Wirtschaft · Sihanoukville

Gestrandetes Kreuzfahrtschiff Odyssey in Kambodscha steht vor der Versteigerung, nachdem der Kaufversuch gescheitert ist

Die Villa Vie Odyssey, die seit Ende Oktober in Sihanoukville festsitzt, dürfte nun versteigert werden, nachdem die Bewohner nicht genug Geld für den Kauf des Schiffes aufbringen konnten. Rund 200 Passagiere haben das Schiff verlassen, und die Crew gibt an, seit mehr als einem Monat keinen Lohn erhalten zu haben.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Digi24, Bloomberg Business, The New York Times und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Sihanoukville · Kambodscha
Wie es dazu kam
  1. 29.10.Die Bewohner unternehmen ein letztes Kaufangebot für das Schiff
  2. 31.10.Sagar Capital teilt den Passagieren in einem Brief mit, dass das Angebot gescheitert ist
  3. 2.11.Die New York Times berichtet, das Schiff werde wahrscheinlich versteigert

Wie die Reise zum Stillstand kam

Die Odyssey, betrieben von Villa Vie Residences, sollte drei Jahre lang über alle sieben Kontinente fahren – eine Reise, die bis Ende 2027 dauern sollte. Das Schiff legte Ende Oktober in Sihanoukville in Kambodscha an, als der Betreiber mitteilte, das Treibstoff nicht mehr bezahlen zu können. Das Unternehmen machte außergewöhnliche Treibstoffkosten im Zusammenhang mit dem Krieg mit dem Iran dafür verantwortlich und erklärte, es arbeite an einer Umstrukturierung und Rekapitalisierung innerhalb der folgenden 60 Tage. Nach Angaben des Unternehmens waren die monatlichen Treibstoffausgaben pro Kabine in Teilen Asiens von etwa 1.800 US-Dollar auf geschätzte 6.000 bis 8.000 Dollar gestiegen. Die kambodschanischen Behörden zählten 203 Bewohner an Bord, als das Schiff den Hafen erreichte, während die New York Times die Zahl der Passagiere mit rund 200 angab. Bewohner, die zwischen 119.999 und 439.999 Dollar für ihre Kabinen gezahlt hatten, erhielten nur acht Stunden Zeit, um zu packen und das Schiff zu verlassen.

Passagiere stellen die Finanzen infrage

Die Passagiere sagen, die Probleme hätten lange vor dem Treibstoffpreisanstieg begonnen. Paul Montoya, Mitglied des siebenköpfigen Bewohnerrats, sagte, der Betreiber habe im April erstmals um ein Treibstoffdarlehen gebeten, und viele Bewohner hätten beigetragen in der Annahme, dass sie es mit Zinsen zurückerhalten würden. Barbara Figiel, die etwa eineinhalb Jahre an Bord gelebt hatte, sagte, erst das Internet und dann das Essen hätten sich verschlechtert, bevor das Schiff stoppte, und die Gäste seien wiederholt aufgefordert worden, zusätzlich zu zahlen. Eine Kolumne von Bloomberg Opinion argumentierte, die finanziellen Schwierigkeiten des Schiffes hätten bereits vor dem Krieg im Iran bestanden, auch wenn die Schlagzeilen steigende Treibstoffpreise dafür verantwortlich gemacht hätten. Die wiederholten Bitten um mehr Geld ließen viele Bewohner fragen, wie viel sie sich noch leisten könnten, um die Reise fortzusetzen.

Der gescheiterte Kauf

Die Bewohner unternahmen in den letzten Oktobertagen einen letzten Versuch, das Schiff zu kaufen. Montoya bezeichnete das Angebot vom Donnerstag, 29. Oktober, als letzten verzweifelten Versuch der Gruppe. Am Samstag, 31. Oktober, teilte eine von Bewohnern unterstützte Gruppe namens Sagar Capital den Passagieren in einem Brief mit, der Versuch sei nach zweimonatigen Verhandlungen ohne Einigung gescheitert. Business Insider, der den Brief analysierte und mit drei Bewohnern sprach, die dessen Inhalt bestätigten, berichtete, die Gruppe habe die Unfähigkeit angeführt, mit dem Gläubiger des Schiffes eine Einigung zu erzielen, höhere Schulden bei Villa Vie als erwartet, rechtliche Risiken, Insolvenzkosten und finanzielle Risiken für die Ersparnisse der Bewohner. Laut dem Brief hatten sich 169 der 203 Bewohner zur Beteiligung verpflichtet, doch die zugesagte Summe blieb zu niedrig. Montoya sagte, die Gruppe sei ihrem Verkaufsziel nahe gekommen, es sei jedoch kein Geld von den Bewohnern eingezogen worden.

Bewohner an Bord im Vergleich zu Bewohnern, die eine Beteiligung zugesagt habenBewohner
Bei Ankunft an Bord
203 Bewohner
Beteiligung zugesagt
169 Bewohner

Daten aus dem Artikeltext

Versteigerung, unbezahlte Crew und wie es weitergeht

Der Kreditgeber und das Schiffsführungsteam der Columbia Group bereiten nun die Übernahme des Schiffes vor und planen, es zu versteigern, berichtete die New York Times am Montag, 2. November. Villa Vies Gründer Mikael Petterson sagte der Zeitung per Textnachricht, das Unternehmen halte das Schiff formal noch, während die Bank ein Verfahren zur Sicherung ihrer Sicherheiten beginne.

„Wir hoffen, eine Umstrukturierung deutlich schneller abschließen zu können.“

Mikael Petterson

NBC News berichtete unter Berufung auf Arbeiter und Bewohner, dass etwa 150 Crewmitglieder seit mehr als einem Monat keine Löhne erhalten hätten, nachdem es bereits zuvor Zahlungsverzögerungen gegeben habe. Ein Crewmitglied aus Indien sagte, die Zahlungen seien seit drei Monaten verspätet eingetroffen, und seit September habe er nichts erhalten. Er sagte, er wolle nach Hause und bezeichnete sich als psychisch erschöpft. Der amerikanische Bewohner Tom Carter sagte, die Crew habe kein Geld für die Heimreise, und die Bewohner hätten eine Spendenbox aufgestellt, um Geld für sie zu sammeln. Die Berichterstattung nennt keinen Termin für die Versteigerung.

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