Verkehr · Paris und Marseille

SNCF nimmt neuen Doppelstock-TGV M zwischen Paris und Marseille in Betrieb – zweieinhalb Jahre verspätet

Die SNCF hat am Freitag, 6. November, den kommerziellen Betrieb ihres TGV der neuen Generation mit einer Fahrt von Paris nach Marseille aufgenommen. Produktionsprobleme beim Hersteller Alstom hatten den Zug um zweieinhalb Jahre verzögert.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von newsORF.at, stern.de, 20minutes und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Paris, Marseille · Frankreich
Wie es dazu kam
  1. Dezember 2022Erste Testfahrten auf dem Rundkurs in Tschechien
  2. Mai 2026Endgültige Zulassung durch Frankreich, ERA genehmigt Sicherheitsaspekte
  3. 6.11.Erste kommerzielle Fahrt verlässt Paris in Richtung Marseille

Ein verspäteter Start auf der Strecke Paris–Marseille

Die französische Staatsbahn SNCF hat am Freitag, 6. November, eine neue TGV-Generation in den kommerziellen Betrieb genommen; die erste Fahrt verließ Paris an diesem Morgen in Richtung Marseille. Wegen Produktionsschwierigkeiten beim Hersteller Alstom verzögerte sich der Zug um zweieinhalb Jahre. Laut 20 Minutes war die Abfahrt in Paris um 9:56 Uhr pünktlich. Die SNCF setzt den Zug zunächst mit sechs Einheiten auf der Strecke Paris–Marseille ein, die ersten einer Bestellung über 160 Züge. Die neuen Züge sollen die steigende Nachfrage bedienen und ältere Einheiten ersetzen, von denen einige aus den 1990er-Jahren stammen.

Von der SNCF bestellte TGV-M-ZügeZüge
Gesamtbestellung
160 Züge
Französischer Markt
100 Züge

Daten aus dem Artikeltext

Design und Kapazität

Der Doppelstockzug hat eine spitze Nase und eine verbesserte Aerodynamik, was laut SNCF den Energieverbrauch um 20 Prozent senken soll, während er bis zu 20 Prozent mehr Fahrgäste befördert als das Modell, das er ersetzt. Der Stern berichtet, dass bis zu 700 Menschen in einen Zug passen. Die Zahl der Wagen lässt sich in weniger als einem Tag ändern, zwischen acht und neun Wagen, und die Aufteilung zwischen erster und zweiter Klasse kann je nach Ziel oder Saison angepasst werden. Auch Stauräume für Gepäck und Fahrräder lassen sich je nach Saison umkonfigurieren. Der Betreiber verspricht mehr Beinfreiheit, bequemere Sitze, eine zweistöckige Bar und WLAN, wobei das WLAN von der Mobilfunkabdeckung abhängt. Der Zug fährt 320 km/h, und 20 Minutes bezeichnet ihn als den einzigen Doppelstockzug der Welt, der mit dieser Geschwindigkeit verkehrt.

Entwicklung und Tests

Die SNCF erklärt, der Zug sei das Ergebnis von zehn Jahren Forschung und Zusammenarbeit zwischen SNCF Voyageurs und Alstom. Seine ersten Testfahrten auf dem Rundkurs fanden im Dezember 2022 in Tschechien statt. Frankreich erteilte im Mai 2026 die endgültige Zulassung, und die Eisenbahnagentur der Europäischen Union (ERA) genehmigte die Sicherheitsaspekte. Im Sommer 2026 begann die SNCF mit Testfahrten ohne Fahrgäste, und 1.600 „mystery customers“, darunter Mitarbeiter der SNCF oder von Alstom, bewerteten das Erlebnis. Laut Le Monde war ursprünglich geplant, den Zug zu den Olympischen Spielen 2024 in Paris einzusetzen.

Emissionen und Wartungsversprechen

Im Vergleich zum ersten TGV, der 1981 startete, stößt der neue Zug laut 20 Minutes 50 Prozent weniger CO2 pro Fahrgast aus. Er besteht zu 25 Prozent aus recycelten Materialien und hat eine Recyclingquote von 97 Prozent. Seine 25.000 in Echtzeit analysierten Datenpunkte sollen eine vorausschauende Wartung ermöglichen, die nach Erwartung der SNCF die Werkstattstandzeiten verkürzen und die Wartungskosten um 30 Prozent senken soll. Die neuen Züge sollen die bestehende Flotte über etwa zehn Jahre schrittweise ersetzen. Von den 160 bestellten Zügen sind 100 für den französischen Markt bestimmt.

Tag der Inbetriebnahme

Jean Castex, Chef der SNCF, Verkehrsminister Philippe Tabarot und Martin Sion, der neue Vorstandsvorsitzende von Alstom, nahmen laut BFM Business an der Feier auf Gleis 5 im Gare de Lyon teil. Castex schlug einen feierlichen Ton an und räumte die Verzögerungen mit einem Scherz ein.

„Nur Stars lassen die Leute warten. Mit diesem brandneuen TGV machen wir einen großen Schritt, und die Geschichte ist in Bewegung.“

Jean Castex, Chef

Tabarot musste wegen eines schweren Schulbusunfalls früh gehen, wie BFM berichtete. Vor seinem Aufbruch beschrieb er den Tag in persönlichen Worten.

„Das ist ein großer Tag für mich, ein großer französischer Erfolg, eine echte Quelle des Stolzes, ein außergewöhnliches Beispiel.“

Philippe Tabarot, Verkehrsminister

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