Diplomatie · Athen
PASOK-Chef Androulakis greift Mitsotakis wegen Türkei-Libyen-Memorandum und Zypern-Kabel an
Am Montag, 2. November, sagte PASOK-Chef Nikos Androulakis, der Premierminister habe bei den Vereinten Nationen lediglich seine Pflicht getan, und forderte einen Rahmen nach dem Vorbild einer „neuen Helsinki“ mit der Türkei.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von NEWS 24/7, NewsIT, in.gr und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Am Montag, 2. November, sagte Nikos Androulakis, Premierminister Kyriakos Mitsotakis habe im UN-Sicherheitsrat lediglich seine Pflicht getan, und argumentierte, ein nationaler Erfolg bemesse sich an der Wirksamkeit.
Androulakis sagte, die Regierung habe sieben Jahre Zeit für das Memorandum gehabt und sei gescheitert; er verwies auf die Bestätigung durch den Osten Libyens, nachdem Außenminister Giorgos Gerapetritis von sich schließenden „klaffenden Wunden“ mit Libyen gesprochen hatte.
Androulakis forderte den Premierminister auf, einen Zeitplan für die Stromverbindung zwischen Griechenland und Zypern vorzulegen, zu der dem Parlament nach seinen Worten nie konkrete Daten vorgelegt wurden.
Der ehemalige stellvertretende Premierminister Evangelos Venizelos sagte bei Meganews Radio 104.6, es sei seine Pflicht gewesen, Mitsotakis zu unterstützen – bereits zum zweiten Mal innerhalb von zwei Tagen.

Androulakis greift die Regierung in der Außenpolitik an
PASOK-Chef Nikos Androulakis nutzte am Montag, 2. November, eine Rede vor dem Ausschuss für Ausbau und Solidarität seiner Partei, um der Regierung vorzuwerfen, in der Außenpolitik Kommunikation vor Substanz zu stellen. Er wies Behauptungen über einen diplomatischen Erfolg von Premierminister Kyriakos Mitsotakis im UN-Sicherheitsrat zurück und sagte, der Regierungschef habe schlicht seine Pflicht getan, wie es jeder Premierminister unter ähnlichen Umständen tun würde. Auf die Rede von einem nationalen Erfolg angesprochen, sagte er, ein solcher Erfolg bemesse sich an der Wirksamkeit. Androulakis argumentierte, die Ergebnisse der aktuellen Linie seien überwiegend Kommunikation statt Substanz. Er beschrieb den Wettbewerb seiner Partei als nationalen und sozialen Kampf und nicht als einen des parteipolitischen Patriotismus, und er mahnte an, das Land solle ein neues Kapitel aufschlagen.
„Ein nationaler Erfolg bemisst sich an seiner Wirksamkeit.“
Das Türkei-Libyen-Memorandum und das Zypern-Kabel
Androulakis sagte, die Regierung habe sieben Jahre Zeit gehabt, mit dem Türkei-Libyen-Memorandum umzugehen, und dies versäumt. Er verwies auf Außenminister Giorgos Gerapetritis, der gesagt hatte, die „klaffenden Wunden“ mit Libyen würden sich schließen, und argumentierte, die Bestätigung des Memorandums durch den Osten Libyens belege das Gegenteil. Er nannte dieses Ergebnis ein Scheitern. Zur Stromverbindung zwischen Griechenland und Zypern verwies er auf Verzögerungen bei der Verlegung des Kabels und sagte, Athen habe dem Parlament nie konkrete Daten oder einen Zeitplan vorgelegt. Er forderte den Premierminister auf, Parlament und Öffentlichkeit über den Zeitplan eines Projekts zu informieren, das er als wirtschaftlich hoch kostspielig und geopolitisch überaus bedeutsam beschrieb. Androulakis stellte zudem infrage, was „ruhige Gewässer“ eigentlich bedeuten solle, und nannte als mögliche Beispiele das Memorandum, die Doktrin der „Blauen Heimat“, die Ankara nach seinen Worten gesetzlich verankern will, sowie türkische Behinderungen des Kabels. Androulakis sagte, das Kabel müsse nach internationalem Recht fertiggestellt werden.
„Dieses Projekt betrifft unsere Souveränitätsrechte und muss nach den Regeln des Völkerrechts fertiggestellt werden. Nicht mehr und nicht weniger.“
Venizelos stellt sich hinter den Premierminister
Wenige Stunden bevor Androulakis sprach, gab Evangelos Venizelos, ehemaliger stellvertretender Premierminister und früherer PASOK-Chef, dem Sender Meganews Radio 104.6 ein Interview, in dem er die Haltung von Mitsotakis bei den Vereinten Nationen unterstützte – bereits zum zweiten Mal innerhalb von zwei Tagen. Auf die Frage nach der Bereitschaft der Opposition, der Regierung beim Aufbau einer einheitlichen diplomatischen Position zu helfen, sagte Venizelos, diese sei nicht gefragt worden. Er argumentierte, die Politik habe in den vergangenen Jahren eher Konflikt als Konsens über die Strategie erzeugt, und dieser Konflikt werde sich in einer Vorwahlphase zwangsläufig verschärfen. Die internationalen Angelegenheiten des Landes würden nicht auf den innenpolitischen Kalender Griechenlands warten.
