Konflikte · Oleschky, Kyjiw und Vatikanstadt

Papst Leo XIV. fordert nach ziviler Waffenruhe in Oleschky neue Schritte zum Frieden

Leo XIV. nutzte sein Angelusgebet an Allerheiligen, um weitere Friedensinitiativen anzumahnen, nachdem eine lokale Waffenruhe Zivilisten aus der russisch besetzten Stadt Oleschky hatte ausreisen lassen. Die Waffenruhe war am 27. Oktober in Kraft getreten und sollte am späten Abend des 1. November enden.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Rai news, polsatnews.pl, AGI und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Oleschky, Kyjiw · Ukraine, Vatikanstadt
Wie es dazu kam
  1. 27.10.Waffenruhe rund um Oleschky tritt in Kraft
  2. Nacht vom 30. auf den 31. Oktober 2026Viertägige Ukraine-Mission des päpstlichen Almoseniers endet
  3. 1.11.Papst Leo XIV. appelliert beim Angelus für neue Friedensinitiativen
  4. Später Abend, 1. November 2026Waffenruhe soll enden

Eine lokale Waffenruhe für die Zivilbevölkerung

Russische und ukrainische Truppen vereinbarten eine zeitweilige Einstellung der Kämpfe rund um Oleschky, eine Stadt am linken Ufer des Dnipro, die russische Einheiten seit November 2022 halten. Die Waffenruhe trat am 27. Oktober in Kraft und sollte am späten Abend des 1. November enden; sowohl AGI als auch Il Fatto Quotidiano bezeichnen sie als die längste seit Kriegsbeginn im Februar 2022. AGI beziffert die Einwohnerzahl der Stadt vor dem Krieg auf etwa 24.000 und heute auf knapp über 2.000. Polsat News berichtete unter Berufung auf Informationen aus den Vereinigten Staaten, etwa 2.000 Menschen, darunter 50 Kinder, hätten ohne Nahrung und Trinkwasser dagestanden, während verminte Zufahrtsstraßen und russische Drohnen die Evakuierung erschwerten. Die Waffenruhe ermöglichte es, Hilfsgüter in die Stadt zu bringen und die Bewohner ausreisen zu lassen.

Der Appell des Papstes

Leo XIV. richtete seinen Appell am Sonntag, dem 1. November, dem Hochfest Allerheiligen, beim Angelus auf dem Petersplatz an die Öffentlichkeit. Er drängte die Konfliktparteien, aus der Zusammenarbeit hinter der Waffenruhe mehr Dialog und neue konkrete Friedensinitiativen zu machen, und sagte:

„Wir werden nicht müde, Frieden zu bauen – in den wichtigsten Situationen ebenso wie in den gewöhnlichen Momenten des Alltags.“

Papst Leo XIV.

Vor dem Angelus hatte er mit Wladimir Putin und Wolodymyr Selensky telefoniert; Polsat News berichtet, Mitte Oktober habe er mit beiden Staatschefs bereits eine Evakuierung erörtert. AGI merkte an, der Papst sei in der Frage Oleschky zuerst aktiv geworden, noch bevor die First Lady der USA sich einschaltete.

Vermittlung und Hilfslieferungen

Il Fatto Quotidiano bezeichnet Melania Trump als Hauptvermittlerin der Vereinbarung, und AGI berichtet, ihr Engagement sei auf die Telefonate des Papstes mit Putin und Selensky gefolgt. Am Samstag, dem 31. Oktober, schrieb sie auf X, Oleschky zeige, dass die Menschlichkeit sich über den Krieg erheben könne. Selensky sagte, die Waffenruhe belege, dass Schritte zur Deeskalation möglich seien, wenn Russland in eine Lage gebracht werde, in der es sie gehen müsse. Am Donnerstag, dem 29. Oktober, erreichte ein Konvoi Oleschky, in dem die russische Beauftragte für humanitäre Angelegenheiten, Jana Lantratowa, und ihr ukrainischer Amtskollege Dmytro Lubinez mitfuhren; die Verteilung wurde auf Wunsch Melania Trumps für den US-Sender Newsmax gefilmt.

Monsignore Luis Marín de San Martín, päpstlicher Almosenier und Präfekt des Dikasteriums für den Dienst der Nächstenliebe, beendete in der Nacht vom 30. auf den 31. Oktober eine viertägige Mission in der Ukraine. Seine Delegation legte 2.800 km zurück und besuchte zwölf karitative Einrichtungen der lateinischen und der griechisch-katholischen Kirche in Kyjiw, Saporischschja, Browary, Poltawa und Fastiw und überbrachte jeder ein Geschenk des Papstes. Rai bezifferte die mitgeführten Hilfsgüter auf zwei Lastwagen.

Befürchtungen und wie es weitergeht

Von AGI zitierte AFP-Quellen befürchteten, dass die Kämpfe nach dem Ende der Waffenruhe heftiger wiederaufgenommen würden. Russische Einheiten am gegenüberliegenden Ufer hätten die Ruhe nach Berichten genutzt, um neue Truppen heranzuführen, Munition zu verlegen und ukrainische Stellungen mit Aufklärungsdrohnen zu beobachten. Il Fatto Quotidiano brachte Berichte von Evakuierten über ausgehende Lebensmittel, darunter ein 29-Jähriger, der sagte, alle Geschäfte hätten geschlossen und die Menschen äßen, was sie finden könnten. Eine 40-jährige Frau gab den Bericht ihrer Mutter weiter, wonach Lebensmittel per Krankenwagen zum Klinikpersonal gelangten, bis auch das aufhörte. Leo XIV. wird am 2. November, dem Gedenktag aller verstorbenen Gläubigen, im römischen Friedhof Verano eine Messe feiern. Vom 8. bis 15. November veranstalten die Franziskaner-Minoriten in Rom eine Mission mit den Armen, die der Papst beim Angelus würdigte.

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