Am 21. Oktober sagte Friedrich Merz, eine Kapitulation der Ukraine und erst recht eine bedingungslose komme nicht infrage, weil sie einer Kapitulation aller Partner Deutschlands gleichkäme.
In einem Bloomberg-Interview vom 18. Oktober sagte Wolodymyr Selenskyj, es seien Schritte unternommen worden, um die Ukraine zur Kapitulation zu bewegen. Donald Trump riet ihm daraufhin, die Verhandlungen an jemand anderen zu übergeben.
Merz nannte Russlands Einfluss auf die deutsche Gesellschaft seine größte Sorge und sagte, Sabotage und hybride Angriffe auf Kommunikationssysteme fänden jeden Tag statt – eine Bedrohung, die er für unterschätzt hält.
Bundeskanzler Friedrich Merz sagte am Mittwoch, 21. Oktober, eine Kapitulation der Ukraine sei keine Option. Beim Forum Berlin Global Dialogue reagierte er damit auf den wachsenden Druck der USA auf Kyjiw. Er sagte, Deutschland und seine europäischen Partner blieben jederzeit gesprächsbereit. Merz betonte, Berlin unterstütze die Ukraine nicht, um den Krieg zu verlängern, und die Hilfe diene auch den eigenen Interessen. Eine Kapitulation jeglicher Art schloss er aus, eine bedingungslose erst recht, denn sie käme einer Kapitulation aller gleich.
„Denn das wäre eine Kapitulation von uns allen.“
Die Äußerungen des Kanzlers folgten auf ein Interview des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit Bloomberg vom 18. Oktober, in dem er sagte, es seien Schritte unternommen worden, um die Ukraine zur Kapitulation zu bewegen. Selenskyj fügte hinzu, er glaube nicht, dass dies das Ziel der Partner der Ukraine sei, auch wenn es für ihn so aussehe. Donald Trump reagierte mit dem Vorwurf, Selenskyj wolle den Krieg nicht beenden, und riet ihm, die Verhandlungen an jemand anderen zu übergeben. Merz verknüpfte seine Position mit Trumps jüngsten Annäherungen an Russland. Die Äußerungen folgten zudem Berichten über mögliche Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten, Russland und China über die Ukraine.
Merz nannte Russland die derzeit größte Gefahr für Deutschland. Seine größte Sorge sei weder die Wirtschaft, die Europäische Union, die Vereinigten Staaten noch China, sondern Russlands Einfluss auf die deutsche Gesellschaft. Er beschrieb Sabotage, hybride Angriffe auf Kommunikationssysteme und Versuche, Deutschland zu destabilisieren, und sagte, diese Angriffe fänden jeden Tag statt. Merz argumentierte, das Ausmaß dieser Bedrohung werde in Deutschland noch immer unterschätzt, und das Land müsse widerstandsfähiger werden. Er warf Moskau zudem einen grundlegenden Angriff auf die politische Ordnung vor, die nach dem Kalten Krieg entstanden sei.
„Meine größte Sorge ist der Einfluss Russlands auf unsere Gesellschaft.“
Merz äußerte sich auch zum EU-Handel mit China. Der Staatenbund sei mit unfairen Praktiken konfrontiert, über die gesprochen werden müsse, verneinte aber, dass dies der Beginn eines Handelskriegs sei. Ziel sei eine „neue Balance“ im Handel, und China sei für viele Unternehmen in Deutschland sehr wichtig. Er nannte Überkapazitäten, hohe Subventionen im Automobilsektor und in anderen Bereichen sowie eine künstlich unterbewertete Währung. Die EU wolle nicht unbedingt ihren gesamten Werkzeugkasten an Handelsmaßnahmen ausschöpfen, fügte er hinzu, sei aber bereit, sich gegen unfaire Praktiken zu verteidigen.
Merz sagte, Deutschland und seine Partner würden die Ukraine im eigenen Interesse weiter unterstützen und für Verhandlungen offen bleiben. Ein Live-Blog des Tagesspiegel trug die Schlagzeile, Russland habe sich bereit erklärt, im November Gespräche mit der Ukraine und den Vereinigten Staaten wieder aufzunehmen. Digi24 berichtete, Gegenstand der Diskussion seien mögliche Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten, Russland und China über die Ukraine. Berlins Position ist, dass eine Lösung keine ukrainische Kapitulation beinhalten kann.
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Pollar unterstützenKonflikte · Berlin
In seiner Rede beim Berlin Global Dialogue am Mittwoch, 21. Oktober, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz, Deutschland und seine Partner blieben gesprächsbereit, und warnte zugleich vor russischer Einflussnahme im Inneren Deutschlands.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Ziare.com, Deutsche Welle, Der Tagesspiegel und weiteren Medien. Veröffentlicht .