Klima · London und Paris

Polarwirbel schwächt sich ungewöhnlich früh ab – unsicheres Kälterisiko für Europa

Das Met Office und Météo France erklären, der arktische Polarwirbel schwäche sich früher als üblich ab, doch die Folgen für das Wetter in Europa bleiben ungewiss.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Le Soir, inews.co.uk, The Telegraph und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

London, Paris · Vereinigtes Königreich, Frankreich
Wie es dazu kam
  1. Anfang November 2026Der Wirbel schwächt sich ab und spaltet sich zeitweise in zwei kleinere Zirkulationen auf
  2. Mitte November 2026Einige Vorhersagen zeigen eine Umkehr der Wirbelwinde
  3. Ende November 2026Vorhergesagter Hochdruck über Südwesteuropa und Tiefdruck im Nordosten
  4. Dezember 2026Vorhergesagtes Signal für kälteres Wetter und mehr Schnee in weiten Teilen Europas

Beobachtete Abschwächung hoch über der Arktis

Das Met Office und Météo France verfolgen eine ungewöhnliche Störung im Polarwirbel, einem Band starker Winde, das im Winter normalerweise in Höhen von etwa 15 bis 50 Kilometern um den Nordpol kreist. Die Störung wurde Anfang November 2026 entdeckt, und die beiden Behörden erklären, ihre Folgen für das Wetter in Europa seien weiterhin sehr unsicher. Météo France ergänzt, das Ergebnis hänge davon ab, wie sich die Störung in den kommenden Tagen entwickle. Wissenschaftler berichten, die stratosphärischen Winde seien deutlich langsamer geworden, und der Wirbel habe sich gedehnt und sich zeitweise in zwei kleinere Zirkulationen über der Arktis aufgespalten. Vorhersagemodelle deuten auf eine mögliche Umkehr dieser Winde hin, die kältere Luft nach Süden vordringen lassen könnte.

Ein früherer Abbruch als in allen bisherigen Aufzeichnungen

Météo France erklärte gegenüber AFP, die Modelle stimmten zu Beginn des Novembers über eine erhebliche Störung der oberen Atmosphäre überein – eine Entwicklung, die es seit den 1950er-Jahren noch nie vor Ende November gegeben habe. Das Met Office erklärt, die Abschwächung sei die früheste in den 75 Jahren seit Beginn der modernen Aufzeichnungen. Jeff Knight, leitender Klimawissenschaftler beim Met Office, sagte dies gegenüber der BBC.

„Es scheint der früheste Fall seit Beginn unserer 75-jährigen Beobachtungsreihe zu sein.“

Jeff Knight, Leitender Klimawissenschaftler beim Met Office

Knight fügte hinzu, die meisten Fachleute seien sich einig, dass dies ein sehr ungewöhnliches Ereignis sei. Météo France merkt an, dass solche Störungen üblicherweise im Januar oder Februar auftreten, wenn der Wirbel typischerweise schwächer ist – der Zeitpunkt ist es also, der diese Episode besonders macht.

Mögliche Verbindungen zu El Niño

Professorin Amanda Maycock, Klimawissenschaftlerin an der University of Leeds, nennt das sich im Pazifik entwickelnde starke El Niño als eine der wichtigsten möglichen Erklärungen. Das Met Office bezeichnet dieses El Niño als das stärkste, an das sich lebende Menschen erinnern können. Maycock merkt an, während eines El-Niño-Ereignisses sei die Wahrscheinlichkeit einer plötzlichen stratosphärischen Erwärmung höher als normal, und sie vermutet, die Rekordstärke dieses Ereignisses könnte die Abschwächung nach vorn verlagert haben. Die Gründe für den frühen Zeitpunkt sind noch unklar, und das Muster könnte teilweise natürliche Schwankungen der Wettersysteme widerspiegeln. Grahame Madge, ein Sprecher des Met Office, sagte gegenüber AFP, die Auswirkungen könnten weniger ausgeprägt sein als mitten im Winter, weil die Ursprungsregionen der Luft in Sibirien und der Arktis noch nicht so kalt seien wie im Februar.

Was für Europa folgen könnte

Météo France schätzt, dass sich der Temperaturunterschied zwischen Nord- und Südeuropa innerhalb mehrerer Wochen verstärken könnte, mit kälterem Wetter im Norden und milderen Bedingungen im Süden. Die Analyse von Severe Weather Europe deutet für Ende November auf Hochdruck über Südwesteuropa und Tiefdruck im Nordosten hin, mit unterdurchschnittlichen Temperaturen und mehr Schnee im Osten. Für den Dezember sieht dieselbe Analyse ein Signal für kälteres Wetter und mehr Schnee in weiten Teilen Europas, ausgenommen den Norden und Nordosten. Einige Vorhersagen zeigen eine Umkehr der Winde bis Mitte November, die arktische Luft nach Süden vordringen lassen würde.

Das Met Office merkt an, ein geschwächter Wirbel könne die Westwinde stören und trockeneres Wetter bringen, und diese Ausblicke können sich mit der Weiterentwicklung der Modelle ändern.

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