Verkehr · Sihanoukville und Belfast

Kreuzfahrtschiff Odyssey stoppt Weltreise wegen Treibstoffkosten in Kambodscha

Villa Vie Residences hat die Odyssey in Sihanoukville außer Betrieb genommen und die Bewohner am Montag, 26. Oktober, von Bord beordert. Das Unternehmen erklärte, die Treibstoffkosten pro Kabine lägen weit über dem historischen Durchschnitt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von AP NEWS, BBC, De Standaard und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Sihanoukville, Belfast · Kambodscha, Vereinigtes Königreich
Wie es dazu kam
  1. Oktober 2024Die Odyssey verlässt Belfast zu einer durchgehenden Weltreise
  2. 23.10.Das Schiff legt in Sihanoukville zu einem geplanten fünftägigen Aufenthalt an
  3. 26.10.Die Bewohner werden aufgefordert, das Schiff bis 14 Uhr zu verlassen
  4. 27.10.Villa Vie Residences bestätigt die Aussetzung des Betriebs in Kambodscha

Schiff stoppt Reise in Sihanoukville

Villa Vie Residences hat den Betrieb der Odyssey in Kambodscha ausgesetzt und damit eine Weltreise beendet, die im Oktober 2024 in Belfast begonnen hatte. Die Reise war laut der Website des Betreibers auf 3,5 Jahre und fast 150 Länder angelegt. Das Schiff hatte am 23. Oktober in Sihanoukville für einen geplanten fünftägigen Aufenthalt angelegt und sollte anschließend nach Vietnam weiterfahren. Am Montag, 26. Oktober, wurden die Bewohner aufgefordert, das Schiff bis 14 Uhr zu verlassen; nur die Besatzung blieb an Bord, um es in Stand zu halten. Das Unternehmen bestätigte die Aussetzung am 27. Oktober in einer Erklärung; ob die Kreuzfahrt fortgesetzt wird, blieb unklar.

Treibstoffkosten als Grund für die Entscheidung

Das Unternehmen erklärte, die monatlichen Treibstoffausgaben pro Kabine hätten historisch bei etwa 1.800 US-Dollar gelegen, würden inzwischen aber in Teilen Asiens während des Kriegs im Iran auf 6.000 bis 8.000 US-Dollar geschätzt. Man habe den Verbrauch durch ein langsameres Tempo der Route und längere Hafenaufenthalte zu senken versucht, doch diese Schritte hätten den Anstieg nicht ausgleichen können. Villa Vie Residences erklärte, man habe den Betrieb einstellen müssen, weil man die Verluste nicht weiter tragen könne.

„Wir waren nicht in der Lage, die daraus entstehenden Betriebsverluste weiter zu tragen.“

Villa Vie Residences

Der Betreiber erklärte, man werde die kommenden 60 Tage für Restrukturierung und Rekapitalisierung nutzen, fügte aber hinzu, dass kein Ergebnis gesichert sei. In der Erklärung hieß es zudem, der Kostenanstieg sei zu groß, um ihn an die Bewohner weiterzugeben.

Monatliche Treibstoffkosten pro KabineUSD
Historischer Durchschnitt
1800 USD
Teile Asiens, niedrige Schätzung
6000 USD
Teile Asiens, hohe Schätzung
8000 USD

Daten aus dem Artikeltext

Zurückgelassene Bewohner

Das Schiff beförderte 203 Passagiere aus 15 Nationalitäten, überwiegend Amerikaner, sowie 156 Besatzungsmitglieder – bei einer Kapazität von 650 Bewohnern. Der Gründer des Betreibers sagte Bloomberg, es seien rund 200 Passagiere an Bord gewesen, während die BBC berichtete, es sei unklar, wie viele sich tatsächlich an Bord befanden.

Passagiere, Besatzung und Kapazität der OdysseyPersonen
Passagiere an Bord
203 Personen
Besatzung an Bord
156 Personen
Kapazität des Schiffs
650 Personen

Daten aus dem Artikeltext

Randy Cassingham, ein Bewohner der Odyssey, der die Mitteilung über die Ausschiffung in seinem Blog „Residential Cruising“ veröffentlichte, schrieb auf Facebook, der Treibstoffpreis sei nur ein Teil des Problems. Er verwies auf das Geschäftsmodell, Managementfehler sowie die allgemeine Kosten- und Verfügbarkeitslage beim Treibstoff als ein Bündel von Problemen, die sich gegenseitig verstärkt hätten. Er und seine Frau hatten 2024 ihr Haus in Colorado verkauft, um an Bord zu leben, und checkten nun in ein Hotel in Kambodscha ein, bevor sie nach Thailand weiterreisen wollten. In der Mitteilung hieß es, bis 18 Uhr am 27. Oktober blieben Shuttlebusse für Bewohner verfügbar, die ihr Gepäck noch nicht abgeholt hätten.

Wie es weitergeht

Das Unternehmen hat ein 60-Tage-Fenster für Restrukturierung und Rekapitalisierung gesetzt und erklärt, dass kein Ergebnis gesichert sei. Die Odyssey sollte ursprünglich bis August 2030 auf See bleiben, und der Betreiber hatte ein zweites Wohnschiff geplant, das Anfang 2029 in Dienst gehen sollte. Die Erklärung vom 27. Oktober ging auf dieses zweite Schiff nicht ein. Zuvor hatte sich die Abfahrt aus Belfast wegen Reparaturen um Monate verzögert, wodurch Passagiere dort festsaßen und dem Unternehmen Kosten in Millionenhöhe entstanden. Unklar bleibt, welche Unterstützung die Bewohner bei der Unterbringung erhalten haben, ob die Kreuzfahrt fortgesetzt wird und ob Rückzahlungen geleistet werden.

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