BerichtUS-Zwischenwahlen

Wahlen · Atlanta

Demokrat Jon Ossoff verteidigt Senatssitz in Georgia und schlägt den von Trump unterstützten Mike Collins

Der Demokrat Jon Ossoff hat die Wiederwahl gegen den Republikaner Mike Collins gewonnen, Prognosen mehrerer US-Sender zufolge. Der Sitz liegt in einem Bundesstaat, den Trump 2024 gewonnen hatte.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von 7sur7, stern.de, N-tv und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Foto: Senate Democrats, CC BY 2.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt). Archivbild, 2021

Ossoff behält seinen Sitz

Jon Ossoff hat die Wiederwahl in den US-Senat für Georgia gewonnen, Prognosen von Decision Desk HQ zufolge, über die zunächst Bloomberg und später NBC, CBS und CNN berichteten. Er besiegte den Republikaner Mike Collins, einen amtierenden Kongressabgeordneten, der die Unterstützung von Präsident Donald Trump hatte. Die Abstimmung fand am Dienstag, dem 3. November 2026, im Rahmen der Zwischenwahlen statt. Georgia ging 2024 mit zwei Prozentpunkten Vorsprung an Trump, womit Ossoff der einzige demokratische Senator im Amt ist, der einen Sitz in einem Bundesstaat verteidigt, den Trump in jenem Jahr gewonnen hatte.

Ein Rennen, das sich zu seinen Gunsten neigte

Zu Beginn des Wahlkampfs galt das Rennen als knapp, doch später zeigten Umfragen Ossoff in Führung. Laut einer Analyse von CNN verschob der Cook Political Report seine Bewertung des Sitzes schrittweise von einem offenen Rennen hin zu einer für ihn günstigeren Einschätzung. Trump nannte Ossoff einen schwachen, arroganten und von Hass erfüllten radikalen Linken im Senat, obwohl Ossoff sich selbst zu den Gemäßigten seiner Partei zählt. Ossoff konterte mit dem Vorwurf, der 80-jährige Präsident führe altersverwirrtes Geschwafel im Mund. Im Wahlkampf richtete er seine Angriffe auf Korruption, Regierungstransparenz sowie die Wirtschaftspolitik und die Zölle der Trump-Regierung.

Worum es bei den Zwischenwahlen geht

Bei den Zwischenwahlen wurden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Sitze im Senat entschieden. Beide Kammern werden derzeit von Trumps Republikanern kontrolliert. Die Demokraten müssten netto vier zusätzliche Senatssitze gewinnen, um eine Mehrheit von 51 zu erreichen. Ossoffs Rennen gehörte zu den ersten Senatswettbewerben, die entschieden wurden, und die Demokraten hatten bereits einen Senatssitz in Virginia gehalten.

Wahlbeteiligung und Spendensummen

Offizielle Zahlen zeigten, dass in Georgia bereits 2.000.452 Menschen vor dem Wahltag ihre Stimme abgegeben hatten, dazu 97.382 Briefwahlstimmen, die eingegangen und anerkannt worden waren. Die vorzeitige Stimmabgabe steht im Vergleich zu 1.640.652 Wählern zum gleichen Zeitpunkt vier Jahre zuvor. Ossoff sammelte im Wahlkampf 136,6 Millionen Dollar ein, den zweithöchsten Betrag unter den demokratischen Kandidaten, hinter James Talarico, der in Texas für den Senat antritt und mehr als 146,3 Millionen Dollar einnahm.

Vorzeitige Stimmen in Georgia: 2026 und vier Jahre zuvorWähler
Vorzeitige Stimmen 2026
2000452 Wähler
Gleicher Zeitpunkt vier Jahre zuvor
1640652 Wähler

Daten aus dem Artikeltext

Ein aufsteigender Demokrat

Ossoff, 1987 in Atlanta geboren, ist 39 Jahre alt und der jüngste Senator in Washington. Er ist zudem der erste jüdische Senator aus Georgia. Vor seinem Einstieg in die Politik arbeitete er mit der Bürgerrechtsikone John Lewis zusammen und leitete eine Produktionsfirma für investigative Dokumentarfilme, die sich auf Korruption und Menschenrechtsverletzungen konzentrierte. Er verlor 2017 ein Rennen um das Repräsentantenhaus, gewann aber im Januar 2021 die Stichwahl gegen Senator David Perdue. Barack Obama trat vor den Zwischenwahlen gemeinsam mit ihm in Atlanta auf und stand mit ihm auf der Bühne. Ossoff hat erklärt, kein Interesse an einer Präsidentschaftskandidatur zu haben, doch viele in seiner Partei sehen in ihm bereits einen möglichen Anwärter für 2028.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Atlanta · Vereinigte Staaten

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen