Konflikte · Palmachim

Netanyahu bestreitet Bericht über Streit mit Armeechef wegen Iran vor der Wahl am Dienstag

Israel wählt am Dienstag, dem 27. Oktober, in einem Rennen, das Umfragen als knapp beschreiben. Verteidigungsminister Israel Katz und Netanyahu weisen einen Bericht von Channel 12 zurück, wonach Armeechef Eyal Zamir sich kurz vor Öffnung der Wahllokale einer geplanten Iran-Operation widersetzt habe.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Handelsblatt, der Standard, Der Tagesspiegel und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Palmachim · Israel
Wie es dazu kam
  1. 26. Oktober 2026, Dementi von KatzVerteidigungsminister Israel Katz nennt die berichteten Differenzen mit dem Militär völlig unbegründet und falsch
  2. 26. Oktober 2026, Äußerungen TrumpsTrump sagt vor Reportern, die Vereinigten Staaten würden an diesem Tag Iran nicht angreifen
  3. 27. Oktober 2026Israel hält seine Parlamentswahl ab

Ein knappes Rennen bei der ersten Wahl seit Oktober 2023

Israels Parlamentswahl findet am Dienstag, dem 27. Oktober 2026, statt – die erste nationale Abstimmung seit dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 und dem darauffolgenden Gaza-Krieg. Die Umfragen deuten auf ein knappes Rennen hin. Eisenkots Partei lag den jüngsten Erhebungen zufolge vor Likud, doch die entscheidende Frage ist, welches Lager eine Mehrheit zusammenbekommt. Ein Patt ist nicht ausgeschlossen, und kleinere Parteien könnten entscheidend werden, denn die Sperrklausel liegt bei 3,25 Prozent, und für eine absolute Mehrheit sind 61 Sitze nötig. Das Handelsblatt hält auch eine Minderheitsregierung der Opposition mit Unterstützung arabischer Parteien für denkbar.

Ein berichteter Zusammenstoß wegen einer möglichen Iran-Operation

Der israelische Sender Channel 12 berichtete am Sonntagabend, dem 25. Oktober, Ministerpräsident Benjamin Netanyahu habe kurz vor der Öffnung der Wahllokale am Dienstag auf eine nicht näher bezeichnete Militäraktion mit Iran-Bezug gedrängt. Dem Bericht zufolge widersetzte sich Generalstabschef Eyal Zamir und verlangte gründliche Beratung und schriftliche rechtliche Absicherungen, bevor ein solcher Schritt unternommen werde. Armeeführungskreise hätten befürchtet, die Regierung könnte Israel aus parteipolitischem Kalkül in eine gefährliche Fehleinschätzung mit Iran treiben. Der Bericht beschreibt ein Treffen auf dem Luftwaffenstützpunkt Palmachim am Montag, dem 26. Oktober, als sehr frostig zwischen den beiden Männern. Hochrangige Sicherheitskreise hätten laut dem Bericht gesagt, der Vorfall werde nicht vergessen werden, und Zamir habe Kollegen gegenüber erklärt, es gebe kein Anzeichen dafür, dass vor der Wahl ein Schlag gegen Iran nötig sei.

Dementis und Wahlkampfrhetorik

Verteidigungsminister Israel Katz wies den Bericht am Montag, dem 26. Oktober, in einem Beitrag auf X zurück und nannte Behauptungen über Differenzen zwischen der politischen Führung und dem Militär wegen Iran „völlig unbegründet und falsch“. Israel habe nie vorgehabt, vor der Wahl einen Angriff auf Iran zu starten, sagte er, fügte aber hinzu, man werde mit großer Wucht antworten, sollte Iran zuerst angreifen. Katz warf Oppositionspolitikern einen schändlichen und verantwortungslosen Versuch vor, ihn und den Ministerpräsidenten vor der Wahl zu diskreditieren. Netanyahu tat den Bericht in einem Fernsehauftritt als Unsinn ab. In den sozialen Medien veröffentlichte er zudem ein KI-generiertes Bild, das eine nukleare Explosion über Tel Aviv zeigt, und deutete an, Israel drohe ein zweiter Holocaust, sollten die Wähler ihn abwählen.

Washington und Netanyahus Warnungen

US-Präsident Donald Trump sagte am Montag, dem 26. Oktober, vor Reportern, die Vereinigten Staaten würden an diesem Tag Iran nicht angreifen. Das Weiße Haus befürchtet dem Vernehmen nach eine unnötige erneute Eskalation des Iran-Kriegs. Am Sonntag sagte Netanyahu bei einem Besuch einer Arrow-Raketenabwehrbatterie, die Armee sei sowohl für die Verteidigung als auch für den Angriff gerüstet. Er warnte Israels Feinde, sie würden Schläge von unverhältnismäßiger Härte erleiden, stärker, als sie sich vorstellen könnten.

Hisbollah rüstet im Libanon wieder auf

Reuters berichtete unter Berufung auf mehrere Insider, die Hisbollah-Miliz im Libanon habe die vergangenen drei Monate damit verbracht, sich auf eine mögliche Wiederaufnahme der Kämpfe mit Israel vorzubereiten. Demnach erhielt die Gruppe mehrere zehn Millionen Dollar aus Iran, um ihre militärischen Fähigkeiten wieder aufzubauen. Das Geld sei für die Wiederbewaffnung bestimmt, mit Schwerpunkt auf Sprengstoff und Drohnen, die gegen israelische Stellungen eingesetzt werden könnten. Die Hisbollah stelle zudem Führungs- und Kontrollstrukturen wieder her, die in früheren Kämpfen zusammengebrochen seien.

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