Regierung · Warschau
Sejm sperrt wPolsce24-Reporter Samuel Pereira für drei Monate – PiS spricht von Presseunterdrückung
Der Sejm hat den wPolsce24-Reporter Samuel Pereira für drei Monate vom Parlamentsgebäude ausgeschlossen, gerechnet ab dem 30. Oktober. Am 4. November wurde ihm der Presseausweis verweigert; PiS und ein Journalistenverband verurteilen die Maßnahme.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von NIEZALEZNA.PL, Press.pl, naTemat.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Pereira zufolge hat Sejmmarschall Włodzimierz Czarzasty eine dreimonatige Sperre ab dem 30. Oktober verhängt; eine von ihm veröffentlichte E-Mail der Kanzlei nennt dasselbe Startdatum.
Die Marschallgarde verweigerte Pereira am 4. November einen einmaligen Presseausweis und berief sich dabei auf den Vorfall mit dem Abgeordneten Paweł Śliz vom 22. Oktober.
PiS-Sprecher Rafał Bochenek kritisierte die Maßnahmen am 6. November auf einer Pressekonferenz im Sejm, und das Centrum Monitoringu Wolności Prasy der SDP legte entschieden Protest ein.
Das Schreiben räumt Pereira sieben Tage ab Zustellung ein, um eine Überprüfung zu beantragen; ob er dies getan hat, geht aus den Artikeln nicht hervor.
- 4.11.Die Marschallgarde verweigert Pereira einen einmaligen Presseausweis; Karnowski veröffentlicht das Schreiben am Abend auf X
- 5.11.Über die Aufnahme des Wortwechsels mit Śliz, veröffentlicht vom wPolsce24-Redakteur Marek Pyza, wird berichtet
- 6.11.PiS-Sprecher Rafał Bochenek kritisiert die Beschränkungen auf einer Pressekonferenz im Sejm
Drei Monate Sperre und verweigerter Presseausweis
Der Sejm hat Samuel Pereira, einem Reporter des rechtsgerichteten Senders wPolsce24, für drei Monate den Zutritt zum Parlamentsgebäude untersagt, gerechnet ab dem 30. Oktober. Pereira zufolge stammt die Sperre von Sejmmarschall Włodzimierz Czarzasty; er veröffentlichte eine E-Mail der Kanzlei, die einem anderen Journalisten vorliegt und dasselbe Startdatum nennt. Am 4. November verweigerte ihm die Marschallgarde die Ausstellung eines einmaligen Presseausweises und berief sich dabei auf einen Vorfall vom 22. Oktober sowie auf die Verordnung des Marschalls vom 9. Januar 2008. Das von Andrzej Czarnota übermittelte Schreiben hält fest, Pereira könne innerhalb von sieben Tagen nach Zustellung eine Überprüfung beantragen. Ob er einen solchen Antrag gestellt hat, geht aus den Artikeln nicht hervor.
Der Vorfall mit Paweł Śliz
Das Schreiben bringt die Sperre mit einem Vorfall vom 22. Oktober in Verbindung, bei dem Pereira erneut die Ausführungen des Abgeordneten Paweł Śliz von Polska 2050 störte und dem Abgeordneten den Zugang zu den Klubräumen versperrte. Berichte schildern, dass er zunächst die Aussagen des Abgeordneten gegenüber anderen Medien übertönte und ihm dann durch einen Korridor folgte. Eine von wPolsce24-Redakteur Marek Pyza auf X veröffentlichte Aufnahme zeigt Pereira, wie er Śliz nach Drohungen von Roman Giertych fragt, ab Januar werde es keinen Haushalt geben. Śliz verweigert die Antwort und schiebt das Mikrofon mit der Hand beiseite. Pereiras Worte auf der Aufnahme lauteten:
„Ich frage Sie in diesem Moment, bitte drehen Sie sich nicht weg, das ist unhöflich von Ihnen.“
Karnowski nannte den Vorfall eine belanglose Auseinandersetzung und warf Śliz vor, eine Beschwerde eingereicht zu haben, die zu der Sperre geführt habe.
