Sicherheit · Paris, Marseille und Lyon

Französische Geschäfte nach Plünderungen mit Verlusten – Plattformen entfernen 1.737 Angebote

Die Handelskammern zählen nach den Protesten mehr als 2.500 beschädigte Geschäfte, die Regierung verspricht Hilfe, und die Plattformen haben 1.737 Angebote entfernt, die im Verdacht stehen, gestohlene Waren zu verkaufen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von La Libre.be, BFMTV, Le Monde.fr und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Paris, Marseille, Lyon, Bordeaux · Frankreich
Wie es dazu kam
  1. 17.10.Proteste führen zu Plünderungen; die CCI zählt an diesem Tag 2.488 betroffene Geschäfte
  2. 19.10.Die Regierung trifft Vinted, eBay, Leboncoin, Meta und TikTok wegen Angeboten mit Diebesgut
  3. 24.10.Weitere Proteste; die CCI zählt 50 betroffene Geschäfte, die Regierung nennt weniger als 100
  4. 27.10.Die CCI meldet 1.161 geplünderte, verwüstete oder niedergebrannte Geschäfte; der Minister meldet 1.737 entfernte Angebote

Wie viele Geschäfte betroffen waren

Das Handelskammernetzwerk CCI France gibt an, während der Proteste seien 1.161 Geschäfte geplündert, verwüstet oder niedergebrannt und insgesamt mehr als 2.500 beschädigt worden. Nach seiner Zählung waren am Samstag, 17. Oktober, 2.488 Geschäfte betroffen und am Samstag, 24. Oktober weitere 50. Am ersten Samstag wurden 1.061 Geschäfte schwer beschädigt, und 643 waren nach dem jüngsten Stand noch geschlossen. Andere Gesamtzahlen stimmen damit nicht überein: 20 Minutes berichtet unter Verweis auf die Pressekonferenz der CCI von 4.000 betroffenen Geschäften in ganz Frankreich, während die Regierung angibt, am 17. und 18. Oktober seien etwa 3.000 Geschäfte betroffen gewesen. Die Quellen lassen diese Zahlen nicht zusammenführen. In Marseille waren nach Angaben von Jean-Luc Chauvin von der CCI Aix Marseille Provence 527 Geschäfte betroffen, 331 beschädigt und 128 vollständig geplündert.

Betroffene Geschäfte nach Stadt, laut Netzwerk von CCI FranceGeschäfte
Marseille
527 Geschäfte
Paris
480 Geschäfte
Lyon
315 Geschäfte
Bordeaux
158 Geschäfte
Rennes
143 Geschäfte

Daten aus dem Artikeltext

Was es die Geschäfte kostet

CCI France zufolge verzeichneten die Geschäfte in den Stadtzentren an den Protest-Samstagen einen Umsatzrückgang von 80 %, auch weil Kundinnen und Kunden diese Viertel meiden. Ihr Präsident Alain Di Crescenzo schätzt den Umsatzverlust des lokalen Handels in den kommenden Wochenenden auf 1,5 Milliarden Euro. November und Dezember machten 40 % des Jahresumsatzes des lokalen Handels aus, sagte er, und da bis Jahresende noch acht Wochenenden bleiben, veranschlagt er jedes davon mit 5 %. Das Netzwerk fordert, Demonstrationen bis zum Jahresende zu verbieten. Der Sektor habe seit 2018 mehrere Krisen nacheinander durchgemacht, darunter die Gelbwestenbewegung, Covid-19, den Krieg in der Ukraine, die Unruhen nach dem Tod von Nahel Merzouk 2023 und eine schwache Kaufkraft, sagte Di Crescenzo.

„Wir müssen den Handel unbedingt wieder in Gang bringen.“

Alain Di Crescenzo

Staatliche Hilfe

Handelsminister Serge Papin sagte der Zeitung Le Parisien, der Staat werde einen Fonds in Höhe mehrerer Millionen Euro auflegen, aus dem die am stärksten betroffenen Geschäfte Hilfen von bis zu 10.000 Euro erhalten. Antragsberechtigt sind Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten und einem Umsatz unter 10 Millionen Euro; sowohl versicherte als auch nicht versicherte Einzelhändler und Gastronomen kommen in Frage. Der Fonds soll in den kommenden Wochen wirksam werden, doch Papin zufolge ist die Hilfe bereits jetzt zugesagt. Die Region Provence-Alpes-Côte d'Azur steuert 5 Millionen Euro bei, auch private Akteure wie CMA-CGM beteiligen sich nach Angaben Papins, und Bpifrance hat für tatsächlich beschädigte Geschäfte ein zinsloses Darlehen von 5.000 bis 50.000 Euro aufgelegt. Der Notfonds von Marseille hat 12 Millionen Euro zusammengetragen – von der Stadt, ihrer Metropolregion, dem Département, der Region und großen Unternehmen.

„Am 24. Oktober waren weniger als hundert betroffen, etwa zehn davon mit schweren Schäden.“

Serge Papin, Französischer Handelsminister

Papin fügte hinzu, das sei noch immer zu viel, aber ein Zeichen dafür, dass die Ordnung wiederhergestellt werde.

Wiederverkauf gestohlener Waren im Netz

Die Regierung zitierte Vinted, eBay, Leboncoin, Meta und TikTok zu einem Treffen am 19. Oktober mit Papin, der Digital-Staatssekretärin Anne Le Henanff und Vertretern der Ministerien für Handel, Inneres und Justiz. Zu den verdächtigen Angeboten gehörten versiegelte Neuware, mit neuen Artikeln gefüllte Sephora-Taschen und reduzierte Chanel-Kosmetik. Le Henanff verlangte, die Angebote unverzüglich zu entfernen. Nach Papins Darstellung entfernten die Plattformen 1.737 Angebote, sperrten 237 Konten und übermittelten 784 Meldungen an die Justizbehörden (eine andere Version der Zahl nennt fast 800). Etwa 500 Angebote werden noch geprüft. Vinted erklärte, es gelte Null-Toleranz und man kooperiere mit der Polizei; eBay und Leboncoin verwiesen auf eigene Moderationsteams; Jordan Bardella und Gabriel Attal verurteilten den Online-Verkauf von Plündergut öffentlich.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen