Sicherheit · Paris und Montpellier
Pariser Gericht verurteilt französisches IS-Mitglied Othman Garrido zu 30 Jahren Haft
Das Pariser Schwurgericht hat den 32-jährigen Othman Garrido wegen terroristischer Vereinigung und Morden im Zusammenhang mit einer öffentlichen Hinrichtung in Syrien 2015 verurteilt und eine 30-jährige Haftstrafe mit einer zweidritteligen Mindestverbüßungsdauer verhängt.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Le Parisien, Le Monde.fr, Franceinfo und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Das Pariser Schwurgericht verhängte am 22. September 2026 gegen den 32-jährigen Othman Garrido eine 30-jährige Haftstrafe mit einer zweidritteligen Mindestverbüßungsdauer.
Die Richter sprachen Garrido vom individuellen Mordvorwurf frei, befanden ihn jedoch des organisierten Mordes und der terroristischen Vereinigung im Zusammenhang mit einer Hinrichtung 2015 in Syrien für schuldig.
Fotos vom Telefon seiner Frau zeigten Garrido lächelnd neben Henkern bei der öffentlichen Enthauptung zweier Iraner in Syrien im Jahr 2015.
Garrido hielt sich von 2012 bis 2020 in Syrien auf, bevor er in der Türkei festgenommen und nach Frankreich überstellt wurde, wo er sechs Jahre in Untersuchungshaft verbrachte.
- 2020Türkische Behörden nehmen Garrido fest und liefern ihn nach Frankreich aus
- 2021Tyler Vilus erhält in Frankreich lebenslange Haft für die Hinrichtungen von 2015
- 22.09.Pariser Gericht verurteilt Garrido zu 30 Jahren Freiheitsstrafe
Urteil im Pariser Terrorprozess
Das Schwurgericht von Paris verurteilte den 32-jährigen französischen Staatsbürger Othman Garrido am Dienstag, den 22. September 2026, zu 30 Jahren Freiheitsstrafe. Das Urteil sieht eine zwingende zweidrittelige Mindestverbüßungsdauer vor, bevor eine vorzeitige Entlassung in Betracht gezogen werden kann. Garrido, gebürtig aus Montpellier, verbrachte acht Jahre zwischen 2012 und 2020 im Umfeld des Islamischen Staates in Syrien. Das Gericht sprach ihn von einem konkreten Mordvorwurf frei, verurteilte ihn jedoch wegen terroristischer Vereinigung und Mordes in einer organisierten Bande im Zusammenhang mit einer doppelten öffentlichen Hinrichtung in Syrien im Jahr 2015. Der Generalstaatsanwalt hatte lebenslange Haft mit einer 22-jährigen Sicherheitsverwahrung gefordert und Garrido als unermüdlichen Kämpfer charakterisiert, der bereits vor der Ausrufung des Kalifats beigetreten war und bis nach dessen Zusammenbruch blieb.
Fotos aus Syrien als Beweismittel
Die Beweisführung der Anklage stützte sich maßgeblich auf digitale Dateien von einem Mobiltelefon der Ehefrau Garridos. Die Fotos belegten seine Anwesenheit bei der öffentlichen Enthauptung zweier Iraner in Syrien im Jahr 2015, wo er lächelnd neben zwei bekannten französischen Dschihadisten fotografiert wurde, die inzwischen tot sind. Die Staatsanwaltschaft legte zudem ein undatiertes und nicht lokalisierbares Bild vor, das einen teilweise maskierten Mann zeigt, der über einem abgetrennten Körper steht – Grundlage des Mordvorwurfs. Während der Generalstaatsanwalt argumentierte, dass Kleidung, Haltung und Körperbau direkt auf Garrido hinwiesen, sprach ihn das Gericht von diesem Anklagepunkt frei. Die Staatsanwaltschaft zog einen Vergleich zu Tyler Vilus, einem weiteren französischen IS-Mitglied, das 2021 für seine Beteiligung an denselben Hinrichtungen von 2015 zu lebenslanger Haft verurteilt wurde.
Verteidigung und Radikalisierung
Garrido bestritt die Vorwürfe, persönlich als Henker tätig gewesen zu sein, und äußerte sich im Gerichtssaal zu seinen Handlungen und Online-Posts während seiner Zeit im syrischen Konfliktgebiet.
„Ich habe diesen Leuten kein Haar gekrümmt!“
Garrido behauptete im Laufe des einwöchigen Prozesses, in einem ultrareligiösen Haushalt unter einem Vater aufgewachsen zu sein, der zum Islam übergetreten war. Er argumentierte, er sei eher unter familiärem Druck nach Syrien gereist als aus persönlicher Gewaltüberzeugung. Er bezeichnete sich selbst als Teilnehmer, der Todesangst hatte und nach Anerkennung suchte, und beschrieb ein Umfeld, in dem gesellschaftliche Werte völlig auf den Kopf gestellt waren. Das Posten von Bildern abgetrennter Köpfe im Internet erklärte er als Prahlerei, um seine Loyalität gegenüber der Organisation zu demonstrieren.
„Heute schäme ich mich sehr dafür.“
Auslieferung und sechsjährige Untersuchungshaft
Garrido reiste 2012 nach Syrien, vor der Errichtung des Kalifats des Islamischen Staates in Teilen des Iraks und Syriens im Jahr 2014, und blieb dort, bis die Gruppe 2019 ihr Gebiet an eine von den USA geführte internationale Koalition verlor. Türkische Behörden nahmen Garrido 2020 fest und lieferten ihn an Frankreich aus, womit acht Jahre in der Region endeten. Anschließend verbrachte er sechs Jahre in französischer Untersuchungshaft in einer Abteilung zur Radikalisierungsprävention, bevor sein Fall vor dem Pariser Gericht verhandelt wurde.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Le Parisien" Je n'ai pas touché un cheveu de ces gens ! " : l'ex-djihadiste Othman Garrido nie être un bourreau
- Le Monde.frLe djihadiste français Othman Garrido condamné à trente ans de prison
- FranceinfoL'ex-jihadiste français Othman Garrido condamné à 30 ans de réclusion criminelle
- Ouest FranceProcès d'Othman Garrido : l'ex-djihadiste français en Syrie condamné à 30 ans de réclusion criminelle
- Orte
- Paris, Montpellier, Syrien
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