Sicherheit · Brüssel, Bochum und Eupen

Antonio Ferrara wegen vereitelten Überfalls auf Gelddepot in Bochum zu 13 Jahren Haft verurteilt

Ein Gericht in Brüssel hat am Donnerstag, 5. November 2026, Antonio Ferrara und neun Mitangeklagte wegen eines vereitelten Überfalls auf ein Gelddepot in Bochum verurteilt. Ferrara erhielt 13 Jahre, die übrigen Angeklagten wurden zu Haftstrafen zwischen 7 und 13 Jahren verurteilt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von La Libre.be, Le Monde.fr, RTBF und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Brüssel, Bochum, Eupen · Belgien, Deutschland
Wie es dazu kam
  1. 26.02.Der Konvoi hält wenige Kilometer vom Depot entfernt an und kehrt um, als die Polizei das Objekt umstellt
  2. 27.02.Die Bande zieht sich in eine Airbnb-Unterkunft in Eupen zurück, wo Spezialeinheiten die Verdächtigen festnehmen
  3. 5.11.Das Brüsseler Gericht verurteilt Ferrara und neun Mitangeklagte

Das Urteil

Am Donnerstag, 5. November 2026, verurteilte ein Gericht in Brüssel Antonio Ferrara, einen 53-jährigen Berufskriminellen aus Frankreich, wegen eines geplanten Überfalls auf ein Gelddepot in Bochum. Das Gericht verhängte 13 Jahre Haft gegen ihn, die neun Mitangeklagten erhielten Strafen zwischen 7 und 13 Jahren. Die Staatsanwaltschaft hatte für Ferrara selbst 18 Jahre gefordert. Sein Bruder, einer der Mitangeklagten, erhielt neun Jahre. Das Gericht bewertete die Operation als organisiert und stellte fest, dass der Raubplan tatsächlich in Gang gesetzt worden war; die Behauptung mehrerer Angeklagter, die Gruppe habe sich freiwillig zurückgezogen, wies es zurück. Vier der Angeklagten, darunter Ferrara, wurden als Wiederholungstäter eingestuft.

Strafe für Antonio Ferrara im Vergleich zur Forderung der StaatsanwaltschaftJahre
Forderung der Staatsanwaltschaft
18 Jahre
Urteil des Gerichts
13 Jahre

Daten aus dem Artikeltext

Der Plan und der Polizeieinsatz

Die französische Polizei erfuhr im November 2024, dass mehrere Größen der organisierten Kriminalität einen Coup vorbereiteten. Die föderale Gerichtspolizei Belgiens eröffnete eine parallele Untersuchung, nachdem sie von einem ähnlichen Vorhaben in Belgien erfahren hatte. Als sich zeigte, dass beide Gruppen zusammenarbeiteten, wurde eine gemeinsame Ermittlungsgruppe belgischer und französischer Behörden eingerichtet; Deutschland schloss sich an, sobald die Ermittler feststellten, dass das Ziel in Deutschland lag. Spätestens ab dem 15. Dezember 2024 beobachteten die Ermittler die Verdächtigen in der Nähe des Objekts in Bochum, wobei sie direktes Abhören in Fahrzeugen, GPS-Sender und Observation einsetzten. Ziel war ein Gelddepot, in dem Banken Banknoten, Schmuck und Gold lagern. Die Bande plante, in der Nacht vom 26. auf den 27. Februar 2025 zuzuschlagen.

Festnahme, Waffen und der Vorwurf des versuchten Mordes

Der Konvoi verließ Belgien, doch bei der Annäherung an Bochum sah die Bande zahlreiche Polizeifahrzeuge mit Blaulicht und kehrte zu ihrem Stützpunkt um, einer Airbnb-Unterkunft in Eupen, rund zwei Fahrstunden von Bochum entfernt. Dort warteten Spezialeinheiten der föderalen Polizei. Berichten zufolge standen rund 80 Angehörige der föderalen Gerichtspolizei und etwa 70 Beamte der Spezialeinheiten gemeinsam mit deutschen und französischen Kollegen bereit. Die Festnahme verlief gewaltsam, mehrere Fahrzeuge der Spezialeinheiten wurden beschädigt, und ein Verdächtiger fuhr gezielt auf Polizeibeamte zu und verletzte einen von ihnen. Das Gericht verurteilte den Fahrer eines der vier von der Bande genutzten Fahrzeuge wegen versuchten Mordes zu 12 Jahren; er war der einzige Angeklagte, dem dieser Vorwurf gemacht wurde. Bei der Durchsuchung der gestohlenen Fahrzeuge wurden sieben Kriegswaffen, 511 Schuss Munition, vier Granaten, sechs kugelsichere Westen und fast 500 Gramm Sprengstoff sowie Polizei- und Zolluniformen gefunden. Das Gericht bezeichnete die Gruppe als ernsthafte Gefahr für die Öffentlichkeit.

Verteidigung und Ferraras Vorstrafen

Ferrara war in Frankreich bereits wegen Raubüberfällen und versuchten Mordes verurteilt worden und zweimal auf spektakuläre Weise aus dem Gefängnis ausgebrochen, was ihm den Spitznamen „roi de la belle“ einbrachte. Nach zwölf Jahren Haft kam er 2022 frei. Laut VRT NWS hatte der damalige französische Innenminister Nicolas Sarkozy ihn einst öffentlich zum Staatsfeind erklärt. Während des Prozesses bestritt Ferrara die Vorwürfe, und sein Anwalt argumentierte, die DNA-Analyse sei unzuverlässig. Das Gericht wies dieses Argument zurück, sah keinen Grund, an den Erkenntnissen der Ermittler zu zweifeln, und bezeichnete Ferraras Aussagen als widersprüchlich und unglaubwürdig. Vor Gericht sagte Ferrara:

„Sie nutzen meine Vorstrafen, um mir die höchstmögliche Strafe zu geben.“

Antonio Ferrara, 53-jähriger französischer Berufskrimineller

Die französische Staatsanwältin Laure Beccuau äußerte sich später über die Mitglieder der Gruppe:

„Das waren Menschen, die weder Gesetze noch Waffen aufhalten können.“

Laure Beccuau, Französische Staatsanwältin

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