
Fähre Eurochampion Jet mit 777 Passagieren in Heraklion manövrierunfähig – Festmacherleine verfängt sich im Antrieb
Das unter zypriotischer Flagge fahrende Schnellschiff Eurochampion Jet wurde auf Kreta manövrierunfähig, nachdem widrige Wetterbedingungen dazu geführt hatten, dass sich eine Festmacherleine im Antriebssystem verfing. Taucher sollten das Schiff für die planmäßige Fahrt nach Piräus wieder freibekommen.
Störung beim Auslaufen im Hafen von Heraklion
Das unter zypriotischer Flagge fahrende Hochgeschwindigkeits-Passagier- und Fahrzeugschiff Eurochampion Jet wurde am Morgen des 1. Oktober 2026 im Hafen von Heraklion auf der Insel Kreta manövrierunfähig. Der mechanische Defekt trat auf, als das Schiff sein planmäßiges Auslaufmanöver aus der kretischen Hafenanlage begann. Widrige Wetterbedingungen im Seegebiet der Region trugen zu den operativen Komplikationen beim Ablegen am Kai bei. Ein schweres Festmacherkabel verfing sich während des Auslaufmanövers direkt im Antriebssystem des Schiffes. Diese physische Verwicklung beeinträchtigte den Betrieb der Antriebsmaschinerie und hinderte das Schnellschiff daran, aus dem Hafenbecken auszulaufen. Die Hafenbehörden nahmen den Vorfall auf und wiesen die Fähre an, ihr Auslaufmanöver sofort abzubrechen.
Passagiermanifest und Störung an Bord
Zum Zeitpunkt des mechanischen Defekts befanden sich insgesamt 777 Passagiere sowie vier private Pkw an Bord der Eurochampion Jet. Die unerwartete Manövrierunfähigkeit verursachte erhebliche Störungen und Unannehmlichkeiten für die Reisenden, die für die Fahrt mit mehreren Zwischenstopps an Bord gegangen waren. Die Passagiere mussten an Bord des stillliegenden Schiffes im Hafen von Heraklion bleiben, während sie auf operative Informationen zum Zustand des Schiffes warteten. Besatzung und Hafenvertreter bemühten sich, die Lage an Bord zu bewältigen, während die Reisenden auf Nachrichten zur Machbarkeit der Abfahrt warteten. Die Anwesenheit von Hunderten Passagieren und vier privaten Fahrzeugen an Bord rückte das Ziel einer schnellen technischen Lösung am Kai in den Mittelpunkt.
Geplante Kykladenroute und Zielhäfen
Die planmäßige Reise der Eurochampion Jet war ein umfangreicher Inselverkehr, der Kreta mit mehreren Zielen auf den Kykladen und dem griechischen Festland verband. Nach den bei der griechischen Küstenwache eingereichten Fahrtdetails sollte das Schnellschiff von Heraklion ablegen und zunächst die Insel Thira anlaufen. Die offizielle Routenplanung des Schiffes sah anschließend aufeinanderfolgende Zwischenstopps in Naxos, Paros, Mykonos und Syros vor. Endziel der Morgenverbindung war der Hafen von Piräus bei Athen. Die mechanische Blockade in Heraklion verzögerte die gesamte Verkehrskette über jeden dieser geplanten ägäischen Inselstopps.
- Abfahrt vom Hafen Heraklion auf Kreta
- Planmäßiger Anlauf von Thira
- Planmäßiger Anlauf von Naxos
- Planmäßiger Anlauf von Paros
- Planmäßiger Anlauf von Mykonos
- Planmäßiger Anlauf von Syros
- Abschließende Ankunft im Hafen von Piräus
Mobilisierung der Küstenwache und Tauchereinsatz
Die griechische Küstenwache mobilisierte ihre Verwaltungs- und Einsatzeinheiten im Hafen von Heraklion unmittelbar nach Eingang der Meldung über die Verwicklung im Antrieb. Die Seebehörden koordinierten sich mit der Schiffsführung und genehmigten sofortige technische Bergungsmaßnahmen, um das Problem am Kai zu lösen. Ein privater Berufstaucher wurde beauftragt und direkt im Wasser rund um den Schiffsrumpf eingesetzt, um den erforderlichen Unterwassereingriff durchzuführen. Der Taucher arbeitete unter der Wasseroberfläche, um das eingeklemmte Festmacherkabel aus der Antriebseinheit zu lösen und zu bergen. Die technischen Arbeiten am Liegeplatz von Heraklion wurden mit dem Ziel fortgesetzt, die volle Antriebsfunktion wiederherzustellen und dem Schiff die sichere Fortsetzung seiner Reise zu ermöglichen.