„Wenn das Land bei den Vereinten Nationen spricht, und besonders vor dem Sicherheitsrat, dann spricht das Land.“
Parteiausbau und neue Kritik im Parlament
Der Ausschuss kündigte 21 neue Mitglieder an, darunter Wissenschaftler und Vertreter der Kommunalverwaltung. Unabhängig davon sagte der PASOK-Abgeordnete Michalis Katrinis in einer Rede im Parlament, das offensichtliche Fehlen einer nationalen Strategie habe zu den derzeitigen diplomatischen Sackgassen und Misserfolgen geführt. Er fragte, warum Mitsotakis keine Resolution des UN-Sicherheitsrats zur Verurteilung des Memorandums beantragt habe und warum er es nicht bereits einen Monat zuvor in der UN-Generalversammlung verurteilt habe. Katrinis forderte zudem Rechenschaft über die Schäden in Kotroni und die Kosten ihrer Behebung. Er verlangte vollständige Informationen über die Bedingungen einer Option zum Kauf von drei weiteren Transportflugzeugen des Typs KC-390.
Der Vorschlag „Neues Helsinki“ und weiterreichende Sorgen
Androulakis schlug ein „neues Helsinki“ vor, um die Krise in den griechisch-türkischen Beziehungen zu bewältigen. Nach seinem Plan soll die 1996 gestartete Zollunion zwischen EU und Türkei durch einen modernen Rechtstext aufgewertet werden, der auch automatische Wirtschaftssanktionen vorsieht, wann immer die Türkei die Souveränitätsrechte Griechenlands und Zyperns verletzt. Er sagte außerdem, die Entscheidungen der USA hätten den Nahen Osten destabilisiert, und Donald Trump bewege sich in Abwesenheit Europas auf eine Vereinbarung mit Russland zu, was die Europäische Union nach seinen Worten in eine prekäre Lage bringt. Er forderte eine gemeinsame europäische Außen- und Verteidigungspolitik. Er fügte hinzu, die Griechen zahlten jährlich Milliarden von Euro für Rüstung, während andere europäische Länder vergleichbare Summen für Gesundheit und Bildung aufwendeten.
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Quellen und Kontext
- NEWS 24/7Katrinis: Das Fehlen einer nationalen Strategie der Regierung führt zu MisserfolgenΚατρίνης: Η απουσία εθνικής στρατηγικής της κυβέρνησης οδηγεί σε αποτυχίες · Original auf Griechisch
- NewsITAndroulakis weist den Regierungstriumph bei der UNO zurück und sendet eine Nachricht an VenizelosΟ Ανδρουλάκης "αδειάζει" την κυβερνητική θριαμβολογία για τον ΟΗΕ και στέλνει μήνυμα στον Βενιζέλο · Original auf Griechisch
- in.grPASOK: Expansion, Androulakis' scharfer Ton bei nationalen Themen und die Distanz von VenizelosΠΑΣΟΚ: H διεύρυνση, οι υψηλοί τόνοι Ανδρουλάκη για τα εθνικά και η "απόσταση" Βενιζέλου · Original auf Griechisch
- H KαθημερινήPASOK: Androulakis sieht einen WahlsiegΠΑΣΟΚ: Νίκη στις κάλπες βλέπει ο Ανδρουλάκης · Original auf Griechisch
- Nikos Androulakis
- PASOK-Chef, der die Rede am 2. November vor dem Ausschuss für Ausbau und Solidarität hielt
- Kyriakos Mitsotakis
- Griechischer Premierminister, dessen Auftritt im UN-Sicherheitsrat und dessen Außenpolitik kritisiert wurden
- Evangelos Venizelos
- Ehemaliger stellvertretender Premierminister und früherer PASOK-Chef, der die UN-Haltung des Premierministers unterstützte
- Giorgos Gerapetritis
- Griechischer Außenminister, dessen Zusicherungen zu Libyen von Androulakis zitiert wurden
- Michalis Katrinis
- PASOK-Abgeordneter, der im Parlament die Außenpolitik der Regierung und das Geschäft über KC-390-Flugzeuge kritisierte
- Donald Trump
- US-Präsident, dessen Politik gegenüber dem Iran und dessen Abkommen mit Russland von Androulakis kritisiert wurden
- Organisationen
- Vereinte Nationen
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