Regierung · Santa Fe County und Washington
New Mexico verklagt US-Justizministerium wegen Herausgabe ungeschwärzter Epstein-Akten zu Zorro Ranch
New Mexico reichte am Mittwoch, dem 5. August 2026, Klage gegen das US-Justizministerium und den amtierenden Generalstaatsanwalt Todd Blanche ein. Ziel ist die Herausgabe ungeschwärzter Jeffrey-Epstein-Akten, die für die strafrechtlichen Ermittlungen des Bundesstaates zu mutmaßlichen Sexualstraftaten auf Epsteins Zorro Ranch im Santa Fe County benötigt werden.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von newsORF.at, The Telegraph, watson.ch/ und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Generalstaatsanwalt Raúl Torrez reichte die Klage am 5. August 2026 beim US-Bezirksgericht für den District of Columbia ein und forderte einen Richter auf, den amtierenden Generalstaatsanwalt Todd Blanche zur Herausgabe ungeschwärzter Epstein-Akten zu zwingen.
Der Bundesstaat nahm seine Epstein-Ermittlungen im Februar 2026 wieder auf und durchsuchte die Zorro Ranch im März. Mehr als fünf Monate später hat Torrez keine Ergebnisse verkündet und begründet dies mit der Notwendigkeit, die zurückgehaltenen Akten einzusehen.
New Mexico behauptet, das DOJ habe eine Vereinbarung aus dem Jahr 2019 gebrochen, in der der Bundesstaat seine Ermittlungen aussetzte und Beweise übergab, im Gegenzug für eine fortgesetzte Informationsweitergabe über mutmaßliche Überlebende und Straftaten.
Das DOJ erklärt, Datenschutzbestimmungen, Gerichtsbeschlüsse und der Epstein Files Transparency Act (von Trump im November 2025 unterzeichnet) verhinderten die Offenlegung identifizierender Informationen über Opfer, und New Mexico habe keine rechtliche Grundlage für eine Herausgabe geliefert.
Im Juli 2026 erklärte New Mexico, das SDNY habe angerufen und mitgeteilt, dass es nicht kooperieren werde. Ein DOJ-Sprecher bezeichnete diese Darstellung als „falsch" und sagte, die Herausgabe ungeschwärzter Aufzeichnungen würde Bundesgesetze verletzen.
- März 2026Erste polizeiliche Durchsuchung der Zorro Ranch durchgeführt
- Juli 2026SDNY teilt New Mexico mit, es werde nicht mit den Ermittlungen kooperieren
- 5.08.New Mexico verklagt DOJ vor dem US-Bezirksgericht für den District of Columbia
Klage eingereicht
Der Generalstaatsanwalt von New Mexico, Raúl Torrez, reichte am Mittwoch, dem 5. August 2026, beim US-Bezirksgericht für den District of Columbia Klage ein und forderte einen Bundesrichter auf, den amtierenden Generalstaatsanwalt Todd Blanche zur Herausgabe ungeschwärzter Epstein-Akten zu zwingen. Der Bundesstaat wirft dem DOJ vor, seine Ermittlungen zu „verschleppen", indem es Dokumente zurückhält, die für die Identifizierung von Opfern, Zeugen und weiterem strafbarem Verhalten auf der Zorro Ranch entscheidend sind – einem Anwesen, das Epstein von 1993 bis zu seinem Tod 2019 im Santa Fe County besaß. Die Klage beantragt, die Weigerung des DOJ für rechtswidrig zu erklären und die Herausgabe der Akten anzuordnen, oder alternativ das Ministerium zu verpflichten, den Antrag gemäß seinen eigenen Vorschriften erneut zu prüfen.
Ermittlungen des Bundesstaates wieder aufgenommen
New Mexico nahm seine Epstein-Ermittlungen im Februar 2026 wieder auf und führte im darauffolgenden Monat die erste polizeiliche Durchsuchung der Zorro Ranch durch. Mehr als fünf Monate nach Beginn der Untersuchung hat Torrez noch keine Ergebnisse verkündet. Der Bundesstaat behauptet, das DOJ habe eine Vereinbarung aus dem Jahr 2019 gebrochen, in der New Mexico zugestimmt hatte, seine Ermittlungen auszusetzen und Beweise an Bundesstaatsanwälte zu übergeben, im Gegenzug für eine fortgesetzte Informationsweitergabe über mutmaßliche Überlebende und Straftaten. Torrez sagte im März, die Ermittlungen stünden vor Hindernissen, darunter die Jahrzehnte, die seit Epsteins mutmaßlichen Verbrechen vergangen sind, das Verschwinden von Beweismitteln nach dem Verkauf der Ranch im Jahr 2023 und mögliche Zuständigkeitsprobleme.
