungen der Analysten liege. Das operative Ergebnis des Quartals betrug 387 Millionen Euro, nach einem operativen Verlust von 966 Millionen Euro im Vorjahr, als Sondereffekte das Ergebnis belasteten. Die operative Umsatzrendite von 4,8% entsprach den Erwartungen. Vorstandschef Michael Leiters bestätigte die Jahresprognose. Nach neun Monaten lag der Gewinn nach Steuern bei 1,82 Milliarden Euro, gegenüber 114 Millionen Euro im Vorjahr, als der Sportwagenhersteller mitten in einer Neuausrichtung steckte.

Neunmonatszahlen und das Margenziel

Über die ersten neun Monate sank der Umsatz um fast 6% auf 25,28 Milliarden Euro, während das operative Ergebnis 1,74 Milliarden Euro erreichte, gegenüber 40 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz sank weniger stark als die Stückzahlen, die um 16% zurückgingen, weil margenstärkere Modelle zu höheren Preisen verkauft wurden. Die operative Umsatzrendite von 6,9% liegt innerhalb des für 2026 gesetzten Korridors von 5,5 bis 7,5%. Im Vorjahr war sie auf knapp über 1% gefallen, verglichen mit rund 18% beim Börsengang 2022; seither hat sich der Aktienkurs halbiert. Finanzvorstand Jochen Breckner bestätigte die zu Jahresbeginn gesetzte Prognose sowie das mittelfristige Ziel einer operativen Umsatzrendite von 10 bis 15%.

Druck auf die Stückzahlen in China

Die Auslieferungen sanken im bisherigen Jahresverlauf um 16% auf 178.352 Fahrzeuge. Den stärksten Rückgang gab es in China, wo die Stückzahlen um ein Drittel fielen. Der Konzern leidet zudem unter höheren US-Importzöllen und schwacher Nachfrage nach elektrischen Sportwagen; Porsche steckt wieder mehr Geld in Verbrennungsmotoren, weil Käufer von Luxus- und Sportwagen bei Elektromodellen zurückhaltend sind. Die Nachfrage nach dem 911 und teuren Derivaten half, den Einbruch abzufedern und die Profitabilität hoch zu halten, obwohl die Auslastung der Werke nachließ.

Porsche Betriebsergebnis, Januar bis SeptemberMrd. EUR
Jan.–Sep. 2025
0.04 Mrd. EUR
Jan.–Sep. 2026
1.74 Mrd. EUR

Daten aus dem Artikeltext

Maßgefertigte Autos und ein niedrigerer Break-even-Punkt

Laut Motor1, zitiert vom portugiesischen Portal SAPO, will Porsche die Gewinnschwelle bei weniger als 200.000 verkauften Fahrzeugen pro Jahr erreichen. Die Individualisierungsabteilung Sonderwunsch arbeitet nach Angaben von Alexander Fabig, Vizepräsident für Individualisierung und Classic, an 15 Einzelstück-Projekten; er sprach mit Automotive News. SAPO nennt für diese Fahrzeuge Preise von knapp unter 2 Millionen Euro bis zu 15 Millionen Euro. Focus, unter Berufung auf dasselbe Gespräch mit Automotive News, nennt knapp 2 Millionen US-Dollar bis etwa 15 Millionen US-Dollar – die Währungsangaben der beiden Berichte weichen also voneinander ab und werden nicht abgeglichen. Künftige Top-Sportwagen könnten mehr als das Dreifache des Einstiegs-911 kosten, und die Restaurierung eines Carrera GT, von dem zwischen 2003 und 2006 1.270 Stück gebaut wurden, kann bis zu 800.000 Euro kosten.

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