Verkehr · Urda und Toledo

Castilla-La Mancha hebt Notfallplan zehn Tage nach dem Zugunglück von Urda auf

Der Notfallplan von Castilla-La Mancha für die Zugkollision von Urda wurde am Samstag, 7. November, um 9.30 Uhr deaktiviert. 66 der 69 Leichname wurden den Familien übergeben, elf Personen liegen weiterhin im Krankenhaus.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von eldiario.es, europa press, LaSexta und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Urda, Toledo · Spanien
Wie es dazu kam
  1. 28.10.Renfe- und Iryo-Züge kollidieren bei Urda; Platecam wird aktiviert
  2. 6.11.Familienbetreuungszentrum in Toledo schließt
  3. 7.11.Notfallplan Platecam wird deaktiviert
  4. 10.11.Religiöser Trauergottesdienst für die Opfer im Dom von Toledo

Notfallplan aufgehoben

Die Regionalregierung von Castilla-La Mancha deaktivierte am Samstag, 7. November, um 9.30 Uhr ihren Plan Territorial de Emergencia (Platecam). Der Plan war am 28. Oktober aktiviert worden, nachdem ein Renfe-Zug und ein Iryo-Zug mit zusammen fast 550 Menschen an Bord bei Urda in der Provinz Toledo kollidiert waren. Die Entscheidung traf die Leitung des Plans in einer Sitzung des Centro de Coordinación Operativa (CECOP), nachdem alle beteiligten Waggons entfernt und die Kriminalpolizei ihre Untersuchung vor Ort im Laufe der Woche abgeschlossen hatte. Auch der stationäre Einsatz der Guardia Civil an der Unglücksstelle war beendet. Während des Notstands fanden acht CECOPI-Sitzungen und 21 CECOP-Sitzungen statt, und der Feldkommandoposten in Urda blieb in Betrieb, bis der Notstand von Stufe 2 auf Stufe 1 herabgestuft wurde. Regionalpräsident Emiliano García-Page leitete die CECOPI-Sitzungen, während der Minister für Finanzen und öffentliche Verwaltung, Juan Alfonso Ruiz Molina, die Einsätze vom Feldposten aus dirigierte.

Opfer, Identifizierungen und Verletzte

Das Centro Integrado de Datos (CID) hält die vorläufige Zahl der Todesopfer bei 69. Von ihnen wurden 66 Leichname den Familien übergeben, während die konsularischen Verfahren für die übrigen drei – zwei australische Staatsangehörige und eine Person tschechischer Nationalität – noch laufen. Die Identifizierungsarbeiten in den forensischen Instituten von Toledo und Ciudad Real endeten am Montag, 2. November; 56 Opfer wurden per Fingerabdruck und 13 per DNA-Analyse identifiziert. Von den Toten waren 40 Männer und 29 Frauen, alle volljährig. 54 waren spanische Staatsangehörige und 15 Ausländer, darunter vier aus den Vereinigten Staaten.

Staatsangehörigkeit der 69 TodesopferPersonen
Spanisch
54 Personen
Ausländische Staatsangehörige
15 Personen

Daten aus dem Artikeltext

Von den 110 Personen, die zunächst in sechs Krankenhäusern in Castilla-La Mancha aufgenommen wurden, sind 99 entlassen. Elf bleiben stationär, zwei auf der Intensivstation des Krankenhauses von Toledo und neun auf Normalstationen. Das Krankenhaus von Toledo behandelt sechs von ihnen, Ciudad Real drei, Alcázar de San Juan eine und Albacete eine. Die Autonome Gemeinschaft Madrid meldete am Freitag, 6. November, 18 Verletzte, die noch im Krankenhaus lagen, zwei davon auf der Intensivstation und 16 auf Stationen, nachdem ein Patient aus Ciudad Real dorthin verlegt worden war.

Verletzte, die am 7. November 2026 noch im Krankenhaus liegen, nach KrankenhausPersonen
Universitätsklinikum Toledo
6 Personen
Allgemeines Krankenhaus Ciudad Real
3 Personen
Krankenhaus Mancha Centro (Alcázar de San Juan)
1 Personen
Allgemeines Krankenhaus Albacete
1 Personen

Daten aus dem Artikeltext

Betreuungsangebote und Räumung der Unglücksstelle

Das am ersten Tag im Casa Sacerdotal in Toledo eingerichtete Familienbetreuungszentrum, das Unterkunft, Transport, Mahlzeiten und psychologische Betreuung bot, schloss am Freitag, 6. November, um 15.00 Uhr, nachdem es mehrere Tage lang nicht mehr genutzt worden war. Eine Unterkunft im Castillo de San Servando war bereits aufgelöst worden. Knapp 1.400 Einsatzkräfte waren an der Bewältigung des Notfalls beteiligt. Am Samstag waren rund vierzig Guardia-Civil-Beamte aus mehreren Einheiten, darunter die Drohneneinheit und das berittene Geschwader, an der Unglücksstelle im Einsatz, und die Behörde rechnete damit, die letzten beiden AVE-Waggons noch am selben Tag zu bergen. Der Ermittlungsrichter hatte angeordnet, die verunglückten Züge zum AVE-Wartungsstützpunkt von Renfe in La Sagra in Villaseca de la Sagra zu überführen und dort zu verwahren.

Politische Debatte um die Trauerfeier

Pedro Sánchez wird am Dienstag, 10. November, nicht am religiösen Trauergottesdienst für die Opfer im Dom von Toledo teilnehmen; die Regierung wird dort durch den Ersten Vize-Regierungspräsidenten Carlos Cuerpo und Bildungsministerin Milagros Tolón vertreten. Ester Muñoz, Sprecherin der PP im Kongress und zugleich Wahlkampfsprecherin der Partei, kritisierte die Abwesenheit in einem Interview mit EsRadio. Sie sagte, Sánchez habe die Bibel, den Katholizismus und den Papst bemüht, wenn es ihm gepasst habe, und er sei in gleicher Weise Trauerfeiern für die Opfer des Bahnunglücks von Adamuz (Córdoba) ferngeblieben. Muñoz argumentierte, der Regierungschef müsse Menschen jeden Glaubens Respekt erweisen und an solchen Zeremonien teilnehmen, weil sich die meisten Spanier als katholisch betrachteten, obwohl Spanien ein konfessionsloser Staat sei. Sie sagte dann:

„Es ist ein moralischer Wesenszug, der niemanden überrascht.“

Ester Muñoz, Sprecherin

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