Regierung · Tübingen und Stuttgart

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer setzt Landesberaterrolle nach Belästigungsvorwürfen aus

Tübingens Oberbürgermeister, der die Vorwürfe zu seinem Privatleben als haltlos bezeichnet, hat sein Ehrenamt als Berater der baden-württembergischen Landesregierung für Bürokratieabbau ausgesetzt. Die Landesregierung teilt mit, Ministerpräsident Cem Özdemir habe ihn gebeten, sich zurückzuziehen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Wirtschafts Woche, stern.de, Spiegel Online und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: Reinhard Kraasch, CC BY-SA 4.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. 2007Palmer wird Oberbürgermeister von Tübingen
  2. 2023Palmer verlässt die Grünen
  3. 3.11.Palmer setzt seine Landesberaterrolle aus

Palmer setzt seine Landesrolle aus

Boris Palmer, der 54-jährige Oberbürgermeister von Tübingen, hat sein Ehrenamt als Bürokratie-Berater der baden-württembergischen Landesregierung ausgesetzt. Er kündigte den Schritt in einer am 3. November 2026 veröffentlichten Erklärung an und verwies auf bislang unbestätigte Vorwürfe zu seinem Privatleben. Bild hatte die Vorwürfe zuerst berichtet, mehrere Medien haben sie seither aufgegriffen. Die Rolle ist unbezahlt und läuft neben seinen Aufgaben im Rathaus; in seiner Erklärung wies Palmer die Vorwürfe zurück.

„Die Vorwürfe sind haltlos. Ich werde mich dagegen wehren und prüfe rechtliche Schritte.“

Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen

Worum es bei den Vorwürfen geht

Der Spiegel berichtet, die Vorwürfe beträfen sexuelle Belästigung. Eine ehemalige Tübinger Stadträtin hat auf ihrem Instagram-Profil umfangreiche Anschuldigungen gegen Palmer erhoben. Lokale Berichte legen nahe, dass sie 2020 in den Gemeinderat gewählt wurde und ihn nach der Kommunalwahl 2024 verließ. Die Berliner Zeitung berichtet, sie habe ein 17-seitiges Dokument zu der Sache veröffentlicht. Für Palmer gilt die Unschuldsvermutung, die Anschuldigungen sind bislang unbestätigt.

Verbindungen zu den Grünen

Palmer war zu Beginn seiner Karriere Mitglied des Landtags und ist seit 2007 Oberbürgermeister von Tübingen. Er galt einst als möglicher Nachfolger von Winfried Kretschmann, dem damaligen Ministerpräsidenten, bevor er 2023 die Grünen verließ. Berichte nennen mehrere Skandale und einen internen Parteistreit als Hintergrund seines Austritts. Viele im linken Flügel der Partei sehen in ihm ein rotes Tuch, obwohl er zu den beliebtesten Politikern des Landes zählte und häufig in Talkshows zu Gast war. Zuletzt zeigte sich Palmer offen für eine Rückkehr, und die Parteispitze signalisierte wiederholt Annäherung.

Die unbezahlte Beraterrolle

Nach der Landtagswahl wurde Palmer für zwei Jahre zum ehrenamtlichen Berater berufen, der sich um den Bürokratieabbau in Baden-Württemberg kümmern sollte. Die Rolle umfasst die Modernisierung des Staates und die Vereinfachung der Verwaltung. Die Landesregierung teilte mit, Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) habe Palmer gebeten, die Rolle bis auf Weiteres ruhen zu lassen. Özdemir und Palmer kennen sich seit vielen Jahren; Özdemir nannte Palmer bei seiner eigenen Hochzeit einen Freund der Familie.

Palmer bittet um Privatsphäre

In seiner vollständigen Erklärung schrieb Palmer, er habe dem Ministerpräsidenten mitgeteilt, die Rolle ruhen zu lassen, bis die Vorwürfe geklärt seien. Er bat die Medien, seine Privatsphäre und die seiner Familie zu respektieren.

„Ich bitte die Medien, meine Privatsphäre und insbesondere die meiner Familie zu respektieren.“

Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen

Er kündigte an, vorerst keine weiteren Erklärungen abzugeben.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Tübingen, Stuttgart · Deutschland

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