Regierung · Den Haag
Niederländisches Minderheitskabinett gerät mit Opposition über Haushaltsstrategie aneinander, während JA21 seinen Kurs ändert
Das Kabinett Jetten suchte während der Generaldebatte am 16. September 2026 die Unterstützung der Opposition für seine Steuer- und Ausgabenpläne, während JA21 und Pro einen einheitlichen Kompromiss ablehnten.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von gelderlander.nl, NRC und NOS. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die regierende Koalition aus D66, VVD und CDA hat 66 Sitze in der 150 Sitze umfassenden Tweede Kamer und benötigt daher Oppositionsstimmen, um den Prinsjesdag-Haushalt zu verabschieden.
Joost Eerdmans, der neun JA21-Abgeordnete anführt, kündigte an, dass seine Partei über einzelne Ressortetats verhandeln werde, anstatt über ein einziges Omnibusabkommen.
Jesse Klaver warnte, dass Pro alle Haushaltsgesetze ablehnen werde, wenn Ministerpräsident Rob Jetten selektive Abkommen mit JA21 zu Asyl- oder Steuerpolitik aushandele.
Eine 77-sitzige Mehrheit unter Führung von Geert Wilders zwang Finanzminister Eelco Heinen am 16. September 2026 zur Veröffentlichung eines früheren Entwurfs, der 11 Milliarden Euro für Vermögenssteuerreformen enthielt.
- Ende August 2026Eelco Heinen legt einen ersten Haushaltsentwurf vor, der 11 Milliarden Euro für die Vermögenssteuerreform vorsieht
- 14. September 2026NRC veröffentlicht Berichte über die durchgesickerten Inhalte von Heinens Haushaltsentwurf
- 16. September 2026, VormittagEine 77-sitzige Mehrheit in der Tweede Kamer zwingt das Kabinett zur Veröffentlichung des Haushaltsentwurfs
- 16. September 2026, AbendJA21-Chef Joost Eerdmans gibt die Forderung nach einem einheitlichen Gesamtpaket auf
Minderheitskoalition steht vor parlamentarischer Blockade
Das Minderheitskabinett von Ministerpräsident Rob Jetten, bestehend aus D66, VVD und CDA, verfügt über 66 Sitze in der Tweede Kamer und ist auf die Unterstützung der Opposition angewiesen, um seinen Haushalt zum Prinsjesdag zu verabschieden. Während des ersten Tages der Generalpolitischen Debatten am 16. September 2026 vermieden die Fraktionsvorsitzenden der Koalition, Jan Paternotte von D66 und Ruben Brekelmans von der VVD, die Nennung eines bevorzugten Verhandlungspartners. Oppositionsführer beider Flügel kritisierten das Kabinett für das Fehlen einer klaren Regierungsstrategie. Jesse Klaver, Fraktionsvorsitzender von Pro, bestand darauf, dass das Kabinett nicht gleichzeitig linke und rechte politische Forderungen erfüllen könne und sich zwischen progressiver oder konservativer Unterstützung entscheiden müsse. Brekelmans entgegnete, dass Oppositionsgruppen nicht die vollständige Erfüllung ihrer Parteiprogramme verlangen könnten, bevor sie in Gespräche eintreten.
„Für mich ist der Weg zu einem Gesamtpaket weiterhin offen.“
Opposition spaltet sich über separate Haushaltsverhandlungen
Die Debatte änderte sich, als JA21-Chef Joost Eerdmans, dessen Partei neun Sitze innehat, erklärte, dass ein einheitliches, den gesamten Haushalt umfassendes Abkommen unerreichbar sei. Eerdmans kündigte an, dass er jeden einzelnen Etat einzeln bewerten werde, und bestätigte, dass er den Klimaetat ablehnen werde, aber für Verhandlungen über Asyl und Sicherheit offen bleibe. Der Kurswechsel stieß auf Einwände von PVV-Chef Geert Wilders, der argumentierte, dass JA21 von der Koalition ausgenutzt würde, während linke Klima- und Stickstoffpolitik ermöglicht werde. Klaver richtete eine direkte Warnung an das Kabinett und erklärte, dass Pro die Unterstützung für alle Gesetze entziehen werde, wenn Minister mit JA21 isolierte Abkommen zu Migration oder Steuerpolitik schlössen.
