Wirtschaft
Alstom senkt Prognose für 2026/27 erneut – deutsche Zugverzögerungen und Coradia-Max-Probleme belasten
Der französische Zughersteller rechnet für das Jahr nun mit einem Free-Cashflow-Abfluss von 1,5 Milliarden Euro und will rund 2 Milliarden Euro Schulden abbauen. Die bereinigte Marge im ersten Halbjahr fiel auf etwa -4 %.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Il Sole 24 ORE, BFMTV, Financial Times News und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Alstom erwartet für 2026/27 nun eine bereinigte EBIT-Marge von etwa 1 % statt 6,5 % und einen Free Cashflow von minus 1,5 Milliarden Euro, nach einer Halbjahresmarge von etwa -4 %, die am Montag, 2. November 2026, gemeldet wurde.
Alstom will seine Schulden um rund 2 Milliarden Euro reduzieren und prüft alle möglichen Optionen; laut Bloomberg sind auch Veräußerungen denkbar.
Alstom fertigte im ersten Halbjahr 1.860 Wagen, 8 % weniger, und erwartet für 2026/27 nun rund 4.000 Wagen statt der bisherigen 4.400 bis 4.500.
Ausführungsprobleme bei der Plattform Coradia Max unterbrachen im ersten Quartal die Fertigung, und Verzögerungen bei wichtigen deutschen Projekten führten zu Strafzahlungen, die die Margen belasteten.
- April 2026Martin Sion übernimmt den Vorstandsvorsitz, und der Konzern senkt erstmals seine Ziele
- 2.11.Zweite Prognosesenkung, der Free Cashflow wird nun bei minus 1,5 Milliarden Euro erwartet
- Anfang 2027Entscheidungen aus der Überprüfung der Organisations- und Betriebsmodelle werden erwartet
Zweite Prognosesenkung in diesem Jahr
Alstom hat am Montag, 2. November 2026, seine Prognose für das Geschäftsjahr 2026/27 gesenkt, nachdem ein von Ausführungsproblemen bei mehreren Projekten in Europa belastetes erstes Halbjahr hinter ihm liegt. Der Konzern meldete für die sechs Monate bis zum 30. September einen Umsatz von 9,3 Milliarden Euro, ein Plus von 3 %, doch die bereinigte EBIT-Marge fiel von 6,4 % im Vorjahr auf etwa -4 %. Alstom führte den Großteil des Rückgangs auf Korrekturen der Bruttomargen bei Projekten zurück, die für und von Deutschland ausgeführt werden. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen nun eine bereinigte EBIT-Marge von etwa 1 %, nach zuvor angekündigten 6,5 %. Die Halbjahreszahlen wurden vor dem geplanten Termin veröffentlicht.
- Bisherige Prognose
- 6.5 %
- Aktuelle Prognose
- 1 %
Daten aus dem Artikeltext
Liquidität, Umsatz und Schulden
Der Free Cashflow wird für das Gesamtjahr nun bei minus 1,5 Milliarden Euro erwartet, nachdem die frühere Prognose positiv gewesen war. Das organische Umsatzwachstum wird nun im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich prognostiziert, nach zuvor etwa 5 %, und das Umsatzwachstum wird für die zwölf Monate bis März auf 2 % bis 4 % veranschlagt. Alstom will zudem seine Schulden um rund 2 Milliarden Euro abbauen und prüft nach eigenen Angaben alle möglichen Optionen, um dieses Ziel zu erreichen. Bloomberg berichtet, zu den Maßnahmen gehörten mögliche Veräußerungen, und Strafzahlungen wegen Verzögerungen bei wichtigen deutschen Projekten hätten Margen und Cashflow belastet. Der Auftragsbestand bleibt gut gefüllt.
Coradia Max und Produktion
Ausführungsschwierigkeiten bei der Plattform Coradia Max, einem Programm für elektrische Regionalzüge für europäische Kunden einschließlich Deutschland, führten im ersten Quartal zu einer Produktionsunterbrechung. Alstom fertigte im ersten Halbjahr 1.860 Wagen, 8 % weniger. Für 2026/27 erwartet das Unternehmen nun rund 4.000 Wagen statt der zuvor anvisierten 4.400 bis 4.500. Bereits im Laufe des Jahres hatte der Konzern seine Leistungsziele gesenkt, kurz nachdem das neue Management die Führung übernommen hatte.
Reaktion des neuen Managements
Martin Sion wurde im April 2026 Vorstandsvorsitzender und trat die Nachfolge von Henri Poupart-Lafarge an. Er erklärte, er habe eine rigorose Ermittlung von Risiken und Chancen über alle Projekte hinweg angeordnet, mit eigenen Expertenteams für die kritischsten, darunter Coradia Max. In der Unternehmensmitteilung verknüpfte er die Ankündigung mit dieser Arbeit:
„Die heutige Ankündigung spiegelt das Ergebnis dieser Arbeit wider, mit dem Ziel, die Leistung des Konzerns ab dem nächsten Geschäftsjahr zu normalisieren.“
Alstom kündigte außerdem eine laufende Überprüfung seiner Organisations- und Betriebsmodelle an, deren Entscheidungen bis Anfang 2027 fallen sollen. Die Warnung vom Montag ist die zweite seit Sions Amtsantritt im April.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Il Sole 24 OREAlstom: Halbjahresumsatz bei 9,3 Mrd. (+3%), senkt Prognose für 2026/27Alstom: ricavi semestre a 9,3 mld (+3%), taglia guidance 2026/27 · Original auf Italienisch
- BFMTVWeiterhin belastet durch Zugproduktionsverzögerungen für Deutschland, senkt Alstom seine Jahresziele erneut drastischToujours plombé par ses retards de production de trains pour l'Allemagne, Alstom abaisse encore drastiquement ses objectifs annuels · Original auf Französisch
- Financial Times NewsAlstom senkt Gewinn- und Cash-Prognose bei anhaltenden AufträgenAlstom cuts profit and cash forecast as orders held up · Original auf Englisch
- LesEchos.frAlstom korrigiert seine Ergebnisse erneut drastisch nach unten, belastet durch ein Zugprogramm in DeutschlandAlstom révise encore sévèrement à la baisse ses résultats, plombé par un programme de trains en Allemagne · Original auf Französisch
- Henri Poupart-Lafarge
- Ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Alstom, im April 2026 von Martin Sion abgelöst
- Orte
- Deutschland, Paris
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