Wahlen · Jerusalem

Israel: Nachwahlbefragungen sehen Netanjahus Lager und Opposition nach erster Wahl seit dem 7. Oktober gleichauf

Nachwahlbefragungen nach der Abstimmung am Dienstag deuten darauf hin, dass keine Seite in der 120 Sitze umfassenden Knesset eine Mehrheit erreichen kann. Der Likud wird als stärkste Einzelpartei prognostiziert, während die arabischen Listen deutliche Zugewinne verzeichnen dürften.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von The Telegraph, RTE.ie, Deutsche Welle und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Jerusalem · Israel
Wie es dazu kam
  1. Wahltag, 27. Oktober 2026Die Israelis wählen zum ersten Mal seit dem Angriff vom 7. Oktober 2023
  2. Abend des 27. Oktober 2026Die nach Ende der Stimmabgabe veröffentlichten Nachwahlbefragungen zeigen für keines der Lager eine klare Mehrheit
  3. Frühe Morgenstunden des 28. Oktober 2026Zwei Sender sehen beide Lager bei 51 Sitzen, einer gibt der Opposition noch einen knappen Vorsprung

Nachwahlbefragungen deuten auf Patt hin

Israel hat am Dienstag, 27. Oktober, seine erste Parlamentswahl seit dem Angriff vom 7. Oktober 2023 abgehalten; die Wahlbeteiligung lag bei fast 78 Prozent, dem höchsten Wert seit 1999. Die am Abend veröffentlichten Nachwahlbefragungen deuteten darauf hin, dass keines der Lager eine Mehrheit erreichen würde, was die Aussicht auf eine weitere Wahl innerhalb von Monaten eröffnet. Drei große Sender sahen zunächst einen leichten Vorsprung für die Opposition, doch in den frühen Morgenstunden des 28. Oktober lagen bei zwei von ihnen beide Lager bei jeweils 51 Sitzen, während der dritte der Opposition noch einen knappen Vorsprung gab. Nachwahlbefragungen waren bei früheren israelischen Wahlen nicht immer zutreffend, und das amtliche Ergebnis wird davon abhängen, ob kleinere Parteien die Sperrklausel von 3,25 Prozent überwinden.

Oppositionslager und Netanjahu-Block

Eisenkots Partei Jashar und drei weitere jüdische Oppositionsgruppen sollten nach Prognosen der großen israelischen Fernsehsender 52 bis 53 Sitze gewinnen, während Netanjahus Koalition auf etwa 50 Sitze geschätzt wurde. Die Koalition regiert seit vier Jahren und vereint seinen Likud mit zwei ultranationalistischen und zwei ultraorthodoxen Parteien. Die großen Fernsehsender prognostizierten den Likud mit 24 bis 27 Sitzen als stärkste Einzelpartei. Eisenkot, ein ehemaliger Generalstabschef, machte die Beendigung der Ausnahmen vom Wehrdienst für ultraorthodoxe Männer zum Kern seines Wahlkampfs.

Arabische Parteien als Königsmacher

Israels beide arabische Parteien sollten 17 bis 18 Sitze gewinnen, nach 10 in der scheidenden Knesset. Nachwahlbefragungen geben der religiösen muslimischen Partei Ra'am sieben Sitze, sodass jede Regierung sie in irgendeiner Form einbinden müsste. Mansour Abbas, ein führender israelisch-arabischer Politiker, sagte, die Rechte habe eine Niederlage erlitten, und er sei offen für eine Zusammenarbeit mit Eisenkot. Eisenkot hat erklärt, er werde nicht mit israelisch-arabischen Politikern regieren – ein Szenario, vor dem Netanjahu seine Wähler gewarnt hatte.

Reaktionen und nächste Schritte

Eisenkot sagte seinen Anhängern, die Bevölkerung habe für den Wandel gestimmt, und versprach, zügig eine Regierung zu bilden. Ein würdiger Führer akzeptiere das Votum und trete zurück; eine zweite Wahl wäre ein Fehler.

„Netanjahu, wage es nicht, die Sicherheit Israels für deine politischen Bedürfnisse zu missbrauchen.“

Gadi Eisenkot, Oppositionsführer

Eisenkot warnte Netanjahu zudem vor dessen Drohungen, einen neuen Krieg gegen den Iran zu beginnen, was die Koalitionsgespräche durcheinanderbringen könnte. Netanjahu äußerte sich zunächst nicht, und kaum jemand erwartete, dass er die Macht abgeben würde. Sein Verbündeter Gideon Saar, Israels Außenminister, nannte die Siegeserklärungen der Opposition voreilig.

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