Wirtschaft · Paris

Pierpaolo Piccioli verlässt Balenciaga nach 16 Monaten, Kering will Nachfolge benennen

Kering kündigt an, dass für das spanische Haus in Kürze ein neuer Kreativdirektor benannt wird. Damit enden Pierpaolo Picciolis 16 Monate an der Spitze, in denen vier Kollektionen entstanden, eine davon Haute Couture.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Il Messaggero, Adnkronos, der Standard und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Paris · Frankreich
Wie es dazu kam
  1. Folgende QuartaleUmsätze sinken erneut, besonders das Prêt-à-porter ist schwach
  2. Oktober 2026Piccioli zeigt seine letzte Show in Paris
  3. 5.11.Kering bestätigt, dass Piccioli Balenciaga verlässt

Der Abgang

Kering bestätigte am Donnerstag, 5. November, dass Pierpaolo Piccioli die Kreativdirektion von Balenciaga verlässt, dem spanischen Haus im Besitz des französischen Luxuskonzerns. Der italienische Designer, der zuvor als Kreativdirektor bei Valentino tätig war, verbrachte 16 Monate bei dem Label. In dieser Zeit präsentierte er vier Kollektionen, eine davon Haute Couture. Er war geholt worden, um die Nachfolge von Demna anzutreten und das Couture-Erbe des Hauses wieder ins Zentrum der Arbeit zu rücken. Der Konzern erklärte, ein neuer Kreativdirektor werde in Kürze bekannt gegeben. Der Abgang erfolgt rund einen Monat, nachdem Anthony Vaccarello Saint Laurent verlassen hat, eine weitere Marke von Kering.

Reaktionen von Kering und dem Designer

Luca de Meo, Vorstandsvorsitzender von Kering, lobte den Designer und erklärte, der Konzern wolle den avantgardistischen Geist des Hauses lebendig halten. Er fügte hinzu:

„Pierpaolo ist ein außergewöhnlicher Designer und ein kreatives Talent, für das wir größten Respekt haben.“

Luca de Meo, Vorstandsvorsitzender von Kering

Gianfranco Gianangeli, Präsident und Vorstandsvorsitzender von Balenciaga, dankte Piccioli für sein Engagement, seine Großzügigkeit und seine Zusammenarbeit. In einem langen Instagram-Beitrag reflektierte Piccioli über die Couture-Wurzeln seiner Arbeit und über einen gemeinsamen Traum, an den das Team geglaubt habe. Sein Abschiedsbeitrag begann mit dieser Zeile:

„Sie werden dir sagen, du sollst nicht leuchten, und du leuchtest trotzdem.“

Pierpaolo Piccioli, Italienischer Designer

Der Beitrag endete mit dem Satz, jedes Kapitel existiere, um den Weg für das nächste zu öffnen.

Umsätze unter Piccioli

Der Mutterkonzern beschrieb den Plan als Verbindung der Feinheit von Picciolis Arbeit mit einem jüngeren Publikum. Anfang 2026 erholten sich die Umsätze leicht, gestützt auf neue Accessoires und die Rückkehr der Tasche Le City Moto, bevor sie in den folgenden Quartalen erneut sanken, wobei besonders das Prêt-à-porter schwach war. Kering weist die Jahresumsätze nicht nach Marken aus. Der Konzernumsatz sank im dritten Quartal um 1 %, während andere Konzernmarken wie Gucci und Bottega Veneta gewachsen sind. Piccioli zeigte seine letzte Show im Oktober in Paris.

Vorgänger und Nachfolge

Piccioli trat die Nachfolge von Demna an, der rund ein Jahrzehnt bei Balenciaga tätig war und dem Haus seine übergroßen Silhouetten gab. Laut El País war Demnas Schatten über dem Haus für seinen Nachfolger zu lang, und Piccioli hatte Cristóbal Balenciaga in einem Interview zuvor als sein Vorbild bezeichnet. Ein Nachfolger ist noch nicht benannt. Gerüchte verweisen auf Martine Rose, die bei Balenciaga mit Demna zusammengearbeitet hat, und auf Glenn Martens von Maison Margiela. Auf Nachfrage zum Abgang wollte sich die Konzernführung von Kering nicht äußern. Ein Kommentar in Il Sole 24 Ore argumentiert, die Verantwortung sei geteilt, da die Häuser von Kering inzwischen kollektiv mit dem Vorstandsvorsitzenden als zentraler Figur agierten.

Umfassendere Veränderungen im Konzern

Vaccarello stand zehn Jahre an der Spitze von Saint Laurent, bevor er im Oktober ging. Im selben Monat verließen Veronica Leoni Calvin Klein und Sean McGirr Alexander McQueen, das ebenfalls zu Kering gehört. Picciolis Abgang reiht sich in eine Serie kreativer Abgänge im gesamten Konzern ein, und der kommende Direktor übernimmt ein Label, dessen Umsätze seit seiner Ankunft unbeständig waren.

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