Regierung · Berlin und Duisburg
Bärbel Bas sagt nach ihrem Rücktritt, die Angriffe der Union hätten sie belastet, und bereut ihre Kritik
In ihrem ersten Fernsehinterview seit ihrem Rücktritt als Arbeitsministerin und SPD-Vorsitzende beschrieb Bärbel Bas die Belastung durch den Tod ihrer Stieftochter und die Angriffe, denen sie sich von der Union ausgesetzt sah.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von RP Online, stern.de, tagesschau.de und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Bas' Stieftochter starb Ende September 2026 an Krebs, und Bas sagte, die Hospizbetreuung habe ihre Kräfte aufgezehrt und sie zum Rückzug bewogen.
Am 12. Oktober kündigte Bas an, ihre Ämter als Bundesarbeitsministerin und SPD-Vorsitzende aufzugeben; sie bleibt Bundestagsabgeordnete für Duisburg I.
Bas sagte, sie hätte ihre Kritik an der CDU/CSU angesichts des Ausmaßes des dadurch ausgelösten Koalitionsstreits nicht so formuliert, stehe aber weiterhin dazu, die Angriffe zu benennen.
Bas sagte, die Spitzen der Koalition, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz, hätten vereinbart, dass der Entwurf der Rentenreform nicht vor den Landtagswahlen Ende September vorgelegt werde.
- Ende September 2026Bas' Stieftochter stirbt nach Hospizbetreuung an Krebs
- 12.10.Bas kündigt öffentlich ihren Rücktritt von ihren beiden Spitzenämtern an
- 2.11.ARD-Interview mit Markus Feldenkirchen wird ausgestrahlt
Chronologie des Rücktritts
Die Stieftochter von Bärbel Bas starb Ende September 2026 an Krebs. Am 12. Oktober kündigte Bas ihren Rücktritt von ihren beiden Ämtern an; ein am Montag, 2. November, ausgestrahltes ARD-Interview mit Markus Feldenkirchen ist ihre erste öffentliche Darstellung der Gründe. Sie bleibt Mitglied des Bundestags für den Wahlkreis Duisburg I. Der Ablauf ist unten dargestellt.
Persönliche Gründe
Bas sagte, ihre Beziehung zu ihrer Stieftochter sei über viele Jahre sehr eng gewesen, und die Hospizbetreuung in den letzten Wochen habe sie ausgezehrt. Dem ARD sagte sie, sie habe ihren Kopf nicht für dienstliche oder politische Angelegenheiten frei bekommen und gewusst, dass sie mehr Zeit brauche, als ein hohes politisches Amt zulasse. Sie habe seit September gespürt, dass ihre Kraft nachlasse, deshalb sei die Entscheidung für sie weniger überraschend gewesen als für andere. Zu ihrem Zustand in den vergangenen Wochen sagte sie, es sei manchmal schwer, morgens aus dem Bett zu kommen.
„Es fällt manchmal schwer, morgens aus dem Bett zu kommen, wenn man sich fragt: Wofür?“
Bas sagte, sie habe das Gefühl gehabt, nicht schnell in ihre Ämter zurückkehren zu können. Sie habe die Entscheidung am 12. Oktober öffentlich gemacht und gehofft, sich zurückziehen zu können, um wieder zu Kräften zu kommen, wie sie im Interview sagte. Sie beschrieb die Bundespolitik zudem als rücksichtslos und sagte, sie habe keine Kraft mehr gehabt, die Angriffe nach dem Tod ihrer Stieftochter zu verkraften.
Kritik aus der Union
In ihrer Rücktrittserklärung nannte Bas als zweiten Grund die öffentlichen Angriffe aus der CDU/CSU, dem Koalitionspartner, die sich nach ihren Worten während ihrer persönlichen Krise fortsetzten. Im Interview sagte sie, rückblickend hätte sie diese Kritik wohl nicht so formuliert. Hätte sie gewusst, wie weit der Koalitionsstreit eskalieren würde, hätte sie ihre Kritik an der Union weggelassen. Sie stehe aber weiterhin dazu, die Angriffe zu benennen, weil sie wolle, dass die Koalition funktioniere und ihre Mitglieder einander mehr vertrauten.
Bas warf dem CDU-Politiker Christian von Stetten, der in Interviews ihre Entlassung gefordert hatte, vor, eine Kampagne gegen sie und die SPD zu führen. Die Angriffe seien unfair gewesen, weil der Zeitplan nach ihrer Darstellung im Koalitionsausschuss vereinbart worden sei. Nach Angaben von Bas hatten die Spitzen der Koalition, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz, entschieden, dass ein Entwurf der Rentenreform nicht vor den Landtagswahlen Ende September vorgelegt werde, und alle hätten gewusst, dass das Paket im Oktober kommen würde. Dennoch sei ihr täglich gesagt worden, sie halte es zurück.
Merz und die Koalition
Bas sagte, sie habe Merz über ihre private Situation informiert und sich bei ihm über die Angriffe aus seiner Partei beschwert. Dem ARD-Interviewer sagte sie, Merz habe ihr zugesichert, sich darum zu kümmern, doch das habe kein Echo gefunden. Sie habe dem Kanzler auch gesagt, dass sie das nicht mehr lange hinnehmen werde, weil die Angriffe angesichts der bereits getroffenen Vereinbarungen unfair seien. Auf die Frage nach dem Koalitionsstreit, den ihre Worte ausgelöst hätten, sagte sie, der Disput sei über das hinausgewachsen, was sie erwartet habe, und sie würde die Formulierung nicht wiederholen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- RP OnlineBärbel Bas nach Rücktritt: "Manchmal schwer, morgens überhaupt aufzustehen
- stern.deBärbel Bas: "Manchmal schwer, morgens überhaupt aufzustehen
- tagesschau.deNordrhein-Westfalen: "Da wurde eine Kampagne gefahren"
- DIE WELTEx-Arbeitsministerin: "Das werde ich mir nicht mehr lange gefallen lassen", hat Bas dem Kanzler gesagt
- Bärbel Bas
- Ehemalige Bundesarbeitsministerin und SPD-Vorsitzende, trat von beiden Ämtern zurück und bleibt Bundestagsabgeordnete für Duisburg I
- Friedrich Merz
- Bundeskanzler und CDU-Vorsitzender, den Bas nach eigenen Angaben über ihre private Situation informierte
- Christian von Stetten
- CDU-Politiker, der in Interviews die Entlassung von Bas forderte
- Markus Feldenkirchen
- Journalist, der das ARD-Interview mit Bas führte
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