Gesundheit & Bildung · Lissabon
Portugal lässt Fachpflegekräfte Schwangerschaften mit niedrigem Risiko in der Primärversorgung überwachen
Das Despacho Normativo n.º 11/2026, am 28. Oktober 2026 im Diário da República veröffentlicht, regelt ein Pilotprojekt in 12 lokalen Gesundheitseinheiten. Der Erlass tritt am folgenden Tag, Donnerstag, 29. Oktober, in Kraft.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Correio da Manha, Observador, PÚBLICO und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Das am 28. Oktober 2026 veröffentlichte Despacho Normativo n.º 11/2026 erlaubt Fachpflegekräften für Mutter- und Geburtshilfe (EEESMO) ab dem 29. Oktober, Schwangerschaften mit niedrigem Risiko in der Primärversorgung zu begleiten.
Das Pilotprojekt wird in 12 ULS erprobt. Die Direção Executiva und die SPMS haben 90 Tage Zeit, es in die Praxis umzusetzen; das Modell wird nach 12 Monaten bewertet.
Die Regierung nennt den wachsenden Mangel an Fachärzten für Allgemein- und Familienmedizin als Grund dafür, die Schwangerschaftsüberwachung für Pflegekräfte zu öffnen.
Das Projekt wurde im September 2025 vorgestellt und im Februar 2026 durch das Despacho 1572/2026 geschaffen, doch im Mai 2026 verließ die Vertreterin der Pflegekräfte die Arbeitsgruppe.
- Mai 2026Die Vertreterin der Pflegekräfte verlässt die Arbeitsgruppe
- Juli 2026Quellen erklären gegenüber DN, das Projekt sei gefährdet
- 28.10.Despacho Normativo n.º 11/2026 im Diário da República veröffentlicht
Die portugiesische Regierung hat am Mittwoch, 28. Oktober 2026, das Despacho Normativo n.º 11/2026 im Diário da República veröffentlicht und damit die Regeln für ein Pilotprojekt gebilligt, in dem Fachpflegekräfte für Mutter- und Geburtshilfe (EEESMO) Schwangerschaften mit niedrigem Risiko in der Primärversorgung begleiten. Der Erlass tritt am Donnerstag, 29. Oktober, in Kraft. Das Pilotprojekt läuft in 12 lokalen Gesundheitseinheiten (ULS), die in ihre Primärversorgungsdienste eingebunden und mit den gynäkologischen und geburtshilflichen Abteilungen der Krankenhäuser verbunden sind; nach 12 Monaten ist eine Bewertung des Modells vorgesehen.
Was das Pilotprojekt erlaubt
Nach dem Erlass dürfen Fachpflegekräfte Schwangerschaften mit niedrigem Risiko begleiten, die vereinbarten klinischen Protokolle anwenden und ergänzende diagnostische Untersuchungen sowie Screening-Tests anfordern. Sie können zudem vorbeugende Maßnahmen wie Supplementierung und Impfungen nach den geltenden Vorschriften durchführen. Die Überwachung soll so früh wie möglich beginnen, wobei die erste Beurteilung idealerweise bis zur 9. Schwangerschaftswoche und dem 6. Tag durch eine Fachpflegekraft erfolgt. Kann in diesem Zeitfenster kein Arzttermin gesichert werden, übernimmt die Pflegekraft die Beurteilung. Das Risiko wird während der gesamten Schwangerschaft neu bewertet; eine Schwangerschaft, die spezialisiertere Betreuung benötigt, verlässt das Modell und wird nach den Protokollen der ULS überwiesen.