Reaktionen von PiS, Presseverbänden und wPolsce24
PiS-Sprecher Rafał Bochenek sagte am 6. November auf einer Pressekonferenz im Sejm, der Marschall schränke den Zugang für kritische Medien Schritt für Schritt ein. Er verknüpfte den Fall Pereira mit dem von Miłosz Kłeczek, einem Reporter von TV Republika, dessen Zugang Ende September von Marek Siwiec, dem Leiter der Sejmkanzlei, eingeschränkt worden war. Bochenek sagte:
„Schritt für Schritt, Tag für Tag wird der Zugang für Journalisten freier, unabhängiger Medien eingeschränkt.“
Im Programm forderte Karnowski eine Erklärung und setzte den Zugang für Pereira wieder her; er beschrieb ihn als erfahrenen Reporter, der regelmäßig im Sejm arbeitet. Er sagte:
„Das ist schlicht politische Unterdrückung.“
Das Centrum Monitoringu Wolności Prasy (CMWP) der Gesellschaft der Polnischen Journalisten (SDP) protestierte entschieden gegen die als rechtswidrig und willkürlich bezeichnete Sperre; in seinem Schreiben war von unbequemen Journalisten und vorbeugender Zensur die Rede. Krzysztof Stanowski, Gründer von Kanał Zero, verteidigte Pereira und stellte die dreimonatige Sperre dem angeblichen körperlichen Angriff von Wojciech Czuchnowski auf den PiS-Abgeordneten Dariusz Matecki gegenüber. Die Artikel weisen zudem darauf hin, dass nach einem früheren Sejm-Zwischenfall mit einem Journalisten der Gazeta Wyborcza und Matecki der Zugang für zwei Monate ausgesetzt wurde.
Verfahren und offene Fragen
Als Pereira am Morgen des 4. November zum Schalter für Presseausweise im Sejm ging, erklärten die Mitarbeiter, sie hätten von der Medienstelle (Biuro Obsługi Mediów) die Anweisung erhalten, ihn nicht zuzulassen. Wer die Entscheidung getroffen habe, wollten sie nicht sagen. Am Schalter wurden weder eine Rechtsgrundlage noch eine schriftliche Begründung genannt. Pereira arbeitet seit September 2024 für wPolsce24 und war zuvor stellvertretender Direktor der Telewizyjna Agencja Informacyjna unter der PiS-Regierung, wo er für TVP Info verantwortlich war.
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- 04.11Sejm schließt wPolsce24-Reporter Samuel Pereira für drei Monate aus, Presseausweis am 4. November verweigert
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Quellen und Kontext
- NIEZALEZNA.PLPiS schlägt Alarm: Freie Medien aus dem Sejm gedrängt! „Das ist eine Einschränkung der Demokratie“PiS alarmuje: wolne media wypychane z Sejmu! "To ograniczanie demokracji" · Original auf Polnisch
- Press.plSamuel Pereira mit dreimonatigem Hausverbot für den Sejm. SDP verteidigt ihnSamuel Pereira z trzymiesięcznym zakazem wstępu do Sejmu. Broni go SDP · Original auf Polnisch
- naTemat.plSamuel Pereira auf der schwarzen Liste von Czarzasty. Er wird den Sejm so schnell nicht betretenSamuel Pereira na czarnej liście Czarzastego. Szybko do Sejmu nie wejdzie · Original auf Polnisch
- wpolityce.plStanowski zur Verteidigung von Pereira! Er erinnerte an den Fall CzuchnowskiStanowski w obronie Pereiry! Przypomniał sprawę Czuchnowskiego · Original auf Polnisch
- Włodzimierz Czarzasty
- Sejmmarschall, der Pereira zufolge die Sperre verhängt hat
- Rafał Bochenek
- PiS-Sprecher, der die Beschränkungen auf einer Pressekonferenz im Sejm kritisierte
- Jacek Karnowski
- Chefredakteur von wPolsce24, der das Schreiben veröffentlichte und eine Erklärung forderte
- Paweł Śliz
- Abgeordneter von Polska 2050, beteiligt am Vorfall mit Pereira am 22. Oktober
- Krzysztof Stanowski
- Gründer von Kanał Zero, der Pereira verteidigte
- Marek Siwiec
- Leiter der Sejmkanzlei, der die Beschränkung gegen Kłeczek verhängte
- Orte
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