Musik · Amsterdam, Burgas und Wien

Niederlande kehren zum Eurovision 2027 zurück: NPO übernimmt Beitrag von Avrotros

Der öffentlich-rechtliche Sender NPO wird die niederländische Eurovision-Delegation leiten, nachdem sich der bisherige Organisator Avrotros aufgrund der Teilnahme Israels zurückgezogen hatte, womit der einjährige Boykott des Landes endet.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von BBC, The Independent, vrtnws.be und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Amsterdam, Burgas, Wien · Niederlande, Bulgarien, Österreich
Wie es dazu kam
  1. Mai 2026Fünf Nationen boykottieren den Eurovision in Wien wegen der Teilnahme Israels
  2. August 2026EBU schließt konfliktbeteiligte Staaten von der Ausrichtung aus; Avrotros erklärt Boykott
  3. 23.09.Niederländischer Sender NPO kündigt Rückkehr zum Eurovision 2027 an
  4. Mai 2027Eurovision Song Contest für Burgas, Bulgarien, geplant

Niederländischer Beitrag an NPO übertragen

Die Niederlande werden 2027 zum Eurovision Song Contest zurückkehren, nachdem der öffentlich-rechtliche Sender NPO zugestimmt hat, die nationale Delegation zu leiten. Das Land boykottierte den Wettbewerb 2026 in Wien gemeinsam mit Irland, Island, Spanien und Slowenien aus Protest gegen die israelische Militäroperation im Gazastreifen. Avrotros, der traditionell für die niederländische Teilnahme zuständige Sender, gab im August 2026 bekannt, dass er 2027 nicht teilnehmen werde. Avrotros verwies auf das humanitäre Leid in Gaza und Einschränkungen der Pressefreiheit und erklärte, der Wettbewerb könne nicht länger als neutral betrachtet werden.

Avrotros überließ die endgültige Entscheidung anderen inländischen Sendern, sodass NPO einspringen konnte. Im überarbeiteten Plan wird der öffentlich-rechtliche Sender NOS den Wettbewerb übertragen, während ein unabhängiges Expertengremium den niederländischen Teilnehmer auswählt.

„Es ist wichtig, dass wir als öffentlich-rechtlicher Sender gerade in diesem Moment Teil dieses vereinenden europäischen Ereignisses bleiben.“

Jurre Bosman

EBU-Regeländerungen und Ausrichtungsbeschränkungen

NPO entschied sich zur Teilnahme, nachdem die Europäische Rundfunkunion (EBU) regulatorische Aktualisierungen verabschiedet hatte. Im August 2026 legte die EBU fest, dass jedes Siegerland, das in einen bewaffneten Konflikt oder eine sensible geopolitische Situation verwickelt ist, automatisch nicht als Gastgeber in Frage kommt und ein alternatives Land die Veranstaltung ausrichten muss. Die EBU führte auch Maßnahmen ein, um politisch motivierte Televoting-Kampagnen einzudämmen, nachdem Israel 2026 nach Werbekampagnen den zweiten Platz belegt hatte.

Die Regulierungsbehörden prüfen Regeln, die die Zuschauer verpflichten, für mindestens drei verschiedene Nationen zu stimmen. Darüber hinaus zog sich der kommerzielle Sponsor Moroccanoil von der Veranstaltung zurück. Jet de Ranitz, Vorsitzende des NPO-Vorstands, erklärte, die Organisation habe umfangreiche Gespräche mit der EBU geführt, um sicherzustellen, dass der vereinende Charakter des Festivals im Mittelpunkt bleibe.

Unterschiedliche Reaktionen der europäischen Rundfunkanstalten

Die öffentlich-rechtlichen Sender auf dem gesamten Kontinent sind weiterhin uneins über die Teilnahme neben Israel. Irland bestätigte, dass RTÉ zum zweiten Mal in Folge fernbleiben wird, und erklärte, eine Teilnahme sei angesichts der humanitären Krise in Gaza nicht zu rechtfertigen. In Spanien informierte RTVE-Chef José Pablo López die Abgeordneten über seinen Vorschlag, den spanischen Boykott aufrechtzuerhalten. Slowenien hat seine Entscheidung nach dem Versäumen von Vorbesprechungen noch nicht getroffen, während isländische Vertreter an frühen Planungssitzungen teilnahmen.

In Belgien wird der flämische Sender VRT 2027 teilnehmen, nachdem der wallonische Sender RTBF den Beitrag 2026 betreut hatte. VRT hatte zuvor eine formelle Abstimmung der EBU-Mitglieder über die Teilnahme Israels gefordert und sich gegen unpolitische Beschränkungen ausgesprochen, nachdem ein spanischer Moderator 2026 wegen der Erwähnung von Gaza gerügt worden war. VRT ließ seine Forderung nach einer Ausschlussabstimmung fallen, nachdem es Zusicherungen zu strukturellen Governance-Reformen erhalten hatte.

„Wir haben von der EBU-Führung eine klare Zusage erhalten, dass Veränderungen spürbar sein werden.“

Frederik Delaplace

Vorbereitungen für den Wettbewerb in Burgas

Der Eurovision Song Contest 2027 soll in der Küstenstadt Burgas in Bulgarien stattfinden. Der Austragungsort wurde gesichert, nachdem die bulgarische Sängerin Dara, deren voller Name Darina Yotova lautet, den Wettbewerb 2026 in Wien mit dem Lied Bangaranga gewonnen hatte. Die EBU-Führung begrüßte die Rückkehr der Niederlande offiziell, bedauerte jedoch das anhaltende Fernbleiben Irlands.

„Wir freuen uns, die Niederlande 2027 wieder beim Eurovision Song Contest begrüßen zu dürfen.“

Martin Green, Direktor des Eurovision Song Contest

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen