Konflikte · Anapa, Kirovsk und Wolsk

Nowitschok-Mitentwickler Vladimir Uglev stirbt in Anapa, Todesursache unbekannt, Tod erst eine Woche später bekannt

Der Chemiker Vladimir Uglev starb am 26. Oktober, doch bekannt wurde die Nachricht erst etwa eine Woche später. Weder die Todesursache noch der Grund für die verzögerte Bekanntgabe sind bekannt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von LBC, Blesk.cz, Il Sole 24 ORE und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Anapa, Kirovsk, Wolsk · Russland
Wie es dazu kam
  1. 2018Gibt Medieninterviews nach der Skripal-Vergiftung in Salisbury
  2. 2020Äußert sich zum Nowitschok, mit dem Alexei Navalny vergiftet wurde
  3. 26.10.Stirbt laut The Insider; die Nachricht wird etwa eine Woche später bekannt

Tod und Bekanntwerden

Der russische Chemiker Vladimir Uglev, der an der Entwicklung des Nervenkampfstoffs Nowitschok mitwirkte, starb am 26. Oktober, wie The Insider berichtet. Bekannt wurde der Tod erst etwa eine Woche später, eine Todesursache wurde nicht genannt. Laut LBC ist auch der Grund für die verzögerte Bekanntgabe unbekannt. Uglev verbrachte seine letzten Jahre in Anapa, einem Badeort am Schwarzen Meer. Christo Grozev von The Insider gab die Information weiter, so rmf24. Die Angaben zu seinem Alter weichen voneinander ab: LBC und rmf24 nennen 80 Jahre, ANSA und Il Sole 24 ORE 81 Jahre.

Karriere und die Nowitschok-Arbeit

Uglev wurde am 20. September 1946 in Kirovsk in Russland geboren. 1975 schloss er sein Studium am Dmitri-Mendelejew-Institut für Chemische Technologie in Moskau ab, mit Spezialisierung auf Chemie und Technologie biologisch aktiver Substanzen. Von 1975 bis 1990 arbeitete er als leitender Wissenschaftler in der Filiale Wolsk des Staatlichen Forschungsinstituts für organische Chemie und Technologie, das an der Entwicklung von Giftstoffen beteiligt war. Blesk verortet denselben Zeitraum in einer geheimen Forschungseinrichtung in Saratow, die Quellen unterscheiden sich also beim Ort. LBC ergänzt, dass er in den 1990er-Jahren an einigen der frühesten Nowitschok-Kampfstoffe am 33. Zentralen Wissenschaftlichen Forschungs- und Prüfinstitut des russischen Verteidigungsministeriums arbeitete.

Salisbury, Navalny und der Autounfall

Weithin bekannt wurde Uglevs Name 2018, als er nach der Vergiftung von Sergei und Yulia Skripal in Salisbury in England Medieninterviews gab. Er sagte, er habe keinen Zweifel, dass es sich um A-234 gehandelt habe, und die hohe Reinheit der Probe lege nahe, dass sie aus einer Charge stammen könnte, die er selbst hergestellt hatte. Er beschuldigte den Kreml des Anschlags und bezeichnete ihn laut Blesk als außerordentlich schwerwiegenden terroristischen Akt gegen ein ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrats. 2020 äußerte er sich zudem zu den Eigenschaften des Giftes, das gegen Alexei Navalny eingesetzt wurde; rmf24 weist darauf hin, dass Russland jede Verantwortung für solche Anschläge stets bestritten hat.

„Das war ein Mordanschlag auf staatlicher Ebene.“

Vladimir Uglev

Blesk berichtet, dass ihn kurz nach seiner öffentlichen Kritik am Kreml ein Auto auf einem Fußgängerüberweg nahe seinem Haus in Anapa erfasste und er dabei Verletzungen am Kopf und an der Hand erlitt. Später sagte er, er halte den Zusammenstoß für einen bedauerlichen Unfall. Anschließend tauchten in der Stadt Plakate mit haltlosen Pädophilie-Vorwürfen gegen ihn auf. Die Polizei durchsuchte sein Haus, überprüfte elektronische Geräte und nahm seine Fingerabdrücke, fand aber keine Beweise.

Britische Sanktionen und offene Fragen

Bereits Anfang 2026 sanktionierte die britische Regierung Wissenschaftler und Einrichtungen, die für die Entwicklung des bei dem Anschlag in Salisbury 2018 verwendeten Nowitschok verantwortlich waren; Uglev war laut LBC nicht unter den Genannten. Außenministerin Yvette Cooper sagte:

„Russlands wiederholter Einsatz von Chemiewaffen ist eine widerwärtige Verletzung des Völkerrechts und eine direkte Bedrohung der globalen Sicherheit.“

Yvette Cooper, Britische Außenministerin

Cooper versprach, Russlands Verstöße gegen die Chemiewaffenkonvention weiterhin öffentlich anzuprangern und mit Verbündeten zusammenzuarbeiten, um eine weitere Verwendung zu verhindern. rmf24 berichtet, dass die Stoffgruppe von der OPCW teilweise als verbotene Chemikalien gelistet wurde. Die Todesursache bleibt unbekannt, und für die späte Bekanntgabe wurde kein Grund genannt. Laut ANSA berichteten auch ukrainische Medien über den Tod.

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