Regierung · Garnwerd
Niederländischer Ombudsmann: Regierung war ein Jahrzehnt lang unzuverlässig gegenüber Landwirten
Ombudsmann Reinier van Zutphen stellt seinen Bericht am Mittwoch, 4. November, in Garnwerd vor. Darin kommt er zu dem Ergebnis, dass wechselnde Regeln und widersprüchliche Entscheidungen die Landwirte über lange Zeit in Unsicherheit ließen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Telegraaf, NOS, de Volkskrant und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der Ombudsmann kommt zu dem Ergebnis, dass die Regierung in den vergangenen zehn Jahren unzuverlässig gegenüber Landwirten war, gestützt auf Gespräche mit 32 Landwirten seit 2019.
Der Bericht stellt fest, dass die Regierung nicht verlässlich genug war, zu wenig Führung übernahm, nicht transparent genug war und den Landwirten zu wenig zuhörte.
Einem Landwirt, dem im Rahmen einer Ausstiegsregelung der Abriss seiner Scheune angeordnet wurde, wurde die Abrissgenehmigung verweigert, nachdem dort eine geschützte Vogelart gefunden worden war.
Fünf Geflügelhaltern in Brabant wurde mitgeteilt, dass ihre Stickstoffgenehmigungen vollständig entzogen würden, darunter einem, der sieben Monate zuvor Luftwäscher vorgeschlagen hatte.
Minister Jaimi van Essen (D66) stellte am Dienstag, 3. November, die Stickstoffpläne des Kabinetts vor, und laut dem Ombudsmann reicht eine neue Agrarpolitik allein nicht aus.
- November 2025Gespräche mit landwirtschaftlichen Organisationen, Natuurmonumenten und Fachleuten beginnen und laufen bis Mai 2026
- 3.11.Das Kabinett stellt seine Stickstoffpläne vor
- 4. November, nachmittagsDer Ombudsmann stellt den Bericht in Garnwerd vor
Zehn Jahre Unsicherheit
Der Nationale Ombudsmann Reinier van Zutphen stellt am Mittwoch, 4. November, am Nachmittag in Garnwerd in Groningen einen Bericht darüber vor, wie die Regierung in den vergangenen zehn Jahren mit Landwirten umgegangen ist. Der Bericht mit dem Titel „Een boer met kiespijn lacht niet“ (sinngemäß: „Ein Bauer mit Zahnschmerzen lacht nicht“) stützt sich auf Gespräche mit 32 Landwirten aus dem ganzen Land, die seit 2019 geführt wurden. Van Zutphen hatte die Untersuchung begonnen, nachdem ihm während seiner alle zwei Jahre stattfindenden Provinzrundreise aufgefallen war, wie schwer die Landwirte mit der sich ändernden Politik zu kämpfen hatten. Er sprach zudem mit landwirtschaftlichen Organisationen, Natuurmonumenten, Wissenschaftlern und Fachleuten, darunter Menschen von der Rabobank, in Gesprächen zwischen November 2025 und Mai 2026. Er kommt zu dem Schluss, dass die Regierung unzuverlässig war, zu wenig Führung übernahm, nicht transparent genug war und den Landwirten zu wenig zuhörte. Die Wirkung auf die Landwirte fasst er in einem Satz zusammen.
„Die Landwirte haben unter dem Handeln der Regierung und unter der Unsicherheit über die Zukunft gelitten.“
Widersprüchliche Regeln und Genehmigungen
Regeln zu Stickstoff, Gülle, Natur, Wasser und Tierwohl ändern sich häufig und passen nicht immer zusammen. Der Bericht nennt das Ergebnis „Verwaltungsspaghetti“, wenn europäische, nationale, provinziale und kommunale Regeln alle auf einem Betrieb landen. Behörden widersprechen sich mitunter, und in einem Fall wurde einem Landwirt im Rahmen einer Ausstiegsregelung angeordnet, eine Scheune abzureißen, doch die Abrissgenehmigung wurde verweigert, nachdem dort eine geschützte Vogelart gefunden worden war. Ein Geflügelhalter, der innerhalb von 25 Kilometern von einem Naturschutzgebiet als Spitzenlastemittent eingestuft ist, darf nicht erweitern, und ein neuer Stall ist nicht erlaubt, während er sieht, wie billiges Fleisch von schlecht gehaltenen Hühnern aus Brasilien im Rahmen des neuen Mercosur-Abkommens auf den Markt kommt. In Brabant wurde fünf Geflügelhaltern mitgeteilt, dass ihre Stickstoffgenehmigungen vollständig entzogen würden, darunter einem, der sieben Monate zuvor Luftwäscher für einen seiner vier Ställe vorgeschlagen hatte. Laut dem Ombudsmann bremst diese Unsicherheit Investitionen und macht die Hofnachfolge fraglich.
