Regierung · Rom

Italiens Haushaltsgesetz 2027 senkt Irpef auf 33 % bis 55.000 Euro – 157 Artikel

Der 157 Artikel umfassende Haushaltsentwurf für 2027 wurde von der Staatlichen Rechnungsprüfung (Ragioneria dello Stato) geprüft und an das Präsidialamt des Ministerrats übermittelt. Staatspräsident Sergio Mattarella hat die Vorlage an das Parlament autorisiert.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Adnkronos, Il Messaggero, ANSA.it und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Rom · Italien

Das Gesetz und seine Steueränderungen

Italiens Haushaltsentwurf für 2027 umfasst 157 Artikel und wurde von der Staatlichen Rechnungsprüfung (Ragioneria dello Stato) geprüft. Das Ministerium für Wirtschaft und Finanzen übermittelte den Text nach einer Ministeriumsmitteilung an das Präsidialamt des Ministerrats, anschließend autorisierte Staatspräsident Sergio Mattarella die Vorlage an die beiden Kammern des Parlaments. Die zentrale Maßnahme senkt die zweite Irpef-Stufe auf 33 % für Einkommen bis 55.000 Euro. Nach den geltenden Regeln galt dieser Satz nur bis 50.000 Euro, der neue Text weitet ihn also aus. Auf dem Abschnitt zwischen 50.000 und 55.000 Euro sinkt der Satz um 10 Punkte von 43 % auf 33 %, die maximale Ersparnis beträgt 500 Euro im Jahr.

Wer profitiert und was es kostet

Ministeriumsdaten, die in der Presse zitiert werden, beziffern die Zahl der Steuerzahler in der Stufe zwischen 50.000 und 55.000 Euro auf 603.000. Einschließlich der Folgewirkungen könnten bis zu 3,28 Millionen Italiener profitieren, darunter 1,9 Millionen Beschäftigte und 1,15 Millionen Rentner. La Stampa beziffert die Kosten der Variante mit 55.000 Euro auf etwa 1,2 Milliarden Euro. Eine frühere Hypothese, die dieselbe Entlastung auf 60.000 Euro ausgedehnt hätte, hätte rund 2,7 Milliarden Euro gekostet – nach Einschätzung von La Stampa in Anbetracht der kargen Zeiten zu viel.

Geschätzte Kosten der Ausweitung des Irpef-Satzes von 33 %Mrd. Euro
Ausweitung auf 60.000 Euro (erste Hypothese)
2.7 Mrd. Euro
Ausweitung auf 55.000 Euro
1.2 Mrd. Euro

Daten aus dem Artikeltext

Eine Simulation des Steuerdienstes der Gewerkschaft Uil, die La Stampa zitiert, ergibt keinen Vorteil für Einkommen bis 50.000 Euro im Jahr. Vor Abzug der Freibeträge gerechnet, zeigt sie eine Ersparnis von 100 Euro im Jahr bei 51.000 Euro und von 300 Euro bei 53.000 Euro. Open, das dieselben Zahlen meldet, verortet den Steuerzahler mit 55.000 Euro am Höchstwert von 500 Euro, während der Spitzensatz von 43 % für höhere Einkommen bestehen bleibt.

Personen, die von der Irpef-Maßnahme profitieren könntenPersonen (Tsd.)
Steuerzahler in der Stufe 50.000 bis 55.000 Euro
603 Personen (Tsd.)
Bis zu, Begünstigte insgesamt einschließlich Folgewirkungen
3280 Personen (Tsd.)

Daten aus dem Artikeltext

Weitere Maßnahmen im Gesetz

Ein Sparkonto für Neugeborene, der Fonds „Valore nuovi nati“, soll am 1. Januar 2027 beim Renteninstitut INPS starten, mit getrennter Rechnungslegung für Kinder, die ab 2027 geboren werden. Innerhalb von drei Monaten nach der Geburt eröffnet INPS auf den Namen des Kindes eine individuelle Position mit einer staatlichen Zahlung von 100 Euro jährlich bis zum 18. Lebensjahr und informiert die Eltern oder die Personen mit elterlicher Verantwortung. Eltern, Verwandte bis zum dritten Grad und Verschwägerte bis zum zweiten Grad können freiwillige Beiträge einzahlen. Der Ires-Zuschlag auf den Finanzsektor steigt um 3 Prozentpunkte für den Steuerzeitraum nach dem am 31. Dezember 2026 endenden und für den darauffolgenden Zeitraum. Fondsverwaltungsgesellschaften, Anlagevermittler und E-Geld-Institute sind ausgenommen, während Versicherer und Rückversicherer für zwei Steuerzeiträume nach dem 31. Dezember 2026 denselben Zuschlag von 3 Punkten zahlen. Energieunternehmen trifft eine sinkende Irap-Erhöhung, beginnend mit 5 Punkten für den Zeitraum nach 2026. Die Finanztransaktionssteuer (Tobin-Steuer) verdoppelt sich von 0,4 % auf 0,8 % des Transaktionswerts, und die Steuer auf Hochfrequenzhandel steigt von 0,04 % auf 0,08 %.

Reaktionen und offene Punkte

Christian Ferrari, konföderaler Sekretär der Gewerkschaft CGIL, sagte, der Haushalt tue wenig für die meisten Beschäftigten und Rentner.

„Dieser Haushalt gibt 92 % der Beschäftigten und Rentner keine Antwort.“

Christian Ferrari

Ferrari verglich zwei Fälle: Ein Freiberufler mit 100.000 Euro Bruttoeinkommen würde 2027 8.658 Euro Irpef zahlen und rund 10.000 Euro im Jahr sparen, während ein Angestellter mit 51.000 Euro Bruttoeinkommen 14.030 Euro zahlen und etwa 100 Euro sparen würde. La Stampa bringt die Maßnahme mit einer Steuerlast in Verbindung, die Istat im zweiten Quartal 2026 mit 43,5 % bezifferte, während die Kraftstoffpreise die Kaufkraft der Haushalte aushöhlten. Fanpage bezeichnet das Gesetz als letzten Haushalt vor den Wahlen. Der Text geht nun an die Kammern.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Orte
Rom

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen