
Omoda präsentiert in Paris das Einstiegsmodell Omoda 4 mit Hybrid- und Elektroversion
Omoda hat auf dem Pariser Autosalon den neuen Einstiegswagen Omoda 4 in einer Hybrid- und einer Elektroversion gezeigt und zugleich eine umfassende Erneuerung des Omoda 5 vorgestellt. Der Hersteller nennt für den Hybrid einen Startpreis unter 25.000 Euro, für die Elektroversion unter 30.000 Euro.
Ein neuer Einstieg bei Omoda
Omoda, das RP Online als Ableger der chinesischen Marke Chery beschreibt, hat auf dem Pariser Autosalon, der vom 12. bis 18. Oktober 2026 läuft, den Omoda 4 vorgestellt. Das Unternehmen bezeichnet ihn als erstes echtes Einstiegsauto seiner Modellpalette. Mit 4,42 Metern Länge ist er zwei Klassen kleiner als der Lamborghini Urus, dessen Optik er sich leiht, und er zielt auf Rivalen wie den MG4 und den Nissan Leaf. Einen bestätigten Preis hat Omoda nicht genannt.
Hybrid- und Elektroversion
Omoda wird den Omoda 4 als Hybrid oder als reines Elektroauto anbieten. Der Hybrid kombiniert eine Systemleistung von 205 kW (279 PS) mit einer 1,8-kWh-Pufferbatterie für kurze elektrische Fahrten in der Stadt und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 179 km/h. Die Elektroversion nutzt einen 160-kW-Motor (218 PS) und eine 67-kWh-Batterie mit 400 Volt, was laut Omoda knapp 500 Kilometer Reichweite ermöglicht und mit bis zu 120 kW lädt. Dem Unternehmen zufolge beschleunigt die Elektroversion in 7,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h, der Hybrid in 8,1 Sekunden. Eine andere Darstellung nennt für den Hybrid eine Gesamtleistung von 224 PS und 295 Nm Drehmoment, also dieselbe Auslegung wie beim Omoda 5 Hybrid, sodass die veröffentlichten Hybridwerte nicht zusammenpassen.
- Elektroversion
- 7.9 s
- Hybrid
- 8.1 s
Marktstart und Preis
Endgültige Preise hat Omoda nicht veröffentlicht. Das Unternehmen nennt für den Hybrid einen Startpreis unter 25.000 Euro und für die Elektroversion unter 30.000 Euro, womit der Omoda 4 das günstigste Modell der Marke wäre. Der Zeitpunkt des Marktstarts wird unterschiedlich angegeben. Eine Quelle erwartet die Autos zum Jahreswechsel in den Handel, eine andere die erste Hälfte des Jahres 2027, nach dem Omoda 5. Ein Bericht merkt an, dass der Omoda 5 zu einem Preis von knapp 28.000 Euro ohne elektrifizierte Version startete, sodass der Omoda 4 voraussichtlich darunter liegen wird.
- Hybrid, unter
- 25000 EUR
- Elektro, unter
- 30000 EUR
Design und Ausstattung
Zu den vom Lamborghini entlehnten Designelementen gehören eine rote bewegliche Abdeckung über dem Startknopf in der Mittelkonsole und ein digitales Cockpit. Zur Serienausstattung zählen beheizte Vordersitze und ein beheiztes Lenkrad, adaptiver Tempomat, schlüsselloser Start sowie kabelloses Apple CarPlay und Android Auto. Optional gibt es eine 360-Grad-Kamera, die Omoda wegen der zusätzlichen Darstellung des Bereichs unter dem Fahrzeug 540 nennt, fortschrittliche Parksysteme, elektrische Sitzverstellung, eine elektrische Heckklappe, Kunstlederpolster, ein Panorama-Glasdach und ein kabelloses 50-W-Ladegerät. Omoda verspricht außerdem eine intelligentere Sprachsteuerung und die Fernbedienung einzelner Funktionen über eine eigene Handy-App, die noch nicht getestet wurde.
Erneuerung des Omoda 5 auf derselben Messe
Omoda präsentiert in Paris eine umfassende Erneuerung des Omoda 5 mit Änderungen außen wie innen. Der Omoda 5 Hybrid hat es unter die zehn meistverkauften nicht aufladbaren Hybride in Spanien geschafft. Francesco Colonnese, Vizepräsident von Omoda&Jaecoo Iberia, führt die Anpassungsfähigkeit der Marke und ihre kurzen Entwicklungszyklen als Vorteil gegenüber europäischen Rivalen an. Die Verkäufe von Omoda 7 und Omoda 9 haben der Marke ein neues Image gegeben, und der Omoda 5 wirkt daneben inzwischen nicht mehr zeitgemäß.