„Wenn das Kabinett denkt, es könne auf diese Weise einkaufen gehen und dann an unsere Tür klopfen, dann ist Schluss.“
Streit um Vermögensbesteuerung und Veröffentlichung des Haushaltsentwurfs
Die Finanzpolitik sorgte für weiteren Zwist, nachdem eine parlamentarische Mehrheit von 77 Sitzen einen Antrag von Wilders unterstützte, den vorläufigen Haushaltsentwurf von Finanzminister Eelco Heinen zu veröffentlichen. Heinen, ein VVD-Minister, verfasste das Dokument Ende August und plante darin 11 Milliarden Euro über vier Jahre für eine Reform der Vermögensbesteuerung sowie höhere Einkommensteuersätze. Dieser ursprüngliche Plan löste einen Streit mit D66 und CDA aus, die ihn als zu konservativ betrachteten und späte Überarbeitungen erzwangen. Während Heinen erklärte, dass die Veröffentlichung interner Arbeitsdokumente eine Ausnahme sei, die vertrauliche Beratungen gefährde, verteidigte Brekelmans niedrigere Vermögenssteuern, um zu verhindern, dass Anleger Kapital ins Ausland verlagern. ChristenUnie-Chefin Mirjam Bikker stellte diesen Ansatz infrage und argumentierte, dass die Regierung Arbeit übermäßig besteuere, Vermögen hingegen nicht.
- Koalition (D66, VVD, CDA)
- 66 Sitze
- Mehrheitsstimme für Veröffentlichung des Entwurfs
- 77 Sitze
- JA21
- 9 Sitze
Daten aus dem Artikeltext
Konkurrierende politische Bedingungen im gesamten Parlament
Parteien stellten widersprüchliche Voraussetzungen für eine mögliche Einigung zu einzelnen Haushaltskapiteln auf. Eerdmans forderte Steuersenkungen, strengere Grenzkontrollen und die Aufhebung des Verteilungsgesetzes zur Asylaufnahme und stellte fest, dass die Weigerung des Kabinetts, das Gesetz zu kippen, die Wahrscheinlichkeit einer Unterstützung von JA21 für den Asyletat verringere. Klaver forderte die Streichung von Sozialkürzungen sowie Steuererhöhungen auf Box-2-Vermögen und Millionäre, wobei er mögliche Einsparungen im Gesundheitswesen identifizierte. ChristenUnie-Chefin Bikker kritisierte auch Brekelmans für Äußerungen über Arbeitsgewohnheiten junger Menschen und forderte die Regierung auf, jüngere Arbeitnehmer zu unterstützen, anstatt sie zu tadeln. BBB-Chef Henk Vermeer verglich den Prozess mit einer Snackwand, an der Minister einzelne Transaktionen auswählen, während die Debatte vor den Antworten von CDA-Chef Henri Bontenbal vertagt wurde.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- gelderlander.nlLEES TERUG | Totaaldeal volgens Eerdmans passé, Bontenbal noemt gebrek aan steun vooraf 'jammer'
- gelderlander.nlBikker (CU) vindt 'wake up-call' nodig: 'Wat een bende is het deze zomer geworden'
- NRCOmmezwaai Joost Eerdmans brengt Tweede Kamer in verwarring: 'JA21 en de VVD zitten al samen in een hok'
- NRCAPB eindigt vlak voor dinerpauze in totale verwarring over hoe het met de begrotingen verder moet
- Rob Jetten
- Ministerpräsident der Niederlande und Chef des Minderheitskabinetts
- Jesse Klaver
- Fraktionsvorsitzender der linken Partei Pro
- Joost Eerdmans
- Vorsitzender der rechten Partei JA21
- Jan Paternotte
- Fraktionsvorsitzender der Koalitionspartei D66
- Ruben Brekelmans
- Fraktionsvorsitzender der Koalitionspartei VVD
- Geert Wilders
- Vorsitzender der Partei für die Freiheit (PVV)
- Eelco Heinen
- Finanzminister, vertretend die VVD
- Mirjam Bikker
- Fraktionsvorsitzender der ChristenUnie (CU)
- Henk Vermeer
- Fraktionsvorsitzender der Bauern-Bürger-Bewegung (BBB)
- Henri Bontenbal
- Vorsitzender der Koalitionspartei Christlich-Demokratischer Appell (CDA)
- Orte
- Den Haag, Niederlande
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