Regierung · Warschau
Präsidialamt will Anzeige gegen Verfassungsrichter wegen Nawrockis nächtlichem Eindringen erstatten
Das Präsidialamt will Strafanzeige gegen drei Richter erstatten, nachdem Karol Nawrocki in der Nacht zum Verfassungsgericht gegangen ist, während die Seiten über das Geschehen an der Tür streiten.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von polsatnews.pl, Nasz Dziennik, Rzeczpospolita und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Präsidialsprecher Rafał Leśkiewicz sagte am Sonntag, 1. November, die Kanzlei werde Anzeigen gegen Anna Korwin-Piotrowska, Maciej Berek und Krystian Markiewicz wegen angeblicher Verletzung der Immunität des Präsidenten erstatten.
Korwin-Piotrowska sagte gegenüber TVN24, der Präsident habe sich durch die Gruppe der Richter drängen wollen, während Senatorin Anna Górska sagte, die Aufnahmen zeigten keine solche Äußerung und keine Fäuste.
Waldemar Żurek sagte, das Eintreten des Präsidenten müsse strafrechtlich bewertet werden, und die Staatsanwaltschaft müsse Konsequenzen ziehen.
Das Tribunal teilte am Freitag, 30. Oktober, die Suspendierung von Präsident Bogdan Święczkowski und Vizepräsident Bartłomiej Sochański mit; Anna Korwin-Piotrowska wurde mit der Leitung des Gerichts betraut.
- 30.10.Das Tribunal gibt die Suspendierung von Präsident Bogdan Święczkowski und Vizepräsident Bartłomiej Sochański bekannt
- 30. Oktober, abendsEine Gruppe, zu der vom Sejm gewählte Richter gehören, betritt das Gebäude des Tribunals unter Polizeischutz
- 31. Oktober, nach MitternachtPräsident Karol Nawrocki trifft am Gebäude des Tribunals ein, nachdem er einen Flug in den Senegal unterbrochen hat
- 1. NovemberDer Präsidialsprecher kündigt Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft an, während der Justizminister erklärt, das Eintreten müsse strafrechtlich bewertet werden
Streit um die Führung des Tribunals
Am Freitag, 30. Oktober, teilte das Tribunal mit, sein Präsident Bogdan Święczkowski und sein Vizepräsident Bartłomiej Sochański hätten ihre Amtsgeschäfte ruhen lassen. Anna Korwin-Piotrowska, die dienstälteste Richterin, wurde mit der Leitung des Gerichts betraut. Am Abend betrat eine Gruppe, zu der auch vom Sejm gewählte Richter gehörten, das Gebäude unter Polizeischutz; die beiden suspendierten Amtsträger wurden nicht hineingelassen. Präsident Karol Nawrocki unterbrach einen Flug in den Senegal, kehrte nach Warschau zurück und begab sich kurz nach Mitternacht zum Tribunal. Medien veröffentlichten später Aufnahmen seines Eintretens und des Streits zwischen seinen Vertretern und den vom Sejm gewählten Richtern.
Widerstreitende Darstellungen des Eintretens
Die Seiten schildern die Nacht unterschiedlich. Präsidialsprecher Rafał Leśkiewicz sagte am Sonntag gegenüber Radio Wnet, die Immunität des Präsidenten sei verletzt worden, und Anna Korwin-Piotrowska, Maciej Berek und Krystian Markiewicz hätten kein Recht gehabt, ihn anzufassen. Die Kanzlei erklärte, sie werde Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft gegen die drei erstatten, und argumentierte, jeder Bürger dürfe eine öffentliche Einrichtung wie das Tribunal betreten. Korwin-Piotrowska sagte gegenüber TVN24, der Präsident habe sich mit Gewalt nach vorn gedrängt und versucht, in sie und die Gruppe der am Eingang stehenden Richter hineinzulaufen, und nach dem Scheitern des ersten Versuchs habe er sie mit den Händen beiseitegeschoben.
Die Nowa-Lewica-Senatorin Anna Górska widersprach dem bei Polsat News. Sie sagte, die von ihrer Seite geprüften Aufnahmen enthielten keine Äußerung der Richterin, mit der sie dem Präsidenten sage, er werde nicht hineinkommen. Sie sagte zudem, es sei eine offene Hand in Richtung des Präsidenten gehalten worden, während dieser die Richterin mit beiden Armen gezogen habe; Behauptungen über Fäuste wies sie zurück. Górska formulierte ihre Position unverblümt:
„Die einzige Person, die während dieser Ereignisse gewaltsam in das Verfassungsgericht eingedrungen ist, war Präsident Karol Nawrocki.“
Präsidialminister Marcin Przydacz nannte die Behauptungen eine Lüge, und Krzysztof Bosak, stellvertretender Sejmmarschall, sagte, die Polizei blockiere den Zutritt der Richter.
