Wirtschaft · Athen

Pizza-Fan-Filialen stehen still: 23 Festgenommene müssen sich wegen Steuerfalls über 35 Millionen Euro vor dem Ermittlungsrichter verantworten

Die Behörden beschlagnahmten das zentrale Bestellsystem der Kette, sodass rund 110 Filialen nicht arbeiten können, während etwa 2.500 Beschäftigte Verträge behalten, die das Unternehmen nicht nutzen kann.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von NEWS 24/7, Η Ναυτεμπορική und iefimerida.gr. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Athen · Griechenland
Wie es dazu kam
  1. 26.10.Die ersten 10 Beschuldigten werden kurz vor 10:00 Uhr zum Gericht gebracht
  2. 27.10.Die übrigen 23 Beschuldigten sollen laut iefimerida aussagen

Festnahmen und Gerichtstermine

Laut Naftemporiki sind im Fall Pizza Fan 23 Personen festgenommen worden, die sich vor einem Ermittlungsrichter verantworten sollen. Iefimerida berichtet, die ersten 10 seien am Montag, 26. Oktober, kurz vor 10:00 Uhr zum Gerichtsgebäude der ehemaligen Evelpidon-Schule in Athen gebracht worden, die übrigen 23 Beschuldigten würden am Dienstag, 27. Oktober, demselben Verfahren folgen. Die beiden Medien nennen unterschiedliche Zahlen, die Gesamtzahl der Verdächtigen bleibt in der Berichterstattung daher offen. Die Staatsanwaltschaft prüft, was die Verfahrensakte als kriminelle Organisation beschreibt, die über rund ein Jahrzehnt Einnahmen verborgen haben soll. Die Vorwürfe umfassen laut Anklageschrift die Bildung, die Mitgliedschaft und die Führung einer kriminellen Organisation, Steuerhinterziehung von mehr als 150.000 Euro durch nicht abgeführte Mehrwertsteuer und unrichtige Einkommenserklärungen, unmittelbare Beihilfe zu einzelnen Taten sowie erschwerte Geldwäsche von Erlösen aus Straftaten.

Gefälschte „Treats“ und ein Kassenbestand

Naftemporiki berichtet, bezahlte Bestellungen seien als kostenlose „Treats“ verbucht worden, wodurch echte Bareinnahmen verdeckt worden seien. Ein Kunde habe eine Filiale aufgesucht und eine Quittung verlangt, woraufhin nach einem Weg gesucht worden sei, den Vorgang abzuwickeln. In einem vom Medium zitierten aufgezeichneten Gespräch fragt der als Eigentümer bezeichnete Geschäftsmann einen Buchhalter, ob die Treats zugenommen hätten, und der Buchhalter verweist auf einen Anstieg von 15 % bis 20 % in verschiedenen Monaten. Dieselben Auszüge enthalten demnach die Anweisung, interne Kommunikation nur mündlich zu führen. Ein weiteres Gespräch dreht sich um einen Kassenbestand von etwa 400.000 Euro, der laut dem Buchhalter nicht den tatsächlich vorhandenen Mitteln entspreche. Auf die Frage, wie er entstanden sei, habe er ihn mit nicht deklarierten Zahlungen an Beschäftigte in den Filialen in Verbindung gebracht.

Zentrales Bestellsystem beschlagnahmt

Die Behörden beschlagnahmten im Zuge der Steuerhinterziehungsermittlungen das zentrale elektronische System der Kette zur Annahme und Weiterleitung von Bestellungen. Keine Verwaltungsbehörde hat den Betrieb ausgesetzt, doch ohne diese Geräte ist die Abwicklung von Bestellungen äußerst schwierig, wenn nicht unmöglich. Der geschätzte Schaden für den Staat beläuft sich inzwischen auf 35 Millionen Euro; eine endgültige Zahl steht noch aus. Etwa 110 Filialen im ganzen Land sind weiterhin außer Betrieb. Unternehmensvertreter arbeiten laut Berichten daran, Callcenter und Bestellsoftware wiederherzustellen, damit die Filialen schrittweise wieder öffnen können.

Beschäftigte in der Schwebe

Rund 2.500 Beschäftigte stehen vor großer Unsicherheit. Ihre Verträge bestehen weiter, doch das Unternehmen kann ihre Arbeitsleistung nicht nutzen, was sowohl die Lohnzahlungen als auch ihre arbeits- und sozialversicherungsrechtlichen Ansprüche erschwert. Ihr Anwalt Alexandros Papastergiopoulos sagte am Montagmorgen zu ERTnews, die Beschäftigten erschienen weiterhin, um ihre Arbeitskraft anzubieten, der Arbeitgeber könne sie aber nicht annehmen. Er warnte, eine Kündigung oder ein freiwilliger Rücktritt könne Abfindungen und andere Ansprüche gefährden, und die Beschäftigten dürften diese nicht wegen einer Situation verlieren, die sie nicht verursacht hätten. Zudem warf er die Frage staatlicher Unterstützung für die Beschäftigten auf.

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