Regierung · Rom
Italiens Haushaltsgesetz ändert ab 2027 die Berechnung der Gehaltserhöhungen von Richtern, Anwälten und Staatsanwälten
Artikel 67 des italienischen Haushaltsgesetzes ändert ab 2027, wie Istat die Gehaltserhöhungen für Richter, Anwälte und Staatsanwälte berechnet – verspätete Vertragsnachzahlungen werden dabei nicht mehr mitgezählt.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Il Fatto Quotidiano, ANSA.it, il Giornale.it und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Ab 2027 wird Istat nach Artikel 67 jede Kategorie des öffentlichen Dienstes nach der Zahl ihrer Beschäftigten gewichten, statt allen Kategorien das gleiche Gewicht zu geben.
Pauschalbeträge für verspätet abgeschlossene Vertragsverlängerungen werden aus der Berechnungsgrundlage entfernt, damit sie nicht doppelt gezählt werden.
ANM-Präsident Giuseppe Tango erklärte, der Verband werde die Regelung nach eingehender Prüfung bewerten, und betonte, der Schutz der Richterbesoldung sei Voraussetzung für die Unabhängigkeit der Justiz.
Artikel 54 verlängert den Giorgetti-Bonus für Beschäftigte, die bis zum 31. Dezember 2027 die Voraussetzungen für den vorzeitigen Ruhestand erfüllen; der technische Bericht schätzt rund 7.500 Anträge, doch nur 15 Prozent (gut 1.100 Beschäftigte) würden durch den Anreiz bewogen.
Eine neue Formel für die Richterbesoldung
Italiens Haushaltsgesetz, bekannt als Manovra, schreibt neu fest, wie sich die Bezüge von Richtern, Anwälten und Staatsanwälten im Laufe der Zeit entwickeln. Diese Gehälter werden nicht in ordentlichen Tarifverhandlungen festgelegt; sie folgen den Erhöhungen, die anderen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes gewährt werden. Artikel 67 fügt zwei Korrekturen hinzu, die ab 2027 greifen, nachdem Gerichte die früheren Berechnungsmethoden gekippt hatten. Il Fatto Quotidiano berichtet, ein Urteil des Consiglio di Stato habe die Anpassungskriterien nach oben korrigiert und damit eine hohe Nachzahlungslast für die öffentlichen Finanzen geschaffen. Die Regierung stellt die Änderungen als Mittel zur Begrenzung der Staatsausgaben dar, ohne Rückwirkung.
Gewichtete Durchschnitte und ausgeschlossene Nachzahlungen
Die erste Korrektur betrifft die Statistiken, mit denen Istat die Gehaltssteigerungen misst. Statt jeder Kategorie des öffentlichen Dienstes das gleiche Gewicht zu geben, werden die Erhöhungen über einen gewichteten Durchschnitt festgelegt, der die Zahl der Beschäftigten in jeder Kategorie widerspiegelt. Die zweite Korrektur entfernt die sogenannten Nachzahlungskomponenten aus der Berechnung. Dabei handelt es sich um Pauschalbeträge für verspätet abgeschlossene Vertragsverlängerungen, die sonst doppelt berücksichtigt würden. Laut dem dem Haushalt beigefügten technischen Bericht vermeiden die Änderungen Doppelzählungen und begrenzen die Staatsausgaben.
Reaktion der Richterschaft
Die Nationale Vereinigung der Richter (ANM) reagierte mit einer Mitteilung ihres Präsidenten Giuseppe Tango. Er erklärte, der Verband werde die Regelung nach eingehender Prüfung bewerten.
„Es obliegt dem Gesetzgeber, die Materie zu regeln, und dabei ein grundlegendes Prinzip zu respektieren: Der Schutz der Richterbesoldung ist Voraussetzung für die Wahrung der Unabhängigkeit der Justiz.“
Tango verwies zudem auf den Gerichtshof der Europäischen Union und das Verfassungsgericht, die dieses Prinzip bestätigt hätten. Er fügte hinzu, die Bezüge von Richtern könnten nur durch Maßnahmen mit allgemeiner Geltung geändert werden. Il Fatto Quotidiano beschreibt die Maßnahme als Teil einer Debatte, die bereits durch Auseinandersetzungen über Schulen, das Gesundheitswesen und Banken aufgeheizt ist.
Rentenbonus und Energiehilfen
Der Haushalt verlängert zudem den sogenannten Giorgetti-Bonus, früher Maroni-Bonus, bis 2027. Nach Artikel 54 können Beschäftigte, die bis zum 31. Dezember 2027 die Voraussetzungen für den vorzeitigen Ruhestand erfüllen und ihren Ruhestand aufschieben, den Teil der Rentenbeiträge, der normalerweise an Inps geht, steuerfrei auf ihr Gehalt erhalten. Der technische Bericht schätzt rund 7.500 Anträge für die Verlängerung, doch nur 15 Prozent, also gut 1.100 Beschäftigte, würden tatsächlich durch den Anreiz zum späteren Ruhestand bewogen.
- Geschätzte Anträge
- 7500 Beschäftigte
- Durch den Anreiz bewogene Beschäftigte (gut 1.100)
- 1100 Beschäftigte
Daten aus dem Artikeltext
Il Giornale berichtet, der Haushalt sehe zudem 6 Milliarden Euro an Hilfen für Unternehmen für die Jahre 2027 bis 2030 vor, unter der Bedingung, dass die Begünstigten mindestens 100 Prozent der Hilfe in die Senkung von Verbrauch und Emissionen investieren. Von dieser Summe entfallen 2,5 Milliarden Euro auf energieintensive Unternehmen und 3,53 Milliarden Euro auf Kleinst-, Klein- und mittlere Unternehmen, die nicht energieintensiv sind. Der GSE überwacht die Einhaltung und kann die Kürzung oder Rückforderung der Hilfe samt Zinsen anordnen. Die Anreize bedürfen noch der Genehmigung durch die Europäische Kommission nach den Beihilferegeln.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Il Fatto QuotidianoANM: „Schutz der Richtergehälter ist eine Bedingung für die Wahrung der Unabhängigkeit“Anm: "Tutela stipendi delle toghe è condizione per la salvaguardia dell'indipendenza" · Original auf Italienisch
- ANSA.itHaushaltsgesetz: Verschärfung bei Gehaltserhöhungen für Richter, Kriterien überarbeitetManovra: Stretta sugli aumenti degli stipendi dei magistrati, rivisti i criteri - Notizie · Original auf Italienisch
- ANSA.itANM, Gehaltsschutz ist eine Bedingung für die Wahrung der UnabhängigkeitAnm, tutela stipendi è condizione per salvaguardia dell'indipendenza - Notizie · Original auf Italienisch
- il Giornale.itRichtergehälter, die Verlangsamung bei den Erhöhungen kommtStipendi dei magistrati, arriva la frenata sugli aumenti · Original auf Italienisch
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