Regierung · Warschau

Nawrocki nimmt am 11. November am Warschauer Unabhängigkeitsmarsch teil – Veranstalter erwarten Rekordbeteiligung

Präsident Karol Nawrocki erklärte am Freitag, dem 6. November, er werde am 11. November am Marsch in Warschau teilnehmen. Die Veranstalter rechnen mit einer Rekordbeteiligung, und die Behörden haben ein Waffen- und Pyrotechnikverbot angekündigt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von TVP Info, Nasz Dziennik, Rzeczpospolita und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Warschau · Polen
Wie es dazu kam
  1. 6.11.Präsident Karol Nawrocki kündigt auf X an, dass er am Marsch teilnehmen wird
  2. 11.11.Der Unabhängigkeitsmarsch beginnt in Warschau, Start um 14:00 oder 14:30 Uhr je nach Medium

Die Ankündigung des Präsidenten

Präsident Karol Nawrocki kündigte am Freitag, dem 6. November, an, in diesem Jahr am Unabhängigkeitsmarsch in Warschau teilzunehmen – wie jedes Jahr. Er veröffentlichte die Erklärung auf X und fügte ihr ein Emoji der polnischen Flagge bei. Der Marsch findet jedes Jahr am 11. November statt, dem Jahrestag der Rückkehr Polens auf die Landkarte Europas, und wird seit 2010 vom Verein Marsz Niepodległości organisiert. Auch am Marsch 2025 hatte er teilgenommen.

In seinem Beitrag schrieb er:

„Am 11. November, in diesem besonderen Moment für Polen, werde ich wie jedes Jahr am Unabhängigkeitsmarsch in Warschau teilnehmen.“

Karol Nawrocki, Präsident Polens

Route und Zeitplan

Der Marsch soll am Dmowski-Kreisverkehr in Warschau beginnen, rmf24.pl nennt als Startzeit 14:00 Uhr. Anschließend führt er über die Aleje Jerozolimskie und über die Poniatowski-Brücke in Richtung der Wiesen am Nationalstadion (PGE Narodowy). Rzeczpospolita nennt 14:30 Uhr als Aufbruchszeit, die Startzeit unterscheidet sich also je nach Medium.

Der abschließende Teil, Scena Niepodległości (Bühne der Unabhängigkeit) genannt, ist auf den Stadionwiesen geplant und soll Konzerte und Reden bieten. Die Veranstalter erklären, das Motto verweise auf Souveränität, Verantwortung für Sicherheit, Kultur und die Zukunft der kommenden Generationen.

Veranstalter erwarten Rekordandrang

Rafał Buca, Sprecher des Vereins, sagte gegenüber Rzeczpospolita, die Zahl der Busse und Teilnehmer, die aus den Städten mit organisierten Fahrten anreisten, sei dreimal so hoch wie im Vorjahr, und offizielle Fahrten seien weit zahlreicher. Die Veranstalter schätzten die Menge im Vorjahr auf 300.000. Rzeczpospolita gibt die durchschnittliche Teilnehmerzahl mit etwa 200.000 an und merkt an, dass die Zahlen je nach Quelle – Veranstalter, Polizei oder Stadtverwaltung – abweichen.

Auf die Frage nach der diesjährigen Beteiligung wollte Buca keine genaue Prognose abgeben. Er sagte, es könnten vielleicht eine halbe Million Menschen kommen, oder sogar mehr.

„Es ist schwer für mich zu sagen, wie viele Teilnehmer dieses Jahr kommen werden.“

Rafał Buca

Politischer Hintergrund und Parolen

Der Marsch steht unter dem Motto „Polak w Polsce gospodarzem“ („Der Pole ist Gastgeber in Polen“). Rzeczpospolita erwartet, dass das Thema Migration eine prominente Rolle spielen wird, ebenso der Streit um das Verfassungsgericht; auch Parolen zum Austritt aus der Europäischen Union sind möglich. Buca beschrieb den Verein als Identitätsbewegung, die einen Nationalstaat ohne Masseneinwanderung wolle. Laut Rzeczpospolita werden Jarosław Kaczyński, Mateusz Morawiecki, Krzysztof Bosak, Sławomir Mentzen und Grzegorz Braun erwartet; Kaczyński und Braun haben ihre Teilnahme angekündigt.

Sicherheit und frühere Vorfälle

Die Behörden haben für den 11. November besondere Sicherheitsmaßnahmen angekündigt. Das Tragen von Waffen, auch ungeladener, soll an diesem Tag verboten sein. Der Woiwode von Masowien hat ein vollständiges Pyrotechnikverbot verhängt. Innen- und Verwaltungsminister Marcin Kierwiński hat die Dienste angewiesen, dafür zu sorgen, dass die Versammlungen ruhig verlaufen; Beamte sollen den Informationsraum auf Desinformation überwachen. Die Hauptstadt ist in erhöhter Alarmbereitschaft.

In den Anfangsjahren des Marsches kam es zu Vorfällen wie Flaggenverbrennungen, Gewalt und diskriminierenden Parolen, darunter „Europa będzie biała, albo bezludna“ („Europa wird weiß sein oder menschenleer“). Die Polizei hat in den vergangenen Jahren praktisch keine solchen Vorfälle mehr registriert, allerdings weist TVP Info darauf hin, dass politische Spannungen dies in diesem Jahr ändern könnten. Robert Bąkiewicz, der den Verein führte, wurde 2023 als dessen Vorsitzender abgesetzt.

Auch Fußballfans mobilisieren. Bei einem Spiel von Radomiak Radom gegen Śląsk Wrocław wurde ein Banner mit der Aufschrift „Tusk – Verräter an der Nation“ und einem Aufruf zur Teilnahme am Marsch gezeigt; ähnliche Aktionen wurden bei Spielen von Cracovia, Wisła Płock und Lechia Gdańsk gemeldet. Diskussionen im Forum Kibice.net zeigen Mobilisierung, verraten aber nicht, wie groß die Präsenz der Fans sein wird.

Wie es weitergeht

Der Marsch findet am Mittwoch, dem 11. November, statt. Teilnehmerzahlen sind noch nicht veröffentlicht; die endgültige Zahl hängt davon ab, welche Quelle herangezogen wird.

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