Erfahrungen der Landwirte
Ein Milchviehhalter fragte 2015 bei der Provinz an, ob die Erweiterung seines Rinderstalls eine Naturschutzgenehmigung erfordere, und erhielt die Auskunft, eine PAS-Meldung genüge. Im Mai 2019 kippte der Staatsrat die Art der Genehmigungserteilung, und rund 1.800 weitere in ähnlicher Lage verloren die Sicherheit, auf die sie sich verlassen hatten. Ein Schweinehalter nahm eine zweite Vollzeitstelle an, um einen emissionsarmen Stall zu bezahlen, doch laut dem Bericht erfüllt der Stall nicht die neuesten Umweltanforderungen. Ein Landwirt sah eine Investition in einen biologischen Luftwäscher zunichtegemacht, weil die Provinz dieses System nicht in ihre Liste zugelassener Systeme aufnahm. Einem Milchviehhalter wurde erlaubt, auf einer für 100.000 Euro gekauften Fläche weit weniger Gülle auszubringen, und ein Ziegenzüchterpaar wäre um ein Haar auseinandergegangen wegen des Handelns der Regierung. Auch das Familienleben steht unter Druck, weil unterschiedliche Vorstellungen vom Weiterführen, Aufhören oder Anpassen die Beziehungen belasten können.
Zeitpunkt und der Weg zum Bericht
Die folgende Grafik ordnet den Bericht in die früheren Schritte ein: eine Genehmigungsfrage aus dem Jahr 2015, das Urteil des Staatsrats vom Mai 2019 und Gespräche, die von November 2025 bis Mai 2026 liefen.
Das Kabinett stellte seine Stickstoffpläne am Dienstag, 3. November, vor – einen Tag, bevor der Bericht präsentiert wird. Mehrere Landwirte sagten dem Ombudsmann, wichtige Entscheidungen würden oft freitags oder kurz vor Feiertagen bekannt gegeben, wenn Beamte nicht erreichbar seien. Sie vermuten, dass der Zeitpunkt bewusst gewählt ist, in der Hoffnung, dass der Zorn verflogen ist, wenn die Beamten zurückkehren.
Wie es weitergeht
Van Zutphen sagt, eine neue Agrarpolitik allein werde das Vertrauen nicht wiederherstellen, und dafür müsse die Regierung anerkennen, was schiefgelaufen sei. Das Problem fasst er mit diesen Worten zusammen:
„Die Regierung muss anfangen, die Landwirte ernst zu nehmen. Die Wankelmütigkeit der vergangenen Jahre hat das Misstrauen befeuert.“
Er fügt hinzu, dass sich Gesetze und Regeln weiter ändern werden, weil gesellschaftliche Ziele, Gerichtsurteile und europäische Vorschriften manche Änderungen notwendig machten. Die Pläne des Kabinetts verlangen von Zehntausenden Landwirten, ihre Stickstoffemissionen stark zu senken. Minister Jaimi van Essen hat erklärt, er wolle konkreter darlegen, was die Pläne für die Landwirte bedeuten.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- TelegraafNationaler Bürgerbeauftragter präsentiert vernichtenden Bericht zur Agrarpolitik: „Der gesunde Menschenverstand wurde ignoriert“Nationale ombudsman presenteert vernietigend rapport over boerenbeleid: 'Het boerenverstand is genegeerd' · Original auf Niederländisch
- NOSBürgerbeauftragter präsentiert Bericht in Garnwerd: Regierung ließ Landwirte jahrelang im UngewissenOmbudsman presenteert rapport in Garnwerd: overheid liet boeren jarenlang in onzekerheid · Original auf Niederländisch
- de VolkskrantNationaler Bürgerbeauftragter: Regierung war in der Politik für Landwirte unzuverlässigNationale ombudsman: overheid is onbetrouwbaar geweest in beleid voor boeren · Original auf Niederländisch
- AD.nlRegierung hat Landwirten zehn Jahre lang „großes Leid“ zugefügt, findet der Nationale Bürgerbeauftragte: „Stempelt sie nicht als verrückt ab, das sind sie nicht“Overheid heeft boeren tien jaar 'groot leed' aangedaan, vindt Nationale Ombudsman: 'Zet ze niet weg als gekkies, dat zijn ze niet' · Original auf Niederländisch
- Jaimi van Essen
- Niederländischer Landwirtschaftsminister (D66), der die Stickstoffpläne des Kabinetts vorstellte
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