Regierung · Nashville und Knoxville

Christa Pike bricht ihr Schweigen und berichtet von ständigen Schmerzen nach gescheiterter Hinrichtung in Tennessee

Christa Pike sagte am Freitag, dem 30. Oktober, sie habe noch immer Schmerzen und tue sich schwer zu sprechen – einen Monat nach ihrer gescheiterten Hinrichtung. Ihre Anwälte wollen ihr Todesurteil in eine lebenslange Freiheitsstrafe umwandeln, doch Gouverneur Bill Lee geht davon aus, dass es Bestand hat, solange die Gerichte nicht eingreifen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Deutsche Welle, BBC, LaSexta und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Nashville, Knoxville · Vereinigte Staaten
Wie es dazu kam
  1. 1995Pike, 18, und ihr damaliger Freund töten ihre 19-jährige Mitschülerin
  2. 1996Pike wird zum Tode verurteilt
  3. 30.09.Hinrichtungsversuch scheitert; Pike überlebt zwei Dosen Pentobarbital
  4. 30.10.Pike gibt ihre erste öffentliche Erklärung seit dem Versuch ab

Erste Worte seit der gescheiterten Hinrichtung

Die 50-jährige Christa Pike sagte am Freitag, dem 30. Oktober, sie leide seit ihrem Hinrichtungsversuch am 30. September unter Schmerzen. Sie diktierte die Erklärung ihrem Rechtsteam, ihre Anwälte veröffentlichten sie. Pike sagte, sie habe ihren Frieden gemacht, bevor sie die Hinrichtungskammer betrat, und habe erwartet zu sterben; Tage später sei sie allein und verwirrt in einem Krankenhausbett aufgewacht. Sie tue sich noch immer schwer zu sprechen und beschreibe ein Leiden, das über ihren Körper hinaus bis in ihren Geist und ihre Seele reiche. Sie dankte auch den medizinischen Kräften, die ihr Leben retteten. Ihre Schmerzen brachte sie in der Erklärung unverblümt zum Ausdruck.

„Seit jener Nacht gab es keinen Moment, in dem ich keine Schmerzen hatte.“

Christa Pike, Zum Tode verurteilte Insassin

Was bei der Hinrichtung schiefging

Ihre Anwälte haben erklärt, sie habe verbrannte und mit Blasen bedeckte Arme, eine Lungenentzündung, eine schwere Schwellung der Arme und Schwierigkeiten beim Schlucken davongetragen. Medizinische Fachleute und Experten für Giftinjektionen prüfen, ob ein Defekt an der intravenösen Leitung dazu führte, dass sich das Pentobarbital im umliegenden Gewebe sammelte, statt in ihren Blutkreislauf zu gelangen. Pike hat die Verantwortung für das Scheitern der Unfähigkeit zugeschrieben und erklärt, ihr Leiden gehe über ihre körperlichen Verletzungen hinaus. Gouverneur Bill Lee ordnete eine Untersuchung der Vorgänge an und verschob die für dieses Jahr geplante weitere Giftinjektion des Bundesstaates. Der Leiter des Strafvollzugs des Bundesstaates ist zurückgetreten, während das Tennessee Department of Correction sein Verfahren verteidigt hat, ohne bislang zu erklären, warum die Hinrichtung nicht wie geplant verlief.

Ihr Zustand und wo sie festgehalten wird

Ihre ersten Tage verbrachte sie bewusstlos und beatmet im Krankenhaus. Seither wurde sie in das Debra K. Johnson Rehabilitation Center in Nashville zurückgebracht, wo sie in der Krankenstation untergebracht und weitgehend von anderen Insassinnen und Insassen isoliert ist. Pike sagte, sie habe 28 Jahre in Einzelhaft verbracht, und sie sehe einen großen Teil ihrer derzeitigen Lage als Wiederholung davon. Das Death Penalty Information Center bezeichnet sie als die einzige bekannte Person, die eine Giftinjektion während einer Hinrichtung überlebt hat. Sie sagt, sie versuche, das Geschehene zu begreifen.

Wie es weitergeht

Lee hat gegenüber Journalisten erklärt, er gehe davon aus, dass ihr Urteil unverändert bleibt, sofern die Gerichte nicht anders entscheiden; ihre Anwälte haben ihn gebeten, es in eine lebenslange Freiheitsstrafe umzuwandeln. CNN berichtete, sie stehe nun vor einem offenbar langen juristischen Kampf, um einen zweiten Versuch ihrer Hinrichtung zu verhindern. Ob und wann Tennessee einen neuen Anlauf unternehmen würde, ist unklar. Pike beendete ihre Erklärung mit ihrer ungewissen Zukunft und sagte, sie versuche, Tag für Tag zu gesunden. Diese Ungewissheit beschrieb sie mit eigenen Worten.

„Ich weiß nicht, warum ich jene Nacht überlebt habe. Ich weiß nicht, was als Nächstes kommt.“

Christa Pike, Zum Tode verurteilte Insassin

Die Tat von 1995 und der Fall hinter der Hinrichtung

Pike war 18, als sie und ihr damaliger Freund im Jahr 1995 ihre 19-jährige Mitschülerin folterten und töteten, nachdem sie das Opfer in einem Berufsvorbereitungslager für benachteiligte junge Menschen kennengelernt hatten. Die Tat ereignete sich in einer abgelegenen Gegend bei Knoxville, und Pike wurde 1996 zum Tode verurteilt. Ihr Mitangeklagter war zur Tatzeit noch nicht volljährig, weshalb ihm die Todesstrafe nicht drohte; er sitzt weiterhin im Gefängnis. Die Mutter des Opfers, die der gescheiterten Hinrichtung beiwohnte, nannte diese ein "Fiasko" und sagte gegenüber einem lokalen Ableger des Senders ABC News in Florida, der Staat schulde ihr eine Entschuldigung. LaSexta berichtet zudem, dass Tennessee seit 1977 17 Menschen hingerichtet hat und dass 42 Menschen im Todestrakt sitzen.

Hinrichtungen in Tennessee seit 1977 und derzeitige Insassen im TodestraktPersonen
Seit 1977 hingerichtet
17 Personen
Im Todestrakt
42 Personen

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