Konflikte · Berlin

Mann klettert am Reichstag auf Fahnenmast und tauscht in Berlin die deutsche Flagge gegen eine palästinensische Flagge

Ein 22-Jähriger ist am Sonntag, 8. November, am Fahnenmast vor dem Reichstagsgebäude emporgeklettert und hat die Flagge der Einheit durch eine palästinensische Flagge ersetzt. Wie die Polizei mitteilte, wurden zwei Männer, die ihn vom Boden aus unterstützten, ebenfalls festgenommen; der Staatsschutz hat Ermittlungen aufgenommen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von N-tv, Spiegel Online, tagesschau.de und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Berlin · Deutschland
Wie es dazu kam
  1. 8.11.Der Kletterer beginnt den Aufstieg am Reichstags-Fahnenmast und hisst laut Tagesspiegel und Bild eine palästinensische Flagge
  2. 8.11.Der Kletterer steigt von selbst ab, Polizei und Feuerwehr entfernen die palästinensische Flagge

Der Aufstieg

Am Sonntag, 8. November, kletterte ein 22-Jähriger am Fahnenmast vor dem Reichstagsgebäude in Berlin empor. Der Tagesspiegel nannte unter Berufung auf die Polizei die Uhrzeit 11:15 Uhr, tagesschau gab etwa 11:30 Uhr an. Der Mast steht auf dem Platz der Republik und trägt die Flagge der Einheit, ein offizielles Nationaldenkmal für die deutsche Wiedervereinigung. Der Kletterer holte die schwarz-rot-goldene Flagge herunter, warf sie zu Boden und hisste an ihrer Stelle eine palästinensische Flagge. Am oberen Ende des Masts war er mit einem Klettergurt gesichert; die offizielle Flaggenbeschreibung gibt die Höhe mit 28,5 Metern an, mehrere Medien nannten 30 Meter. Die Flagge umfasst 60 Quadratmeter und wurde erstmals in der Nacht der Wiedervereinigung, vom 2. auf den 3. Oktober 1990, gehisst.

Unterstützer und Festnahmen

Zwei Männer im Alter von 20 und 32 Jahren standen am Fuß des Masts und unterstützten ihn von unten. Der Tagesspiegel berichtet, sie hätten den Aufstieg gefilmt und die Gruppe habe ihn live auf TikTok übertragen. Polizeisprecher Martin Halweg beschrieb ihre Rolle gegenüber dem Tagesspiegel:

„Zwei Mittäter standen am Fuß des Masts und filmten das Geschehen.“

Martin Halweg

Halweg sagte zudem, der Kletterer habe mehrfach und lautstark seine Unterstützung für Palästina bekundet. Gegen 12:30 Uhr stieg der Kletterer nach rund einer Stunde und 15 Minuten von selbst ab; Feuerwehrkräfte, die mit einem Drehleiterfahrzeug angerückt waren, mussten ihn nicht herunterholen. Polizei und Feuerwehr entfernten anschließend die palästinensische Flagge, die laut Focus um 12:30 Uhr noch wehte. Laut Spiegel sagte der Kletterer gegenüber Bild, er habe aus Solidarität mit Palästina gehandelt.

Die Berichte über die Festnahmen weichen voneinander ab. Der Tagesspiegel schreibt, alle drei Männer seien vorübergehend festgenommen worden, um ihre Identität festzustellen, und der 20-Jährige und der 22-Jährige seien anschließend für Identifizierungsmaßnahmen in eine Polizeizelle gebracht worden. Welt und Focus beschreiben ebenfalls drei Festnahmen. Tagesschau und RP Online berichten, die beiden Unterstützer seien nach Identitätsfeststellung und einem Platzverweis freigelassen worden, während der 22-Jährige in Gewahrsam blieb. Der Spiegel berichtet, die Polizei habe den Kletterer und den 20-Jährigen festgenommen, und der 20-Jährige solle nach der Identifizierung freigelassen werden.

Ermittlungen und Bekennerschreiben

Der Staatsschutz des Landeskriminalamts Berlin führt die Ermittlungen. Als Vorwürfe stehen im Raum: Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole, gemeinschädliche Sachbeschädigung, ein möglicher Verstoß gegen das Berliner Versammlungsgesetz sowie Hausfriedensbruch. Der Tagesspiegel berichtet, die Polizei werte die Aktion zudem als nicht angemeldete Demonstration. Laut Spiegel bekannte sich die Gruppe Peacefully Against Genocide auf Instagram zu der Aktion. Der Spiegel merkt an, dass es seit Beginn des Konflikts in Deutschland und besonders in Berlin immer wieder Proteste gegen den Gaza-Krieg und die humanitäre Lage im Gazastreifen gegeben habe.

Die Flagge selbst

Die Flagge der Einheit ist ein offizielles Nationaldenkmal für die deutsche Wiedervereinigung, die am 3. Oktober 1990 gefeiert wurde. Ihre 60 Quadratmeter große Flagge weht dauerhaft an einem 28,5 Meter hohen Mast aus feuerverzinktem Schiffbaustahl. Tagesschau beschrieb den Mast als knapp 30 Meter hoch; die Erklärung der Berliner Polizei zu dem Vorfall nannte keine eigene Höhe. Der Spiegel berichtete, die Flagge sei erstmals bei einer Zeremonie in der Nacht der Wiedervereinigung gehisst worden. Die Ermittlungen des Staatsschutzes dauern an, weitere Schritte hat die Polizei bislang nicht angekündigt.

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Quellen und Kontext

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Berlin

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