Begründung der Regierung
Die Regierung erklärt, die Maßnahme reagiere auf den wachsenden Mangel an Fachärzten für Allgemein- und Familienmedizin und auf die Notwendigkeit eines rechtzeitigen Zugangs zur Schwangerschaftsüberwachung. Ziel sei es, die verfügbaren Ressourcen besser zu nutzen, ohne Qualität oder klinische Sicherheit zu beeinträchtigen. Das Sindicato dos Enfermeiros argumentiert, kooperative Modelle in ständiger Abstimmung mit Hausärzten und Krankenhausdiensten seien sicher und wirksam, und verweist auf internationale wissenschaftliche Erkenntnisse sowie auf ihre Anwendung in anderen europäischen Ländern. Der Präsident der Gewerkschaft, Luís Silva, nannte die Maßnahme einen „natürlichen Schritt“ und eine Frage elementarster beruflicher Gerechtigkeit, nachdem die Gewerkschaft dies zuvor von der Regierung gefordert hatte.
Reaktionen der Pflegeorganisationen
Auch die Ordem dos Enfermeiros begrüßte den Erlass. Ihr Präsident Luís Filipe Barreira sagte der Nachrichtenagentur Lusa, die Regeln entsprächen einer Position, die die Ordem seit Langem vertrete, und lobte den politischen Mut der Gesundheitsministerin Ana Paula Martins. Ziel sei, dass Schwangere rechtzeitig einen Termin, eine regelmäßige Nachsorge und einen klaren Ansprechpartner für Fragen erhalten. Er fügte hinzu:
„Wir freuen uns besonders, denn diese Entscheidung wird Frauen eine konkrete Antwort geben, die heute Wochen oder Monate ihrer Schwangerschaft ohne jede Betreuung verbringen.“
Hintergrund des Pilotprojekts
Das Diário de Notícias berichtet, das Gesundheitsministerium habe das Projekt im September 2025 als eine seiner wichtigsten Maßnahmen zur Verbesserung des Zugangs von Schwangeren zur Versorgung vorgestellt. Das Despacho n.º 1572/2026 schuf es im Februar 2026 und legte seine Leitlinien fest. Danach folgte eine Arbeitsgruppe, doch im Mai verließ die Vertreterin der Pflegekräfte diese mit der Begründung, das Entstehende entspreche weder dem, was dem Berufsstand versprochen worden sei, noch dem Despacho vom Februar. Im Juli erklärten Quellen gegenüber DN, das Projekt sei gefährdet, während die Direção Executiva erklärte, die Gruppe arbeite weiter.
Nächste Schritte
Laut PÚBLICO wurde der Erlass fast neun Monate nach dem Entwurf des Projekts veröffentlicht. Dem DN zufolge haben die Direção Executiva und die SPMS 90 Tage Zeit, das Projekt in die Praxis umzusetzen. Das Pilotprojekt soll in 12 ULS erprobt werden, und das Modell wird nach 12 Monaten bewertet.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Correio da ManhaGewerkschaft der Pflegekräfte hebt Schwangerschaftsüberwachung als „historischen Meilenstein für den Berufsstand“ hervorSindicato dos Enfermeiros destaca vigilância da gravidez como "marco histórico para a classe" · Original auf Portugiesisch
- ObservadorFachpflegekräfte werden Schwangerschaften mit geringem Risiko in einem Pilotprojekt betreuenEnfermeiros especialistas vão acompanhar grávidas de baixo risco em projeto-piloto · Original auf Portugiesisch
- PÚBLICO„Eine schwierige, aber historische Geburt“. Überwachung von Schwangerschaften mit geringem Risiko durch Fachpflegekräfte schreitet voranUm parto difícil, mas histórico". Avança vigilância das grávidas de baixo risco por enfermeiros especialistas · Original auf Portugiesisch
- Notícias ao MinutoSchwangerschaftsüberwachung durch Fachpflegekräfte? „Historischer Schritt“Vigilância da gravidez por enfermeiros especialistas? "Passo histórico" · Original auf Portugiesisch
- Ana Paula Martins
- Portugiesische Gesundheitsministerin
- Luís Silva
- Präsident des Sindicato dos Enfermeiros, der die Maßnahme einen natürlichen Schritt nannte
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