„Wir haben niemanden angeklagt, weil wir diese Akten einsehen müssen, bevor wir jemanden anklagen.“
DOJ wehrt sich
Das Justizministerium erklärte, es habe einige Akten zur Verfügung gestellt, sei aber aufgrund des Datenschutzes an der Herausgabe weiteren Materials gehindert. Ein DOJ-Sprecher sagte, gemäß dem Epstein Files Transparency Act, den Präsident Donald Trump im November 2025 unterzeichnet habe, und aufgrund von gerichtlichen Schutzanordnungen sei das Ministerium weder verpflichtet noch berechtigt, identifizierende Informationen über Opfer preiszugeben. Der Sprecher sagte, New Mexico habe keine rechtliche Grundlage für derart umfassende Offenlegungen geliefert, und der Schutz der Privatsphäre der Opfer bleibe oberste Priorität. Im Juli 2026 teilte das Justizministerium von New Mexico mit, dass das Büro des Southern District of New York angerufen und mitgeteilt habe, dass es nicht kooperieren oder die einzigen aktiven strafrechtlichen Ermittlungen gegen Jeffrey Epstein unterstützen werde. Ein DOJ-Sprecher bezeichnete diese Darstellung als „falsch."
„Ihre Verzögerung schadet aktiv unseren Ermittlungen und verzögert die Gerechtigkeit, die Epsteins Überlebende verdienen.“
Hintergrund
Epstein starb am 10. August 2019 im Alter von 66 Jahren durch Suizid in einem Bundesgefängnis in New York City, nachdem ihm die Freilassung gegen Kaution in einem Verfahren wegen Menschenhandels zum Zwecke der Sexarbeit verweigert worden war. Seine Mitarbeiterin Ghislaine Maxwell verbüßt eine 20-jährige Haftstrafe, nachdem sie 2021 wegen Menschenhandels zum Zwecke der Sexarbeit verurteilt worden war. Zeugenaussagen in einem der Prozesse gegen Maxwell legten nahe, dass Epstein und Maxwell auf der Ranch in New Mexico Frauen sexuell missbraucht hatten. Die Überlebende Virginia Giuffre, die 2025 durch Suizid starb, hatte vor Verbrechen auf der Zorro Ranch gewarnt. Ein konservativer Talkshow-Moderator wandte sich zudem an das FBI, nachdem er einen anonymen Hinweis auf sexuellen Missbrauch am Ort und „den Aufenthaltsort von zwei ausländischen Mädchen, die auf der Zorro Ranch begraben sind," erhalten hatte – ein Hinweis, der nicht bestätigt werden konnte.
Wie es weitergeht
Ein Bundesrichter muss zunächst entscheiden, ob das Justizministerium nach den von New Mexico zitierten Vorschriften zur Herausgabe der Aufzeichnungen verpflichtet war. Die Klage verschärft einen seit Monaten schwelenden Streit zwischen Torrez, einem Demokraten, und der republikanischen Trump-Administration. In der Beschwerde des Bundesstaates heißt es, die Untätigkeit des Bundes lasse die Ermittlungen nicht nur ins Stocken geraten, sondern verlängere und verschlimmere das Leid der Überlebenden.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- newsORF.atEpstein-Ermittlungen: New Mexico klagt US-Justizministerium
- The TelegraphTrump's Justice Department 'blocked investigation' into Epstein's 'playboy ranch'
- watson.ch/Epstein-Blockade? New Mexico verklagt US-Justizministerium
- AxiosNew Mexico sues Todd Blanche, DOJ over Epstein files tied to Zorro Ranch investigation
- Raúl Torrez
- Generalstaatsanwalt von New Mexico, der die Epstein-Ermittlungen des Bundesstaates leitet und die Klage gegen das DOJ eingereicht hat
- Todd Blanche
- Amtierender US-Generalstaatsanwalt, der in der Klage von New Mexico als Beklagter genannt wird
- Jeffrey Epstein
- Verstorbener Finanzier und verurteilter Sexualstraftäter, der die Zorro Ranch in New Mexico von 1993 bis zu seinem Tod 2019 besaß
- Ghislaine Maxwell
- Epsteins Mitarbeiterin, die nach ihrer Verurteilung wegen Menschenhandels zum Zwecke der Sexarbeit im Jahr 2021 eine 20-jährige Haftstrafe verbüßt
- Virginia Giuffre
- Epstein-Überlebende, die vor Verbrechen auf der Zorro Ranch warnte; starb 2025 durch Suizid
- Donald Trump
- US-Präsident, dessen Regierungs-DOJ verklagt wird; unterzeichnete im November 2025 den Epstein Files Transparency Act
- Bruce King
- Ehemaliger Gouverneur von New Mexico, der das Anwesen Zorro Ranch 1993 an Epstein verkaufte
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