Kurz gefasst
Die Aktie verlor am Donnerstag, 22. Oktober 2026, zwischen 7% und 8%, nachdem der Umsatz zu konstanten Wechselkursen um 4,3% gestiegen war statt der erwarteten 5,2%.
Finanzvorstand Eric du Halgouët nannte den weiter fallenden chinesischen Immobilienmarkt, geringes Verbrauchervertrauen und eine hohe Sparquote; Hermès betreibt 31 Geschäfte in China.
Der organische Konzernumsatz von Kering sank in den drei Monaten bis Ende September um 1% auf 3,3 Mrd. Euro, Gucci fiel um 6% statt der erwarteten 2,8%, während die übrigen Modemarken um 2% zulegten.
LVMH meldete im Oktober 2026 einen Rückgang der organischen Umsätze um 1,8%, und Hermès hielt seinen Jahresausblick trotz eines sich verschlechternden makroökonomischen und geopolitischen Umfelds aufrecht.
Hermès-Aktie fällt nach Umsatz im dritten Quartal
Die Aktie von Hermès ist am Donnerstag, 22. Oktober 2026, in Paris deutlich gefallen, nachdem das Luxushaus für das dritte Quartal Umsätze gemeldet hatte, die unter den Prognosen der Analysten blieben. Der Standard berichtete von einem Minus von 8%, n-tv von einem Rückgang von mehr als 7% im Vormittagshandel. Der Umsatz stieg zu konstanten Wechselkursen um 4,3% auf 4,10 Mrd. Euro, während Analysten 5,2% erwartet hatten. Die Analysten von Jefferies bezeichneten den Handelstag als sehr schmerzhaft für die Aktie, und n-tv berichtete, dass der Kurs seit Jahresbeginn rund 40% verloren hat.
Chinas Schwäche und der Ausblick
Finanzvorstand Eric du Halgouët machte den weiterhin fallenden chinesischen Immobilienmarkt verantwortlich, dazu ein geringes Verbrauchervertrauen, eine hohe Sparquote und neue Steuerregeln für chinesische Steuerzahler. Die Aktivität sei im dritten Quartal leicht zurückgegangen, aber stabil geblieben, was in einem sehr schwierigen Markt eine beachtliche Leistung sei. Hermès betreibt 31 Geschäfte in China und erklärte, dort weiter zu investieren.
„Wir sind langfristig von China überzeugt, wir haben ein sehr hochwertiges Netz, es sind nur 31 Geschäfte, deshalb investieren wir weiter.“
Hermès hielt an seinem Ausblick für das Gesamtjahr fest, trotz eines sich nach eigener Darstellung verschlechternden makroökonomischen und geopolitischen Umfelds, und bestätigte das ehrgeizige mittelfristige Ziel eines Umsatzwachstums zu konstanten Wechselkursen. Bloomberg berichtete, dass die Region Asien-Pazifik ohne Japan, der größte Markt der Gruppe, zu konstanten Wechselkursen stagnierte und die Schätzungen verfehlte.
Regionale Zahlen und Details zu den Sparten
Die Angaben unterscheiden sich je nach Quelle. Keystone-ATS, verbreitet über SWI swissinfo.ch, meldete einen Anstieg um 5,5% auf rund 4,1 Mrd. Euro, etwas unter den Analystenprognosen. Lederwaren und Sattlerei, das Kerngeschäft, legten um 12,4% auf 1,9 Mrd. Euro zu. Der Umsatz in Amerika stieg um 10,7% und in Europa ohne Frankreich um 8,6%, während Frankreich um 3,6% und Asien-Pazifik ohne Japan um 3,8% nach berichteten Zahlen wuchsen. Japan legte zu aktuellen Wechselkursen um 3,4% zu und um 9,6% ohne Währungseffekte.
- Amerika
- 10.7 %
- Europa ohne Frankreich
- 8.6 %
- Japan
- 3.4 %
- Asien-Pazifik ohne Japan
- 3.8 %
- Frankreich
- 3.6 %
Daten aus dem Artikeltext
Kering und die gesamte Luxusbranche
Der organische Umsatz von Kering sank in den drei Monaten bis Ende September um 1% auf 3,3 Mrd. Euro und lag damit laut Financial Times etwa im Rahmen der Erwartungen. Der Gucci-Umsatz fiel um 6%, belastet durch schwache Nachfrage im chinesischen Festland und in Japan, während Analysten einen Rückgang von 2,8% erwartet hatten. Die übrigen Modemarken des Konzerns, darunter Saint Laurent und Bottega Veneta, legten um 2% zu. Vorstandschef Luca de Meo, der vor gut einem Jahr von Renault kam, hat die Aktivitäten der unabhängigen Kering-Marken zusammengeführt, Teile der Produktion integriert und einige Entscheidungen zentralisiert.
„Der Umsatz im dritten Quartal spiegelt die von uns erwartete zeitliche Verteilung in einem schwächeren makroökonomischen Umfeld wider. Die Erholung von Gucci bleibt unsere zentrale Priorität.“
LVMH meldete im Oktober 2026 einen Rückgang der organischen Umsätze um 1,8% und eröffnete damit eine für die Branche erwartet schwierige Berichtssaison. Die Ergebnisse von Hermès fielen laut Financial Times gemischt aus, und die Nachfrage leidet unter dem Konflikt im Nahen Osten sowie unter einer anhaltenden Inflation, die die Kaufkraft aufstrebender Konsumentenschichten geschmälert hat.
- Kering-Konzern (organisch)
- -1 %
- Gucci
- -6 %
- Weitere Modemarken von Kering
- 2 %
- Hermès (zu konstanten Wechselkursen)
- 4.3 %
Daten aus dem Artikeltext