Rechtliche Einordnung und Reaktionen
Justizminister Waldemar Żurek sagte am Sonntag, das Eintreten müsse strafrechtlich bewertet werden. Er sagte, die Unverletzlichkeit des Gebäudes sei verletzt worden, und die Staatsanwaltschaft müsse Konsequenzen ziehen. Er sagte außerdem, die Mitarbeiter des Präsidenten hätten sich im Gebäude mit völliger Straflosigkeit verhalten. Żurek fügte hinzu, die ersten Anhörungen und Sachentscheidungen am Tribunal seien nur noch Wochen entfernt.
„Ich bewerte sein Betreten des Tribunals bereits strafrechtlich. Es war eine Verletzung der Unverletzlichkeit des Gebäudes des Tribunals.“
Bei Polsat News nannte der PiS-Vizevorsitzende Patryk Jaki die vom Sejm gewählten Richter des Amtes unwürdig. Er argumentierte, das Gesetz verlange, dass Richter vor der Amtsübernahme einen Eid vor dem Präsidenten ablegen, und diese Richter hätten das Gebäude übernommen, ohne diesen Eid geleistet zu haben. Jaki ging in seiner Kritik noch weiter:
„In einem normalen, demokratischen Staat müssten sie eigentlich verhaftet werden.“
Schuldzuweisungen und rechtliche Begründung
Bartosz Arłukowicz, Europaabgeordneter der Bürgerkoalition und früherer Gesundheitsminister, machte den Präsidenten für die Krise verantwortlich und argumentierte, er habe die vom Sejm gewählten Richter nicht vereidigt. Der Rechtswissenschaftler Sławomir Matczak schrieb auf X, die Judikative sei verfassungsrechtlich getrennt und geschützt, und ein Präsident könne staatliche Einrichtungen nicht nach Belieben betreten oder Sicherheitskräfte beiseiteschieben. Er argumentierte, öffentliche Gewalt dürfe nur dort handeln, wo sie zuständig sei, und diese Zuständigkeit fehle dem Präsidenten für das Betreten des Tribunals oder die Ernennung von Richtern.
Nächste Schritte
Die Kanzlei hat keinen Termin für die Einreichung der Anzeigen gegen Korwin-Piotrowska, Berek und Markiewicz genannt. Żureks Zeitplan für die ersten Anhörungen am Tribunal wird nur in Wochen angegeben, ohne Datum. Der Streit darüber, wer das Gericht leitet und wer ein Richteramt innehat, bleibt in den Quellen ungelöst.
Dieser Artikel gehört zu einem Strang
Europäische Demokratien und Populismus
Was sich seit diesem Eintrag geändert hat:
- 02.11Euro erreicht 4,41 Zloty, ein Drei-Jahres-Hoch, da Tribunal-Streit polnische Märkte belastet
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- polsatnews.pl„Sie sollten verhaftet werden“. Patryk Jaki scharf über das Verhalten der Richter am Verfassungsgericht"Powinni być aresztowani". Patryk Jaki ostro o zachowaniu sędziów w TK · Original auf Polnisch
- Nasz DziennikPräsidialkanzlei reicht Anzeige bei der Staatsanwaltschaft wegen Verletzung der Unverletzlichkeit des Präsidenten der Republik Polen einKPRP złoży zawiadomienia do prokuratury ws. naruszenia nietykalności Prezydenta RP · Original auf Polnisch
- Rzeczpospolita„Sie haben versucht, uns zu rammen“. Nawrockis Sprecher antwortet auf die Vorwürfe der Richterin"Próbowano nas staranować". Rzecznik Nawrockiego odpowiada na zarzuty sędzi · Original auf Polnisch
- rmf24.pl„Sie haben die körperliche Unversehrtheit des Staatsoberhauptes verletzt“. Es wird Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft geben"Naruszyli nietykalność cielesną głowy państwa". Będą zawiadomienia do prokuratury · Original auf Polnisch
- Karol Nawrocki
- Präsident Polens, im Zentrum des nächtlichen Besuchs am Tribunal
- Anna Korwin-Piotrowska
- Richterin, die nach den Suspendierungen mit der Leitung des Verfassungsgerichts betraut wurde
- Bogdan Święczkowski
- Präsident des Tribunals, dessen Amtsgeschäfte am 30. Oktober ruhten
- Bartłomiej Sochański
- Vizepräsident des Tribunals, dessen Amtsgeschäfte am 30. Oktober ruhten
- Rafał Leśkiewicz
- Sprecher des polnischen Präsidenten, der die Anzeigen ankündigte
- Waldemar Żurek
- Polnischer Justizminister, der sagte, das Eintreten müsse strafrechtlich bewertet werden
- Anna Górska
- Senatorin von Nowa Lewica, die der Darstellung des Präsidialamts bei Polsat News widersprach
- Patryk Jaki
- Stellvertretender Vorsitzender der PiS, der sagte, die Richter müssten verhaftet werden
- Bartosz Arłukowicz
- Europaabgeordneter der Bürgerkoalition und früherer Gesundheitsminister, der den Präsidenten verantwortlich machte
- Marcin Przydacz
- Präsidialminister, der die Behauptungen der Opposition eine Lüge nannte
- Krzysztof Bosak
- Stellvertretender Sejmmarschall, der sagte, die Polizei blockiere den Zutritt der Richter
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen