Regierung · Paris

Paris verbietet Gewerkschafts- und Gelbwesten-Routen für Samstagsprotest und verhängt Ausgangssperre in zwei Stadtteilen

Die Pariser Polizei hat die Routen abgelehnt, die die CGT und Gelbwesten-Gruppen für den Protest gegen die Lebenshaltungskosten am Samstag angemeldet hatten, und beschränkt die Demonstranten auf den äußeren Ring der Stadt. In zwei zentralen Stadtteilen gilt in den Nächten vom 31. Oktober bis 2. November eine nächtliche Ausgangssperre von 23:00 bis 06:00 Uhr.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Notícias ao Minuto, 20minutes, Le Soir und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Paris · Frankreich
Wie es dazu kam
  1. 31.10.Genehmigtes Protestfenster zwischen Porte de Bagnolet und Porte de Charenton öffnet
  2. 31.10.Geplante Abmarschzeit des genehmigten Marsches
  3. 31.10.Ausgangssperre von 23:00 bis 06:00 Uhr beginnt in République und Châtelet-Les Halles

Routen verboten, stattdessen eine einzige Kundgebung am Stadtrand

Die Pariser Polizeipräfektur erließ am Freitag, dem 30. Oktober, Verfügungen, mit denen sie die Aufzugsrouten ablehnte, die die Gewerkschaft CGT und die Gelbwesten-Gruppen für den Protest gegen die Lebenshaltungskosten am Samstag angemeldet hatten. Die CGT hatte einen Marsch ab 14:00 Uhr von der Place de la Bastille zur Place de la Nation beantragt, während die Gelbwesten eine Kundgebung von der Bastille zur Place de la Concorde gegenüber der Nationalversammlung planten. Die Präfektur stufte beide Routen als mit der öffentlichen Ordnung unvereinbar ein und verwies auf die vielen Polizeiwachen, Bankfilialen, Geschäfte und Fast-Food-Restaurants entlang der Strecken. Stattdessen müssen die getrennten Züge in einer einzigen Kundgebung am Stadtrand zwischen Porte de Bagnolet und Porte de Charenton zusammenkommen, die von 12:00 bis 18:00 Uhr dauert und deren Marsch um 14:00 Uhr startet.

Ausgangssperre in zwei zentralen Stadtteilen

Die Präfektur hat zudem eine Ausgangssperre von 23:00 bis 06:00 Uhr in den Bereichen Place de la République und Châtelet-Les Halles für die Nächte von Samstag auf Sonntag und von Sonntag auf Montag angeordnet. In der Verfügung heißt es, der Aufenthalt von Personen in diesen beiden Bereichen sei wegen bestehender Störungen der öffentlichen Ordnung dort untersagt. Halloween fällt auf denselben Samstag, und die Präfektur nennt es unter den Gründen, aus denen die Maßnahmen weiterhin notwendig seien. Frühere Ausgangssperren folgten auf die Gewalt vom 17. und 18. Oktober, als in denselben zentralen Vierteln Geschäfte geplündert wurden. Nach mehreren aufeinanderfolgenden Nächten mit Einschränkungen wurde die Ausgangssperre später nur noch im Bereich République aufrechterhalten.

Gewerkschaften und Studierende lehnen die Entscheidung ab

Clara Privé, Schatzmeisterin der Studierendengewerkschaft Unef, warf der Präfektur bei einer Pressekonferenz des gemeinsamen Gewerkschaftsbündnisses vor, Demonstrierende von einer Route auf eine andere zu drängen.

„Wir halten diese Methoden für inakzeptabel, und die Präfektur will die Stimmen der Jugendlichen zum Schweigen bringen.“

Clara Privé

Privé sagte, die Studierenden würden ungeachtet des Verbots versuchen, zwischen Bastille und Nation zu marschieren. Das Bündnis kündigte an, die Verfügung vor dem Verwaltungsgericht anzufechten. Suzanne Nijdam, Präsidentin von Fage, sagte, noch am selben Tag werde Klage eingereicht, und argumentierte, die Entscheidung gefährde die Sicherheit.

„Wir werden heute rechtlich gegen diese Entscheidung vorgehen, die aus unserer Sicht die Sicherheit gefährdet.“

Suzanne Nijdam

Sicherheitskräfte bereiten sich auf das Wochenende vor

Innenminister Laurent Nuñez kündigte an, für den Samstagsprotest 70.000 Polizisten und Gendarmen zu mobilisieren. Ein Telegramm des Generaldirektors der nationalen Polizei, Louis Laugier, das 20 Minutes vorliegt, fordert eine besonders sichtbare Präsenz und abschreckende Einheiten, die jede Gewalt stoppen können, und legt eine Anwesenheitsquote von 75 Prozent in Dienststellen und Einheiten fest. Die Raid soll öffentliche Gebäude schützen, Wasserwerfer werden positioniert, und Drohnen sollen die Luftaufklärung übernehmen. Verkehrskontrollen sollen sich auf Züge nach Paris sowie auf Bahnhöfe und sensible Orte richten.

Rudy Manna von der Polizeigewerkschaft Unsa sagte, der Einsatz werde noch größer ausfallen als in der Vorwoche.

„Das ist enorm, und ich denke, der Einsatz wird noch größer sein als letzte Woche.“

Rudy Manna

Manna warnte, die Polizei könne dieses Tempo nicht drei Monate lang durchhalten, und befürchtete eine Krise ähnlich der Gelbwesten-Bewegung.

Frühere Mobilisierungen

Die Mobilisierungen vom 17. und 24. Oktober wurden von den Gewerkschaften und den Gelbwesten ausgerufen, und die Proteste vom 17. Oktober waren von schweren Ausschreitungen geprägt, mit Berichten über Tausende Festnahmen. Die Organisatoren erklärten, die Massenproteste dieses Monats hätten mehr als eine halbe Million Menschen zusammengebracht, und Studierendengruppen hätten sie als erste vorangetrieben. Die von 20 Minutes genannten Zahlen beziffern die jüngste Mobilisierung auf 410.000 bis 800.000 Menschen, gegenüber 550.000 bis 800.000 bei der vorangegangenen.

Wie es weitergeht

Der Marsch ist für Samstag, den 31. Oktober, angesetzt; die genehmigte Route ist von 12:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, und die erste Nacht der Ausgangssperre beginnt an diesem Abend um 23:00 Uhr. Die Gewerkschaften und Studierenden haben angekündigt, die Verfügungen gerichtlich anzufechten; eine Entscheidung wurde bislang nicht gemeldet. Die Polizei hat für Samstag keine Teilnehmerzahl veröffentlicht, sodass die Größe der Beteiligung offen bleibt.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Orte
Paris

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen