Regierung · Berlin und Duisburg

Bärbel Bas sagt nach ihrem Rücktritt, die Angriffe der Union hätten sie belastet, und bereut ihre Kritik

In ihrem ersten Fernsehinterview seit ihrem Rücktritt als Arbeitsministerin und SPD-Vorsitzende beschrieb Bärbel Bas die Belastung durch den Tod ihrer Stieftochter und die Angriffe, denen sie sich von der Union ausgesetzt sah.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von RP Online, stern.de, tagesschau.de und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Berlin, Duisburg · Deutschland
Wie es dazu kam
  1. Ende September 2026Bas' Stieftochter stirbt nach Hospizbetreuung an Krebs
  2. 12.10.Bas kündigt öffentlich ihren Rücktritt von ihren beiden Spitzenämtern an
  3. 2.11.ARD-Interview mit Markus Feldenkirchen wird ausgestrahlt

Chronologie des Rücktritts

Die Stieftochter von Bärbel Bas starb Ende September 2026 an Krebs. Am 12. Oktober kündigte Bas ihren Rücktritt von ihren beiden Ämtern an; ein am Montag, 2. November, ausgestrahltes ARD-Interview mit Markus Feldenkirchen ist ihre erste öffentliche Darstellung der Gründe. Sie bleibt Mitglied des Bundestags für den Wahlkreis Duisburg I. Der Ablauf ist unten dargestellt.

Persönliche Gründe

Bas sagte, ihre Beziehung zu ihrer Stieftochter sei über viele Jahre sehr eng gewesen, und die Hospizbetreuung in den letzten Wochen habe sie ausgezehrt. Dem ARD sagte sie, sie habe ihren Kopf nicht für dienstliche oder politische Angelegenheiten frei bekommen und gewusst, dass sie mehr Zeit brauche, als ein hohes politisches Amt zulasse. Sie habe seit September gespürt, dass ihre Kraft nachlasse, deshalb sei die Entscheidung für sie weniger überraschend gewesen als für andere. Zu ihrem Zustand in den vergangenen Wochen sagte sie, es sei manchmal schwer, morgens aus dem Bett zu kommen.

„Es fällt manchmal schwer, morgens aus dem Bett zu kommen, wenn man sich fragt: Wofür?“

Bärbel Bas, Ehemalige Bundesarbeitsministerin und SPD-Vorsitzende

Bas sagte, sie habe das Gefühl gehabt, nicht schnell in ihre Ämter zurückkehren zu können. Sie habe die Entscheidung am 12. Oktober öffentlich gemacht und gehofft, sich zurückziehen zu können, um wieder zu Kräften zu kommen, wie sie im Interview sagte. Sie beschrieb die Bundespolitik zudem als rücksichtslos und sagte, sie habe keine Kraft mehr gehabt, die Angriffe nach dem Tod ihrer Stieftochter zu verkraften.

Kritik aus der Union

In ihrer Rücktrittserklärung nannte Bas als zweiten Grund die öffentlichen Angriffe aus der CDU/CSU, dem Koalitionspartner, die sich nach ihren Worten während ihrer persönlichen Krise fortsetzten. Im Interview sagte sie, rückblickend hätte sie diese Kritik wohl nicht so formuliert. Hätte sie gewusst, wie weit der Koalitionsstreit eskalieren würde, hätte sie ihre Kritik an der Union weggelassen. Sie stehe aber weiterhin dazu, die Angriffe zu benennen, weil sie wolle, dass die Koalition funktioniere und ihre Mitglieder einander mehr vertrauten.

Bas warf dem CDU-Politiker Christian von Stetten, der in Interviews ihre Entlassung gefordert hatte, vor, eine Kampagne gegen sie und die SPD zu führen. Die Angriffe seien unfair gewesen, weil der Zeitplan nach ihrer Darstellung im Koalitionsausschuss vereinbart worden sei. Nach Angaben von Bas hatten die Spitzen der Koalition, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz, entschieden, dass ein Entwurf der Rentenreform nicht vor den Landtagswahlen Ende September vorgelegt werde, und alle hätten gewusst, dass das Paket im Oktober kommen würde. Dennoch sei ihr täglich gesagt worden, sie halte es zurück.

Merz und die Koalition

Bas sagte, sie habe Merz über ihre private Situation informiert und sich bei ihm über die Angriffe aus seiner Partei beschwert. Dem ARD-Interviewer sagte sie, Merz habe ihr zugesichert, sich darum zu kümmern, doch das habe kein Echo gefunden. Sie habe dem Kanzler auch gesagt, dass sie das nicht mehr lange hinnehmen werde, weil die Angriffe angesichts der bereits getroffenen Vereinbarungen unfair seien. Auf die Frage nach dem Koalitionsstreit, den ihre Worte ausgelöst hätten, sagte sie, der Disput sei über das hinausgewachsen, was sie erwartet habe, und sie würde die Formulierung nicht wiederholen.

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