BerichtPapst Leo XIV. beginnt Frankreich-Besuch

Diplomatie · Metz, Paris und Lourdes

Papst Leo XIV. beendet viertägigen Frankreich-Besuch in Metz mit Reden zu Missbrauch und europäischer Sicherheit

Papst Leo XIV. beendete am Montag einen viertägigen Besuch in Frankreich, bei dem er in Metz zur europäischen Verteidigung sprach, in Lourdes Missbrauchsüberlebende traf und in Paris 800.000 Menschen zur Messe versammelte.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Le Monde.fr, SudOuest.fr, Franceinfo und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

Metz, Paris, Lourdes, Saint-Denis · Frankreich
Wie es dazu kam
  1. 25.09.Papst Leo XIV. beginnt viertägigen Besuch in Frankreich mit Warnungen vor multilateralen Institutionen
  2. 26.09.Papst feiert Freiluftmesse für 800.000 Menschen auf der Place de la Concorde in Paris
  3. 27.09.Papst trifft sieben Missbrauchsüberlebende in Lourdes und spricht zu 80.000 Jugendlichen im Stade de France
  4. 28.09.Papst hält europapolitische Rede in Metz und gibt Pressekonferenz auf dem Rückflug nach Rom

Europäische Einheit und Ablehnung der Aufrüstung

Am Montag, dem 28. September, beendete Papst Leo XIV. seine viertägige Reise nach Frankreich mit einer Rede in Metz, der Heimat des EU-Gründervaters Robert Schuman. Der Pontifex sprach auf Französisch an der Seite des französischen Präsidenten Emmanuel Macron und rief zu europäischer Versöhnung auf. Er stellte fest, dass der Krieg auf den Kontinent zurückgekehrt sei. Er betonte, dass Verhandler, die eine Beendigung des Konflikts in Europa anstrebten, Mut zeigen und bestimmte Positionen aufgeben müssten, um Frieden zu erreichen, und erinnerte an einen Appell von Papst Benedikt XV. aus dem Jahr 1917. Leo XIV. lehnte steigende europäische Militärausgaben ab und forderte die Regierungen auf, sich vor der Illusion zu hüten, dass Aufrüstung Sicherheit bringe. Er drängte die europäischen Führer auch, ankommende Migranten zu integrieren und sichere, legale Wege für die Einwanderung zu schaffen.

„Wir müssen... Mut zu Verhandlungen zeigen und bereit sein, einige Positionen für das größere Gut des Friedens aufzugeben.“

Papst Leo XIV.

Treffen mit Missbrauchsüberlebenden in Lourdes

Am Sonntag, dem 27. September, traf Leo XIV. in Lourdes privat mit sieben Opfern sexuellen Missbrauchs durch Kleriker zusammen und verbrachte 15 Minuten mit jedem Überlebenden vor einer gemeinsamen Sitzung. Fünf der Überlebenden, darunter Jean-Marie Delbos und Jérôme Guillement, erklärten nach dem Treffen, der Papst habe den systemischen Charakter des Missbrauchs in der Kirche anerkannt. Delbos befragte den Papst zur Bétharram-Kongregation und forderte deren Auflösung. Auf seinem Rückflug nach Rom am Montag relativierte Leo XIV. die Gespräche und erklärte, dass zwar bestimmte katholische Organisationen systematisch Missbrauch begangen hätten, die Straftaten jedoch in erster Linie von Einzeltätern ausgingen. Frankreich setzt sich weiterhin mit dem Missbrauch durch Kleriker auseinander, nachdem der Ciase-Kommissionsbericht von 2021 schätzte, dass seit 1950 330.000 Minderjährige innerhalb der französischen Kirche missbraucht wurden.

„Persönlich ziehe ich es vor, es anders auszudrücken, auch wenn ich tatsächlich von bestimmten Organisationen innerhalb der Kirche gesprochen habe, die, wenn man so sagen darf, Missbrauch als System begangen haben.“

Papst Leo XIV.

Große Menschenmengen in Paris und Saint-Denis

Am Samstag, dem 26. September, feierte Leo XIV. eine Freiluftmesse auf der Place de la Concorde vor schätzungsweise 800.000 Menschen, so die lokalen Behörden und vatikanische Angaben, nachdem anfängliche Anmeldegrenzen von 500.000 und 600.000 festgelegt worden waren. Weitere 300.000 Menschen versammelten sich entlang der Papamobil-Route durch Paris. Im Stade de France in Saint-Denis kamen 80.000 junge Menschen zu einer Abendveranstaltung zusammen. Der Pontifex nutzte diese Plattformen, um französische Katholiken zu ermutigen, sich zum Säkularismus zu äußern und zu erklären, dass rechtliche Maßnahmen wie assistierter Suizid und Sterbehilfe nicht gleichbedeutend mit moralischer Gültigkeit seien.

Gemeldete Teilnehmerzahlen bei Veranstaltungen in der Region Paris während des PapstbesuchsPersonen
Messe auf der Place de la Concorde
800000 Personen
Papamobil-Route in Paris
300000 Personen
Jugendtreffen im Stade de France
80000 Personen

Daten aus dem Artikeltext

Politische Reaktionen und Reiseverlauf

Französische politische Persönlichkeiten boten gegensätzliche Interpretationen des Papstbesuchs und seiner Botschaften zu Identität und Glauben. Mitglieder des Rassemblement National, darunter der EU-Abgeordnete Matthieu Valet und Vizepräsident Sébastien Chenu, beriefen sich auf die Bezüge des Papstes zu christlichen Wurzeln und nationalem Erbe, während sie Vorwürfe politischer Vereinnahmung zurückwiesen. Vertreter von Les Républicains, darunter Parteipräsident Bruno Retailleau und Vizepräsident François-Xavier Bellamy, konzentrierten sich ebenfalls auf das religiöse Erbe des Landes. Der ehemalige Premierminister Gabriel Attal nahm an der Messe auf der Place de la Concorde teil und bezeichnete die Versammlung als einen Moment der Eintracht für das Land. Präsident Emmanuel Macron, der ursprünglich geplant hatte, keinen Gottesdienst zu besuchen, schloss sich dem Pontifex am Montag in Metz zur Messe an.

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