Diplomatie · Montevideo, Buenos Aires und Lima

Papst Leo XIV. trifft auf Lateinamerikareise im November Missbrauchsopfer

Der Vatikan teilt mit, dass Papst Leo XIV. während seiner Reise vom 6. bis 17. November einige Treffen mit Missbrauchsopfern abhalten wird, ohne Zeitpunkt, Ort oder Teilnehmerliste zu nennen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, EL PAÍS, RTVE.es und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Foto: Aike 1942, CC0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. 27.10.Vatikan kündigt Treffen mit Missbrauchsopfern während der Reise an
  2. 6.11.Reise nach Uruguay, Argentinien und Peru soll beginnen
  3. 11.11.Der Peru-Teil der Reise soll bis zum 16. November dauern

Vatikan kündigt Treffen während der Reise an

Am Dienstag, 27. Oktober 2026, erklärte das Presseamt des Heiligen Stuhls, Papst Leo XIV. werde während seiner Reise nach Uruguay, Argentinien und Peru vom 6. bis 17. November einige Treffen mit Menschen abhalten, die von Angehörigen des Klerus und der Kirche missbraucht wurden. In der Erklärung hieß es nicht, wann, wo und mit wem die Treffen stattfinden sollen. Der Vatikan bezeichnete sie als Ausdruck der Nähe des Papstes zu Menschen, die unter dieser Gewalt gelitten haben und noch leiden, und als Weg, zugängliche Wege zur Heilung zu schaffen.

„Es sind einige Treffen mit Menschen geplant, die Opfer von Missbrauch durch Angehörige des Klerus und der Kirche geworden sind.“

Presseamt des Heiligen Stuhls

Auch bei früheren Papstreisen gab es solche Treffen, so bei Benedikt XVI. in den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Australien und Deutschland sowie bei Franziskus in Chile, Irland, Portugal und Belgien.

Frühere Treffen mit Betroffenen

Am 8. Juni traf der Papst sechs Betroffene in der Nuntiatur in Madrid zu einem etwa einstündigen Gespräch. Die Gruppe stand dem Projekt Repara des Erzbistums Madrid nahe, und er bat sie um Vorschläge, wie die Antwort der Kirche wirksamer werden könne. Madrid war die erste Stadt im Ausland, in der er Menschen traf, die innerhalb der Kirche missbraucht wurden. Am 27. September verbrachte er in Lourdes zwei Stunden mit sieben Opfern von Missbrauch durch Priester, vier Männern und drei Frauen, im Bischofspalast und versprach, dass sich das Leid, das sie erfahren haben, nicht wiederholen werde. Vor diesen Reisen hatte er im Vatikan Mitglieder des Vorstands von Ending Clergy Abuse empfangen, Betroffene aus Belgien und den Iren David Ryan, der als Kind in einer Schule in Dublin missbraucht worden war.

Auf dem Rückflug von Lourdes nach Rom sagte der Papst zu Journalisten, Missbrauch sei zuallererst ein menschliches Problem.

„Sexueller Missbrauch ist in erster Linie ein menschliches Problem.“

Leo XIV.

Er fügte hinzu, wenn Missbrauch innerhalb der Kirche geschehe, nehme er eine völlig andere Dimension an, weil der Glaube der Betroffenen tief verletzt und manchmal zerstört werde.

Missbrauchsopfer, die der Papst bei zwei Treffen 2026 empfingOpfer
Madrid (8. Juni)
6 Opfer
Lourdes (27. September)
7 Opfer

Daten aus dem Artikeltext

Betroffene in Peru drängen auf ein Treffen

Rund dreißig Überlebende des Sodalicio de Vida Cristiana, einer peruanischen religiösen Vereinigung, die Papst Franziskus nach jahrzehntelangem Missbrauch aufgelöst hatte, baten um ein Treffen mit dem Papst während seines Peru-Besuchs. Ihr Brief wurde am 26. Oktober in der Apostolischen Nuntiatur in Lima abgegeben. Der Vatikan hat nicht mitgeteilt, ob Sodalicio-Opfer unter den vom Papst Empfangenen sein werden. Die Deutsche Welle berichtet, der Vatikan habe im April Pläne angekündigt, Opfer der Bewegung zu entschädigen. Enrique Escardó, der im Jahr 2000 als Erster die Missbräuche des Sodalicio anprangerte, nannte den Kurswechsel des Vatikans „ein gutes Zeichen“, fürchtet aber, das Treffen könne eine „Make-up“-Veranstaltung mit schweigenden, der Kirche wohlgesonnenen Opfern werden. Im Januar 2025, als Robert Prevost noch Kardinal war, verbrachte Escardó eine Stunde mit ihm im Dikasterium für die Bischöfe und übergab einen zweiseitigen Vorschlag, den er erneut vorlegen will, falls er Leo XIV. in Peru trifft.

Gesundheit des Papstes und die Reiseroute

Leo XIV. ist 71. Die Ärzte, die ihn nach einer Lungenoperation am 13. Oktober überwachen, bei der ihm wegen eines Adenokarzinoms der Unterlappen der rechten Lunge entfernt wurde, hielten ihn für reisefähig. Der Vatikan erklärte, seine klinische Situation zeige keine Kontraindikationen für die Reise. Paul Gallagher, der Außenminister des Vatikans, sagte in Rom, die Operation sei „eine Art Wendepunkt“ dafür, wie Katholiken die Gesundheit des Papstes sähen, und die Krankheit habe gezeigt, dass Robert Prevost „ein armer Sterblicher wie wir alle“ sei. Die Reiseroute führt den Papst nach Montevideo, Paysandú und Florida in Uruguay sowie nach Buenos Aires, Córdoba und Luján in Argentinien. In Peru wird er vom 11. bis 16. November Lima, Chiclayo, Cuzco und Pucallpa besuchen. Er lebte mehr als 20 Jahre als Missionar und Bischof in Peru, und Chiclayo ist die Stadt, in der er als Bischof wirkte.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Montevideo, Buenos Aires, Lima · Uruguay, Argentinien, Peru

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen