Diplomatie · Wien und Brüssel
Österreich droht mit nationalem Veto gegen den EU-Haushalt 2028–2034 und verweist auf rote Linie bei den Ausgaben
Bundeskanzler Christian Stocker sagte der „Die Welt“, Wien werde dem Haushalt für 2028–2034 nicht zustimmen, wenn seine rote Linie überschritten werde. Erforderlich ist Einstimmigkeit unter den 27 Mitgliedstaaten, und die Lager der Sparsamen und der Kohäsionsbefürworter liegen weiterhin weit auseinander.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von HotNews.ro, G4Media.ro, ΣΚΑΪ und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Stocker sagte, Österreich werde dem Haushalt 2028–2034 nicht zustimmen, wenn seine rote Linie überschritten werde, und machte keine Angaben dazu, wo diese Linie verläuft (Interview mit „Die Welt“, Montag, 26. Oktober).
Die Zustimmung zum Haushalt erfordert die Einigkeit aller 27 Mitgliedstaaten; der Vorschlag der Kommission für 2028–2034 liegt bei rund 1,985 Billionen Euro.
Die sparsamen Staaten wiesen den Text der irischen Ratspräsidentschaft über 1.830 Milliarden Euro für 2028–2034 zurück; rumänische Berichte beziffern ihn auf 160 Milliarden Euro unter dem Ansatz der Kommission.
Stocker sagte, die Positionen lägen noch sehr weit auseinander; eine Gruppe von 17 Ländern namens „Freunde der Kohäsion“ lehnt Kürzungen am Gesamthaushalt ab.
Österreich zieht eine rote Linie
Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker hat erklärt, Österreich werde dem EU-Haushalt für 2028–2034 nicht zustimmen, wenn eine rote Linie überschritten werde. In einem Interview mit der deutschen Tageszeitung „Die Welt“ sagte er, diese Linie existiere, machte aber unter Verweis auf Verhandlungstaktik keine Angaben dazu, wo sie verlaufe. Über die Drohung wurde am Montag, 26. Oktober, berichtet; einige Berichte bezeichnen sie als das erste Mal, dass ein europäischer Regierungschef wegen des Ausgabenplans ein nationales Veto androht. Die Drohung wiegt schwer, weil die Zustimmung zum mehrjährigen Haushalt Einstimmigkeit unter allen 27 Mitgliedstaaten erfordert – eine einzige Regierung kann eine Einigung blockieren.
Nettozahler und die Größe des Haushalts
Stocker argumentierte, es müsse ein Kompromiss gefunden werden, aber nicht um jeden Preis. Er sagte, Deutschland, Österreich und einige andere Nettozahler – also Länder, die mehr in die EU einzahlen, als sie erhalten – bräuchten keine schnelle Einigung. Österreich gehört zum Lager der Sparsamen und fordert tiefe Einschnitte in den Vorschlag der Kommission, den die Behörde von Ursula von der Leyen für den Zeitraum mit rund 1,985 Billionen Euro beziffert hat. Rumänische Berichte schreiben Wien die Formulierung „ein paar Milliarden Euro“ als Größenordnung der angestrebten Kürzungen zu, während ein griechischer Bericht von Kürzungen in Höhe von mehreren hundert Milliarden Euro spricht – das Ausmaß der österreichischen Forderung ist in der Berichterstattung also umstritten. Der Vorschlag setzt Schwerpunkte auf Wettbewerbsfähigkeit, Sicherheit und Verteidigung.
Konkurrierende Lager
Stocker sagte, die Positionen lägen noch sehr weit auseinander, und verwies auf eine Gruppe von 17 Ländern, die sich „Freunde der Kohäsion“ nennt. Diese Gruppe lehnt eine Verkleinerung des Gesamthaushalts ab und will traditionelle Politikbereiche, darunter die Gemeinsame Agrarpolitik und die Kohäsionspolitik, unangetastet lassen. Die sparsamen Staaten haben den jüngsten Kompromisstext der irischen Ratspräsidentschaft abgelehnt, der den Haushalt 2028–2034 auf 1.830 Milliarden Euro festsetzt. Rumänische Berichte beziffern dies auf 160 Milliarden Euro unter dem ursprünglichen Ansatz der Kommission, ein griechischer Bericht nennt 159 Milliarden.
- Vorschlag der Kommission
- 1985 Mrd. Euro
- Kompromiss der irischen Ratspräsidentschaft
- 1830 Mrd. Euro
Daten aus dem Artikeltext
Stockende Gespräche vor Jahresende
Die EU-Staats- und Regierungschefs erzielten bei ihrem letzten einschlägigen Gipfel Mitte Oktober keine Einigung, und die Differenzen über Umfang und Verteilung der Ausgaben bleiben erheblich, heißt es in einem griechischen Bericht. Antonio Costa, Präsident des Europäischen Rates, hat die Verhandlungen übernommen und versucht, eine Einigung zwischen den Hauptstädten zu vermitteln. Der Staatenbund will bis Ende dieses Jahres eine Einigung erzielen, und Österreichs Drohung fügt einem ohnehin stockenden Prozess ein neues nationales Hindernis hinzu – blockiert ist er wegen der Gesamthöhe der Ausgaben.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- HotNews.roDer erste europäische Staatschef, der droht, den künftigen EU-Haushalt mit einem nationalen Veto zu blockieren. „Rote Linie“ aus dem Lager der „sparsamen“ Staaten beschworenPrimul lider european care amenință să blocheze, cu un veto național, viitorul buget al UE. "Linie roșie", evocată din tabăra statelor "frugale" - HotNews.ro · Original auf Rumänisch
- G4Media.roÖsterreich droht mit der Blockade der Genehmigung des künftigen EU-Haushalts für den Zeitraum 2028-2034 wegen zu hoher AusgabenAustria ameninţă cu blocarea aprobării viitorului buget al UE pentru perioada 2028-2034 din cauza cheltuielilor prea mari · Original auf Rumänisch
- ΣΚΑΪÖsterreich: Christian Stocker droht mit Veto gegen EU-HaushaltΑυστρία: Ο Κρίστιαν Στόκερ απειλεί με βέτο στον προϋπολογισμό της ΕΕ · Original auf Griechisch
- Η ΝαυτεμπορικήÖsterreich droht mit Veto für den Mehrjährigen FinanzrahmenΗ Αυστρία απειλεί με βέτο για το Πολυετές Δημοσιονομικό Πλαίσιο · Original auf Griechisch
- Christian Stocker
- Österreichischer Bundeskanzler, der mit einem nationalen Veto gegen den EU-Haushalt 2028–2034 drohte
- Ursula von der Leyen
- Präsidentin der Europäischen Kommission, deren Behörde den Haushalt 2028–2034 vorgeschlagen hat
- Antonio Costa
- Präsident des Europäischen Rates, der die Haushaltsverhandlungen übernommen hat
- Orte
- Wien, Österreich, Deutschland, Berlin
- Organisationen
- Europäische Union
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