Klima · London

Polarwirbel könnte sich Anfang November auflösen – so früh wie nie seit Beginn der Aufzeichnungen 1958

Prognosemodelle deuten auf eine deutliche Abschwächung des Polarwirbels Anfang November hin, möglicherweise etwa drei Wochen vor dem bisher frühesten Zusammenbruch. Wissenschaftler warnen, kälteres Wetter in Europa sei möglich, aber nicht garantiert.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von 20 Minuten, HotNews.ro, Xataka und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

London · Vereinigtes Königreich
Wie es dazu kam
  1. Um den 4. Nov.Laut einer Analyse von Severe Weather Europe könnten die stratosphärischen Winde die Richtung umkehren
  2. Um den 8. Nov.Einige Prognosen zeigen unterdurchschnittliche Temperaturen in West-, Mittel- und Südeuropa
  3. Zweite NovemberwocheErste Wetterauswirkungen könnten auftreten
  4. Januar 2027Langfristige ECMWF-Prognosen zeigen eine mögliche erneute Abschwächung des Wirbels

Was die Prognosemodelle zeigen

Ensemble-Vorhersagen des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF) haben sich in den vergangenen Tagen auf dasselbe Ergebnis zubewegt. Im Mitternachtslauf am Montag, 26. Oktober, projizierten 18 der 50 Szenarien, die das Zentrum täglich berechnet, einen Zusammenbruch des Wirbels innerhalb der folgenden 15 Tage. Zwölf Stunden später war die Zahl auf 23 gestiegen, am Dienstag, 27. Oktober erreichte sie 43. Bis Donnerstag, 29. Oktober wiesen alle 50 Szenarien in dieselbe Richtung. Die Modelle deuten nun auf eine Umkehr der stratosphärischen Winde zwischen dem 4. und 10. November hin, was einer plötzlichen stratosphärischen Erwärmung gleichkäme.

ECMWF-Szenarien, die einen Zusammenbruch des Wirbels innerhalb von 15 Tagen projizierenSzenarien von 50
26. Okt., Mitternachtslauf
18 Szenarien von 50
26. Okt., 12 Stunden später
23 Szenarien von 50
27. Okt.
43 Szenarien von 50
29. Okt.
50 Szenarien von 50

Daten aus dem Artikeltext

Zeitpunkt und Ausmaß

Der Polarwirbel ist ein Band starker Westwinde in etwa 12 bis 50 Kilometern Höhe über der Arktis, das sich im Herbst normalerweise verstärkt. Eine Analyse von Severe Weather Europe kommt zu dem Schluss, dass die stratosphärischen Winde um den 4. November die Richtung umkehren könnten. ECMWF-Läufe zeigen eine deutliche Abschwächung der Westwinde in der ersten Novemberwoche, wobei einige Szenarien sie vollständig auf Ost drehen. Die ECMWF-Prognosen deuten zudem auf einen Anstieg der stratosphärischen Temperaturen um bis zu 22 Grad Celsius über dem Normalwert in etwa 30 Kilometern Höhe hin, und der Wirbel könnte sich in Zentren über Sibirien und Nordamerika aufspalten. Die Prognoseanalyse verortet das erwartete Ereignis etwa drei Wochen früher als den bisherigen Rekord; eine so frühe Erwärmung ist in der Datenreihe ab 1958 nicht verzeichnet.

Mögliche Auswirkungen auf Europa

Die Prognostiker rechnen damit, dass erste Wetterauswirkungen in der zweiten Novemberwoche auftreten könnten; einige Vorhersagen zeigen um den 8. November Temperaturen unter dem saisonalen Mittel in West-, Mittel- und Südeuropa. MeteoNews erwartet, dass sich der Wirbel zwei bis drei Wochen früher als im Vorjahr abschwächt, und hält die Bildung eines kräftigen Hochs über der Nordsee für möglich, was die Bise in der Schweiz begünstigen würde. Die Vorhersagen für London legen nahe, dass Frost früher eintreten könnte als der zunächst erwartete Kälteeinbruch im Januar. NASA-Prognosen zeigen eine Abschwächung der Windzirkulation, wobei die Windstärke von 26,9 mph am 31. Oktober auf 20,5 mph am 1. November und 9,3 mph am 3. November fällt. Die Prognostiker warnen zudem, dass ein blockierendes Hoch über dem Nordatlantik und Skandinavien länger anhaltendes kaltes, trockenes Wetter nach Nordeuropa bringen könnte, während Südeuropa mildere und feuchtere Bedingungen erwarten dürfte.

NASA-Prognose zur Windstärke des Polarwirbelsmph
2026-10-31
26.9 mph
2026-11-01
20.5 mph
2026-11-03
9.3 mph

Daten aus dem Artikeltext

Vorsicht der Forscher

Wissenschaftler betonen, dass ein schwächerer Wirbel nicht automatisch Schnee oder harten Frost bedeutet. Bogdan Antonescu, Forscher für Atmosphärenphysik, sagte Euronews, eine Störung sei weiterhin unsicher und ihre Auswirkungen würden Wochen brauchen, um den Boden zu erreichen. Die Chancen auf Kälte in Europa im Dezember oder Januar seien gestiegen, dies sei aber keine Prognose eines härteren Winters.

„Es ist praktisch keine Vorhersage, die besagt, dass ein härterer Winter kommt.“

Bogdan Antonescu

Judah Cohen, Forscher am Massachusetts Institute of Technology, vertrat gegenüber Fox Weather eine entschiedenere Auffassung.

„Dies wird, denke ich, nahezu zweifellos die größte und früheste Störung des Polarwirbels seit Beginn der Aufzeichnungen sein.“

Judah Cohen

Langfristige ECMWF-Prognosen deuten auf eine mögliche erneute Abschwächung des Wirbels ab Januar 2027 hin, und ein sich im Pazifik entwickelndes El Niño fließt in die Aussichten ein. Eine Analyse von 34 stratosphärischen Erwärmungsereignissen ergab, dass diese häufig von kälteren Perioden in Nord- und Mitteleuropa gefolgt wurden.

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